Zuchtnachweisbuch | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Zuchtnachweisbuch

Ursprünglich zur Verhütung gegen die Papageienkrankheit eingeführt, dient das Zuchtnachweisbuch heute auch als Beweis für die Selbstzucht. Hier erfahren Sie, was es mit der Krankheit auf sich hat und welche Vögel dieses Dokument benötigen.
 
© Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de
Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de
Bei allen Papageienartigen ist es notwendig, ein Zuchtnachweisbuch zu führen. Es wurde eingeführt, um wirksam gegen die Papageienkrankheit vorgehen zu können. In den 1920er Jahren hat die Tierseuche sogar Todesopfer unter den Menschen gefordert. Darum wurde damals die Quarantäne für alle importierten Papageienvögel angeordnet und nach wirksamen Medikamenten zur Bekämpfung dieser heimtückischen Krankheit gesucht. Heute gibt es wirksame Mittel gegen die Papageienkrankheit, die meistens mit einer einfachen Erkältung beginnt und heute nur noch sehr selten auftritt.

Zuchtnachweisbuch

Jeder Züchter von Papageienartigen ist wegen des Auftretens der Papageienkrankheit (Psittacose) verpflichtet, ein Zuchtnachweisbuch zu führen. Daraus muss hervorgehen, wann jeder einzelne Vogel geschlüpft, verkauft (Name und Anschrift des Käufers), gekauft oder verendet ist. Jeder Vogel muss natürlich auch gekennzeichnet sein. Dafür bekommt jeder registrierte Züchter nummerierte Fußringe vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe oder von den großen Vogelzuchtverbänden. Ohne diese darf kein Papagei oder Sittich auf Zuchtschauen ausgestellt werden. Neben der Verhütung gegen die Papageienkrankheit dient die Beringung auch als Beweis der Selbstzucht. Die Vögel werden nämlich so jung beringt, dass die Ringe beim Erwachen werden nicht mehr abgestreift werden können. (Horst Bielfeld)
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