Steckbrief: Black Molly | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Black Molly

Die Wildform wurde erstmals 1999 importiert, die Form des Black Molly ist seit 1909 bekannt und seitdem aus Gesellschaftsaquarien nicht mehr wegzudenken. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung der Black Molly.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Black Mollys sind friedliche Fische.

Typische Merkmale

  • Körperlänge: m 3 - 4 cm, w 4 - 6 cm
  • Lebenserwartung: 3 - 5 Jahre
  • Verbreitung: südl. Texas über Kolumbien bis nach Venezuela
  • Lebensraum: vegetationsreiche, tropische Flüsse, warme Seen
  • Lebensweise: sehr friedlich in lockeren Gruppen
  • pH-Wert: 7 - 8

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
  • Familie: Poecillidae
  • Gattung: Poecilia
  • Art: Black Molly (Poecilia shenops var.)

Aussehen und typische Merkmale

Der bekannte Black Molly ist die schwarze Zuchtform des Spitzmaulkärpflings, auch Wild Molly genannt. Dieser Fisch ist sehr bunt gefärbt, in hellem Blau und Gelb mit kleinen roten Punkten. Die Zuchtform ist tiefschwarz, auch die großen und runden Flossen sind schwarz. Der Kopf ist spitz und endet in einem kleinen Maul. Auch die männlichen Black Mollys tragen als Mitglieder der Familie der Lebendgebärenden eine umfunktionierte Afterflosse als Begattungsorgan.

Nachwuchs und Aufzucht

Trotz der gleichen Färbung beider Geschlechter ist die Unterscheidung einfach: Die Männchen sind wesentlich kleiner und schmaler geformt als die weiblichen Fische.
Black Mollys sind äußerst vermehrungsfreudig. Die Kleinen können auch mal gefleckt sein. Dichter Pflanzenwuchs oder ein Ablaichkasten schützt die bereits im Muttertier geschlüpften Jungtiere vor Nachstellungen durch Fressfeinde. Oder auch nicht, wenn es zu viele werden ...

Lebensweise und Verhalten

Black Mollys sind friedliche Fische. Auch ihrem Nachwuchs stellen sie nicht so intensiv nach wie andere Lebendgebärende. Sie bevorzugen die mittleren und oberen Wasserregionen und schwimmen auf Nahrungssuche zwischen den Pflanzen umher. Dichtere Bestände werden als Verstecke genutzt, für die Paarungsaktivitäten wird freies Wasser aufgesucht. Schwarmfische sind Black Mollys nicht, sie leben aber in Gruppen.

Ernährung

Obwohl Black Mollys als Zuchtform in Gesellschaftsaquarien meist nicht älter als drei Jahre werden, sind sie als Bewohner äußerst beliebt. Unter anderem auch, weil sie als gute Algenvertilger gelten. Auch sonst geben sie pflanzlicher Kost den Vorzug, können also als herbivor eingestuft werden. Feines Flocken- und anderes Fertigfutter, das nicht zu schnell zu Boden sinkt, wird gern genommen.

Haltung

Wie alle Lebendgebärenden, kommen auch Black Mollys grundsätzlich mit vielen Bedingungen gut zurecht. Allerdings sollte bedacht werden, dass sie als Zuchtform empfindlicher sind. Daher sollten ihnen möglichst keine Schwankungen ihrer Lebensbedingungen zugemutet werden, die andere Arten dieser Familie besser vertragen. Dies gilt übrigens für alle hochgezüchteten Fischformen.
Obwohl die Wild Mollys Temperaturen von 18 bis 28 °C vertragen, mag der Black Molly es warm, 26 bis 28 °C sind ideal. Die schwarzen Fische können bereits in kleineren Aquarien ab 60 cm Kantenlänge leicht gepflegt werden. Vorteilhaft sind zahlenmäßig mehr Weibchen als Männchen.
Viele schnellwüchsige Pflanzen sorgen für ein gutes Wassermilieu sowie ausreichend Versteckmöglichkeiten in den oberen und mittleren Regionen.

Hätten Sie's gewusst?

Die Wildform wurde erstmals 1999 importiert, die Form des Black Molly ist seit 1909 bekannt und seitdem aus Gesellschaftsaquarien nicht mehr wegzudenken.

Lesenswerte Links

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren