Steckbrief: Blauer Malawibuntbarsch | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Blauer Malawibuntbarsch

Blaue Malawibuntbarsche fressen sogar die sonst von nahezu allen Tieren verschmähten grünen Wasserlinsen. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung des Blauen Malawibuntbarsch.
 
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Typische Merkmale

  • Körperlänge: bis 12 cm
  • Lebenserwartung: 8 - 15 Jahre
  • Verbreitung: Afrika/Malwawisee
  • Lebensraum: in felsigen Gewässern
  • Lebensweise: aggressiv, revierbildend
  • pH-Wert: um 8

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Barschartige (Perciformes)
  • Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
  • Gattung: Pseudotropheus
  • Art: Blauer Malawibuntbarsch bzw. Zebrabuntbarsch (Pseudotropheus zebra)

Aussehen und typische Merkmale

Dieser attraktive Buntbarsch hat eine typisch längliche Barschform mit großem Kopf. Die Rückenflosse ist flach, reicht aber spitz ausgezogen bis an die Schwanzflosse. Brustflossen sowie die Afterflosse sind verhältnismäßig groß und ebenfalls spitz ausgezogen. Die Färbung ist meist blau und kann uni oder gestreift mit schwarzen Vertikalbändern sein. Es gibt auch gelbschwarz und blauschwarz gescheckte Formen.

Nachwuchs und Aufzucht

Die Männchen tragen auffallend gelbe Flecken an der Afterflosse, die bei den Weibchen schwächer sind oder auch ganz fehlen (Eiflecken). Sie spielen eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Befruchtung der Eier. Nach einer kurze und heftigen Balz werden die ca. 60 Eier in einer vom Männchen vorbereiteten Laichgrube abgegeben. Blaue Malawibuntbarsche sind Maulbrüter, daher werden die Eier anschließend vom Weibchen mit dem Maul eingesammelt und dort bis um Schlupf aufbewahrt und gepflegt.
Die Befruchtung geschieht nach der sog. „Eifleckmethode“ Das Männchen präsentiert seine Flecken auf der Flosse vor dem Maul des Weibchens. Dies glaubt nun, noch weitere Eier einsammeln zu müssen und versucht dies auch. Bei dieser Gelegenheit entlässt das Männchen seinen Samen in die Mundhöhle des Weibchens und befruchtet so die Eier. Nach einigen Stunden schlüpfen die Jungfische und finden weiterhin bei Gefahr im Maul der Mutter Schutz. Sie werden bis zu acht Tage nach dem Schlupf betreut.

Lebensweise und Verhalten

Die lebhaften Fische halten sich in felsigen Gewässern auf und suchen Deckung in Spalten und Höhlen. Artgenossen sowie anderen Fischen gegenüber sind Malawibuntbarsche aggressiv. Sie halten sich überwiegend in unteren und mittleren Wasserregionen auf.

Ernährung

Malawibuntbarsche sind Aufwuchsfresser (limnivor): In ihrer natürlichen und felsigen Umgebung ernähren sie sich vom Aufwuchs auf den Steinen und den darin enthaltenen Kleinstorganismen. In Aquarien können sie mit Lebendfutter aller Art und Spezialfutter für Cichliden gefüttert werden. Pflanzliche Beikost kann in Form von überbrühtem Salat und gelegentlich Spinat gereicht werden.

Haltung

Blaue Malawibuntbarsche benötigen aufgrund ihrer Aggressivität geräumige Aquarien mit einer Wassertemperatur zwischen 23 und 25° C. Am besten ist eine Unterbringung in einem Cichlidenaquarium ab 100 cm Kantenlänge. Hier findet ein Männchen mit wenigen Weibchen ausreichend Platz (Haremshaltung). Die strukturreiche Einrichtung vorwiegend aus Felsen und Steinen mit vielen Verstecken und Durchgängen lässt dennoch genügend freien Schwimmraum. Pflanzen sind nicht erforderlich, werden jedoch aus dekorativen Gründen häufig mit eingebracht. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass nur wenige Pflanzenarten die hohen pH-Werte vertragen.

Hätten Sie's gewusst?

Blaue Malawibuntbarsche fressen sogar die sonst von nahezu allen Tieren verschmähten grünen Wasserlinsen.

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