Papageien: gesund durch richtige Ernährung | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Papageien: gesund durch richtige Ernährung

Neben einem geräumigen Käfig bzw. einer Voliere und täglichen Freiflügen benötigen Papageien vor allem ein gehaltvolles, abwechslungsreiches Futter. Mit drei Futternäpfen können Sie die Grundversorgung Ihres Papageis sichern.
 
© animals-digital.de
Die richtige Futtermenge macht's.
Abwechslungsreiches Futter - also eine Körnermischung, Obst, Gemüse und Keimfutter - ist die Grundvoraussetzung für eine artengerechte Papageienernährung. Je nach Darbietungsweise können Sie die Vögel damit auch hervorragend beschäftigen, um Langeweile im Käfigalltag vorzubeugen. Eine der schlimmsten Situationen für Papageien ist ein zu kleiner Käfig ohne große Bewegungsmöglichkeit, kombiniert mit ständig fetthaltigem Futter in Form von Nüssen. Dies kann auf Dauer nur zu einem apathischen, übergewichtigen Vogel führen.

Täglicher Freiflug und fettarme Samen

Wer seinen Papageien keine Voliere bietet, sollte ihnen zumindest täglich zwei oder mehr Stunden Freiflug im Zimmer gönnen. Sie haben dann einen erhöhten Energieverbrauch, wodurch gehaltvolles Futter nicht so leicht ansetzt. Bei der Fütterung der Papageien ist es sinnvoll, den Beschäftigungsaspekt nicht außer Acht zu lassen. Die intelligenten Tiere leiden oft unter Langeweile, die durch geschickte Nahrungsgebung verringert werden kann. Füttern Sie nicht täglich nach dem gleichen Schema, sondern sorgen Sie für Abwechslung. Je nach Saison gibt es unzählige Sorten von Obst und Gemüse. In möglichst kleine Stücke geschnitten, kann die Aufnahme einige Zeit in Anspruch nehmen. Kleine Samen oder Kiefernzapfen können die Vögel ebenfalls stundenlang beschäftigen. Auch morsches Holz und Weidenzweige werden gerne und ausdauernd untersucht.

Die richtige Futtermenge

Es darf nun auf keinen Fall die Schlussfolgerung gezogen werden, dass Papageien ununterbrochen Futter in rauen Mengen zur Verfügung stehen sollte – nach dem Motto: „Die Tiere können so viel Futter aufnehmen, wie sie wollen.“ Dies führt häufig zu einer Fehl- oder Überversorgung, da die Tiere nicht das fressen, was sie brauchen, sondern was ihnen am besten schmeckt. Dies sind besonders fetthaltige Sämereien. Eine gute Methode ist es, den Vögeln morgens Futter zu geben, das sie vielleicht weniger gern fressen, das aber für ihre Ernährung wichtig ist. Nachmittags gibt es das übrige Futter, damit die Tiere keinen Hunger leiden müssen. Am Abend sollten die Näpfe möglichst geleert worden sein.

Artspezifische Ernährung

Ob Aras, Kakadus oder Amazonen, jede Papageienart braucht eine speziell auf sie abgestimmte Ernährung. Besonders auf den Fettgehalt ist dabei zu achten. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach viel Abwechslung. Der erste Napf sollte Sämereien enthalten, die aus nicht zu vielen Sonnenblumenkernen bestehen. Im zweiten Napf wird klein geschnittenes Obst und Gemüse gereicht. Dieses leicht verderbliche Futter ist täglich zu erneuern. Zweimal pro Woche sollte animalisches Futter in Form von etwas Käse oder Hundekuchen darunter gemischt werden. Oft vernachlässigt wird Topf drei mit einem Gemisch aus Grit (grober Sand), Futterkalk, Steinchen und Lehm. Diese Stoffe gewährleisten eine optimale Mineralstoffversorgung. Fehlt nur noch ein Napf mit täglich frischem Wasser und schon ist die Grundversorgung der Papageien gesichert. (Thomas Brodmann)
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren