Tierarzthelfer/in | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Tierarzthelfer/in

Vielseitig muss der Tierarzthelfer sein und auch selbstständig Routinearbeiten erledigen. Ohne die Unterstützung dieser Helfer käme kein Tierarzt zurecht.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Wer Tierarzthelfer/in werden will, geht drei Jahre bei einem Tierarzt in die Lehre.
Er ist zuständig für Sauberkeit und Hygiene in den Praxisräumen, assistiert dem Tierarzt bei Operationen und in der Sprechstunde, erledigt fast alle Büro- und Verwaltungsarbeiten und führt beruhigende Gespräche mit aufgebrachten Tierbesitzern. Die Arbeitszeiten sind zwar geregelt, aber wenn ein Notfall kommt, muss schon mal länger gearbeitet werden. In einigen Praxen, insbesondere in Tierkliniken müssen auch Nachtschichten und Wochenenddienste eingelegt werden. Trotz der umfangreichen, notwendigen Fähigkeiten sind die Jobaussichten für Tierarzthelfer eher schlecht. Viele Tierärzte können sich den professionellen Helfer schlicht nicht leisten und greifen daher lieber beispielsweise auf Familienmitglieder zurück.

Ausbildung

Wer Tierarzthelfer/in werden will, geht drei Jahre bei einem Tierarzt in die Lehre. Nach zwei Jahren muss er eine Vorprüfung bestehen und nach einem weiteren Jahr eine Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer ablegen. Es besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Fachtierarzthelfer zu machen. Die Kurse müssen allerdings während des Urlaubs besucht und selbst finanziert werden. Aussicht auf bessere Bezahlung besteht nach dieser Weiterbildung meist nicht.

Voraussetzungen

Schulbildung: Hauptschulabschluss
Persönliche Voraussetzungen: Tierliebe, Idealismus, einfühlsamer Umgang mit Mensch und Tier, Geduld, Kraft und Ausdauer sind Eigenschaften, die ein Jugendlicher unbedingt haben sollte, wenn er den Beruf des Tierarzthelfers/in ergreifen will. Zudem hat der Tierarzthelfer/in hat oft mit ekelhaften Dingen zu tun, wer empfindlich auf Blut, Eiter, Kot oder Erbrochenes reagiert, sollte von diesem Berufswunsch Abstand nehmen.

Besonderheiten

Wer Tiermedizin studieren will und mit einer längeren Wartezeit rechnen muss, bis er einen Studienplatz erhält, ist gut beraten, in der Zwischenzeit eine Ausbildung als Tierarzthelfer/in zu machen. Er gewinnt Einblick in den Wunschberuf und sammelt praktische Erfahrungen.

Kontakt in Deutschland

Auskünfte über die Ausbildung erteilen alle Arbeitsämter und die Landestierärztekammern. Diese sitzen in Stuttgart, München, Bremen, Berlin, Frankfurt/Oder, Hamburg, Wiesbaden, Dummersdorf (Mecklenburg), Hannover, Kempen, Mayen, St. Wendel (Saarland), Dresden, Halle (Saale), Heide (Holstein), Weimar (Thüringen), Münster (Westfalen).

Berufsverband der Arzt-, Zahnarzt- und Tierarzthelferinnen
Bundesgeschäftsstelle
Neugasse 1 a
65817 Eppstein
Telefon: 06198-502250
Telefax: 06198-502270
E-Mail: eppstein@bda-online.com

Geschäftsstelle Dortmund
Bissenkamp 12
44135 Dortmund
Telefon: 0231-5569590
E-Mail: gesch aeftsstelle@bda-online.com

Bundesverband Praktischer Tierärzte e. V. (BPT)
Hahnstraße 70
60528 Frankfurt
Telefon: 069-6698180
Internet: http://www.tieraerzteverband.de

Schweiz

In der Schweiz liegt die Ausbildung der "tiermedizinischen Assistentin" (TPA) bei der
Juventus-Schule
8021 Zürich
Telefon: 0041-1-2982511

Österreich

In Östereich ist die Ausbildung der Veterinärmedizinischen Universität/Tierpflegeschule angegliedert Veterinärmedizinische Universität/Tierpflegeschule
Veterinärplatz 1
1210 Wien
Telefon: 0043-1-250774504

Weitere Adressen finden Sie im Internet unter www.tiermedizin.de und unter www.tierarzt.at

Literatur

  • "Tierarzthelfer/Tierarzthelferin", Nr.1 - X A 304, Bundesanstalt für Arbeit, Blätter zur Berufskunde, erhältlich über Arbeitsämter und Buchhandel und ausleihbar in größeren Bibliotheken
  • Geyer, Susanne, u. A.: Die Tierarzthelferin. Schlütersche Verlagsanstalt, Hannover
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