Das dürfen Meerschweinchen nicht fressen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Das dürfen Meerschweinchen nicht fressen

Nicht zur tiergerechten Ernährung zählen leider die meisten Snacks, die Sie im Zoofachhandel kaufen können. Denn Knabberstangen, Kräcker, Ringe und ähnliche Leckerli enthalten meist Zucker/Melasse, Honig, Getreide und Mais. Diese stärke- und zuckerhaltigen Inhaltsstoffe sind schädlich für die Verdauung und führen zu teils schweren Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Durch eine häufige Verfütterung solcher Leckerchen verfetten die Tiere und werden träge. Knabberstangen und ähnliche Snacks dienen im Übrigen nicht der Abnutzung der Zähne, auch wenn dies auf vielen Verpackungen behauptet wird.

Die Verfütterung dieser Leckerli macht deshalb überhaupt keinen Sinn – weder für Sie noch die Tiere. Sie schaden Ihren Meerschweinchen höchstens! Dies gilt insbesondere für Joghurtdrops und andere Produkte, die Milch enthalten. Genauso wenig dürfen die Tiere etwas vom Tisch ihrer Halter bekommen. Absolut Tabu sind z.B. Bonbons, Getreidekörner, Kekse, Müsli, Nudeln, Reis, Salzstangen und Schokolade.

Unverträgliches Futter

Teilweise wird altes, hartes Brot als geeignetes Futtermittel empfohlen. Altes Brot ist für Meerschweinchen jedoch schwer verdaulich und enthält häufig gesundheitsschädliche Schimmelsporen. Auch wenn uns das Brot hart vorkommt, dient es übrigens nicht der Abnutzung der Backenzähne. Geben Sie Ihren Nagern lieber frische oder getrocknete Zweige verschiedener Bäume und Sträucher (mit Blättern und Blüten). Sie enthalten viele Mineralstoffe und dienen der sinnvollen Beschäftigung. Sehr beliebt und gut verträglich sind (ungespritzte) Äste von Apfel-, Haselnuss- und Birnenbäumen sowie Weiden, Johannisbeer- und Heidelbeerbüschen. Als Leckerchen können auch frisches Gemüse, Kräuter und kleine Mengen Obst gegeben werden.

Saftfutter fressen Meerschweinchen ohnehin am liebsten und es dient darüber hinaus der gesunden, abwechslungsreichen Ernährung. Zur Fütterung sind allerdings nicht alle Obst- und Gemüsesorten geeignet. Unverträglich sind: Zwiebelgewächse (z.B. Porree, Zwiebeln und Schnittlauch), Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen), Kartoffeln, Rettich, Radieschen (mit Ausnahme der Blätter), Steinobst (Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc.), exotische Früchte (z.B. Papaya, Granatapfel, Physalis, Kumquat, Litchi, Mango etc.) und Avocados. Achten Sie außerdem immer darauf, dass Sie keine ungenießbaren oder giftigen Pflanzen verfüttern! (Kathrin Aretz)

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