Steckbrief Damadrossel | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Damadrossel

Es gibt sie in elf Unterarten von Indien bis zum Süden Chinas, ferner in Malaysia, auf Java, Bali und dem Norden Borneos. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Aussehen, Aufzucht, Lebensweise, Kommunikation, Ernährung und Haltung der Damadrossel.
 
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Steckbrief

  • Körperlänge: 20 - 23 cm
  • Gewicht: 47 - 67 g
  • Lebenserwartung: 12 - 18 Jahre
  • Verbreitung: Südostasien
  • Lebensraum: Wald-Unterholz, Bambusdickichte, Plantagen, Gärten
  • Artbestand: Nicht gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Sperlingsvögel
  • Familie: Sänger
  • Gattung: Zoothera
  • Art: Damadrossel (Zoothera citrina)

Aussehen

Kopf, Nacken und Unterseite der Damadrossel sind von der Kehle bis zum Bauch kräftig zimtbraun. Die Unterschwanzdecken sind weiß, ebenso ein Flügelspiegel. Der Rücken, die Flügeldecken, die Schwingen und der Schwanz sind von warmem Grau. Der sehr schlanke Schnabel ist schwarz, die Füße zeigen sich fleischfarben.

Nachwuchs und Aufzucht

Das Nest der Damadrossel wird in einer Höhe von ein bis fünf Metern zu einer dicken, flachen Schale in das Gezweig von Büschen oder Bäumen gebaut. Dazu werden Zweige, Moos, Wurzelfasern und feuchte Erde genommen. Die zumeist drei bis vier Eier können je nach Unterart blau, grün oder cremefarben sein und helle, rotbraune Flecke tragen. Nach einer Brutdauer von 14 Tagen bleiben die Jungen nur zwölf Tage im Nest. An den ersten Tagen verstecken sie sich im Gezweig, da sie noch nicht ganz flugfähig sind. Sie werden noch gut zwei Wochen lang von den Eltern gefüttert.

Lebensweise und Verhalten

Es gibt sie in elf Unterarten von Indien bis zum Süden Chinas, ferner in Malaysia, auf Java, Bali und dem Norden Borneos. Sie bewohnt ähnliche Biotope wie andere asiatische Drosseln, kommt aber öfter auf dem Boden von Wäldern und Bambusdickichten vor. Dort ist sie meistens paarweise oder einzeln anzutreffen. Oftmals ziehen sie aber auch mit verschiedener anderen Vögeln als „Futtergemeinschaft“ auf der Suche nach Früchten und Insekten umher.

Kommunikation

Ihr Gesang ist sehr melodisch und von weicher Klangfarbe, wohlklingend und wechselvoll. Während er im Winter und sogar während der Mauser leise vorgetragen wird, erschallt er im Frühjahr laut und volltönend. Die Rufe sind sehr verschieden: „Tschuck“ und „tzeet“ als Lock- und Stimmfühlungslaut, „kriii“ und „teer-teerr-terr“ als Warn- und Angstschrei.

Ernährung

Die Damadrossel macht sich nicht so viel aus Früchten, die als Beeren oder in kleinen Stücken angeboten werden sollten. Sie bevorzugt eher tierische Nahrung, besonders Buffalos und Mehlwürmer. Es ist jedoch wichtig, nur kleine oder frisch gehäutete Mehlwürmer zu geben, da ihre feste Chitinhülle in größerer Menge sonst leicht zu Verdauungsstörungen und Krankheit führen kann. Ameisenpuppen, Pinkys, Grillen, Heuschrecken, Käfer und Spinnen werden ebenfalls gerne genommen, auch als Wiesenplankton. Die Damadrossel sollte frühzeitig an ein grobes Weichfutter gewöhnt werden. Wird es mit Hüttenkäse, etwas Möhrensaft und einem Kalk-Mineralien-Präparat angereichert, enthält es nicht nur viele Vitalstoffe, sondern die Damadrossel nimmt es auch sehr gerne.

Haltung

Wie die übrigen Arten kann die Damadrossel in einem großen Käfig gehalten werden. Sie fühlt sich jedoch in einer gut bepflanzten Voliere, und im Sommer in einer Gartenvoliere, wohler. Generell ist sie friedlich, am Futternapf kann es aber schon mal zu dezentem Streit kommen – auch mit dem eigenen Weibchen. Ganz besonders mag sie Bäder.

Hätten Sie’s gewusst?

Manchmal müssen die Damadrosseln als Brutwirte für den Jakobinerkuckuck (Clamator jacobinus) herhalten, wenn dieser die Eier oder frisch geschlüpften Jungen aus dem Nest schmeißt, um die Nahrung für sich zu beanspruchen.
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