Steckbrief Gelbbrustara | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Gelbbrustara

Das Verbreitungsgebiet des Gelbbrustaras ist riesig. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung des Gelbbrustara.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Gelbbrustara können äußerst zahme, anschmiegsame Vögel sein.

Steckbrief

  • Körperlänge: 86 cm
  • Gewicht: 1000 - 1400 g
  • Lebenserwartung: 40 Jahre
  • Verbreitung: Von Panama bis Süd-Brasilien und Nordost-Bolivien
  • Lebensraum: Wälder und Savannen im Tiefland
  • Artbestand: Gering gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Papageien
  • Familie: Aras
  • Gattung: Aras
  • Art: Gelbbrustara (Ara ararauna)

Aussehen

Dieser an der Oberseite herrlich blau, an der Unterseite leuchtend gelb gefärbte Vogel hat eine grüne Stirn und grün-schwarze, winzige Federreihen im nackten weißen Gesicht. Kopf und Schnabel des Weibchens sind zierlicher, jedoch gelten dies Merkmale nicht als eindeutig. Ein schwarzer Kehlfleck zieht sich bis um die weißen Gesichtsseiten hoch. Der Schnabel ist schwarz, die Wachshaut ist hellgrau. Die Augen zeigen sich gelb, die Füße sind hell- bis dunkelgrau. Jungvögel haben noch dunkle Augen. 

Nachwuchs und Aufzucht

Die Brutzeit fällt wegen ihres großen Verbreitungsgebietes in sehr verschiedene Monate. Gelbbrustara-Pärchen suchen sich in hohen Bäumen eine Höhle oder benutzen das ausgefaulte Ende eines Stammes als Bruthöhle. Oft benutzt es Jahr für Jahr die gleiche Höhle. Die meistens zwei Eier des Geleges werden nur vom Weibchen 26 Tage lang bebrütet. Dafür wird es vom Männchen gefüttert. Die Jungen bleiben mit 13 - 14 Wochen verhältnismäßig lange in der Nisthöhle. Dort werden sie zuerst vom Weibchen, später dann von beiden Eltern gefüttert. Danach dauert es fast noch einen Monat, bis sie selbständig sind.

Lebensweise und Verhalten

Das Verbreitungsgebiet des Gelbbrustaras ist riesig. Er kommt von Panama bis Süd-Brasilien und dem äußersten Norden Argentiniens, dem Norden Paraguays und in Nordost-Bolivien vor. Er lebt ebenso entlang der östlichen Ausläufer der Anden in Peru, Ekuador und Kolumbien wie auch an der Pazifikküste dieser Länder. Seine bevorzugten Lebensräume sind teils feuchte, teils trockene Wäldern und auch Savannen. Mit Ausnahme von Peru findet man ihn nur in Höhen bis 500 Meter. Die Gebirgswälder meidet er. Die Paare halten treu zusammen, füttern und kraulen sich gegenseitig, sitzen eng beisammen und lassen kehlige Laute hören. Zu den Futterplätzen oder den Schlafbäumen fliegen die Vögel aber innerhalb eines Schwarms.

Kommunikation

Gelbbrustaras lassen im Flug, vor allem wenn sie ärgerlich sind oder Gefahr droht, ihr lautes, raues Schreien hören, das sich wie „raa –raa“ anhört. Im Umgang mit seinem Partner oder seiner Bezugsperson kling seine Stimme leise und angenehm. Von diesem lernt er etwas Pfeifen und nur manchmal ein wenig Sprechen.

Ernährung

Ihre Nahrung sind verschiedene Baumsamen, Früchte, vor allem Feigen, Beeren, Blätter und Blüten. Als Futter eignet sich eine Papageien- und Großsittichmischung (auch gekeimt). Dazu sollten vielerlei Früchte, Beeren und Zweige zum Benagen gegeben werden. Zur Aufzucht der Jungen kann auch Tierisches angeboten werden.

Haltung

Gelbbrustara können äußerst zahme, anschmiegsame Vögel sein. Bei der Begegnung mit anderen Menschen ist schon mal ein „Hallo!“ oder „Guten Tag“ zu hören. Die Meisten werden auch gerne angesprochen und bewundert. Als Pärchen gehalten benötigen sie eine große Voliere. Züchter benötigen allerdings viel Geduld, denn der Gelbbrustara wird wie auch die anderen Großpapageien erst mit etwa fünf Jahren geschlechtsreif.

Hätten Sie’s gewusst?

Wie auch bei anderen Großpapageien kommt es bei Gelbbrustaras häufig vor, dass er mit der Eiablage bösartig wird – manchmal auch seinem geliebten Menschen gegenüber. Die Voliere kann oft nur mit dicken Handschuhen und zusätzlichen Schutzmaßnahmen betreten werden. Die Vögel können so wütend werden, dass sie die Eier oder Jungen zerbeißen oder aus dem Nistkasten werfen.
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