Ziervögel: Hilft kraulen gegen Krankheiten? | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Ziervögel: Hilft kraulen gegen Krankheiten?

Eine sanfte Massage gegen Schnupfen, Gleichgewichtsstörungen und um den Appetit anzuregen. Die Naturheilkunde sieht in der Stimulierung von sogenannten Energiepunkten einen "heißen Draht" zu den einzelnen Teilen des Organismus.
 
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Dicke hält ganz still, wenn Marion Wagner ihre Nasenpunkte vorsichtig mit dem kleinen Finger krault. Die Amazone, die an chronischem Schnupfen leidet, fängt kurz darauf zu niesen an – und ihre „Nase“ ist wieder frei.

Kraulen als Gesundheitsvorsorge

Beo „Vögelchen“ liebt es, mitten auf dem Kopf gekrault zu werden. „Dieser Energiepunkt ist der wichtigste Durchblutungspunkt des Organismus“, erklärt Marion Wagner, die eine Praxis für ganzheitliche Vogelheilkunde leitet. „Die Vögel halten ihrem Kraulpartner von sich aus ganz bestimmte Punkte hin, zeigen ihm die Zonen, die sie stimuliert haben wollen. Und sie zeigen auch, wenn sie genug haben. In der Regel reichen ein paar Sekunden Behandlung als Gesundheitsvorsorge.“

Sanfte Massage zur Behandlung von Krankheiten

Vögel haben, verglichen mit Mensch oder Säugetieren, nur 46 Energiepunkte. Die Naturheilkunde sieht in ihnen den „heißen Draht“ zu den einzelnen Teilen des Organismus. Durch sanfte und punktuelle Massage oder leichten Druck dieser Punkte und Zonen erreicht man Nerven, Drüsen, Organe, Sehnen, Muskeln, Knochen. Die Zone mitten auf dem Vogelkopf etwa wirkt auf Herz und Lunge und gilt als Überlebenspunkt. Hat das Tier Gleichgewichtsstörungen, beispielsweise bei Nierenerkrankungen, soll es gezielt behandelt werden. Direkt auf der Fußsohle befindet sich ein weiterer Überlebenspunkt. Er wird im Notfall wie Unfall oder Schock stimuliert. Der „Meisterpunkt des Magens“, der sich unterm Kniegelenk befindet, gilt als Appetitanreger. Und natürlich wünscht sich der Gekraulte eine beidseitige Behandlung. (Nina Blersch)
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