Pflege & Gesundheit von Mäusen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Pflege & Gesundheit von Mäusen

Ein sauberer Käfig ist nicht nur aus optischen Gründen wichtig. Es trägt auch wesentlich dazu bei, den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Je nach Herkunft der Maus-Art ist eine regelmäßige Reinigung des Käfigs früher oder später nötig. Farbmäuse haben einen relativ starken Eigengeruch, dies gilt vor allem für die männlichen Tiere, die mit Urin ihr Revier markieren. Andere Mäusearten, wie z. B. Rennmäuse oder Streifengrasmäuse, setzen wesentlich weniger Urin ab, weshalb die Reinigung des kompletten Geheges bei ihnen in größeren Intervallen erfolgen kann.

Natürlich hängt dies auch immer von der Anzahl der Tiere im Gehege und der von ihnen verursachten Verschmutzung ab. Wichtig ist, dass Sie bei einer Grundreinigung niemals die gesamte Einstreu entfernen, sondern einen kleinen Rest der alten Streu im Gehege belassen. Auf diese Weise riecht das Gehege für die Mäuse nicht komplett fremd, denn die Kommunikation der Mäuse läuft teilweise über den Geruch, weshalb der gewohnte Geruch wichtig ist, um Stress zu vermeiden.

Die Grundreinigung des Käfigs

Spätestens alle zwei bis vier Wochen sollten Sie das Gehege ihrer Mäuse von Grund auf reinigen. Dazu gehört nicht nur der Wechsel der Einstreu, sondern auch die Reinigung der Einrichtungsgegenstände und Etagen. Dies muss ohne Zusätze von Putzmitteln erfolgen, da diese für die Mäuse giftig oder zumindest gesundheitsschädlich sein können.

Auch ist es vollkommen überflüssig, das Gehege bei jeder Grundreinigung zu desinfizieren. Eine gesunde Maus benötigt keine sterile Umgebung, im Gegenteil, die Desinfektionsmittel führen sogar zu Resistenzen bei den Erregern, was letztlich für die Mäuse gefährlich werden kann. (Ralf Sistermann)

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