Steckbrief: Roter Guinea-Regenbogenfisch | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Roter Guinea-Regenbogenfisch

Die ruhigen und ungewöhnlich geformten Fische sind sehr empfindlich gegenüber Chlor. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung des Roter Guinea-Regenbogenfisch.
 
© Image courtesy of Simon Howden at FreeDigitalPhotos.net
Haben Sie einen Roten Guinea-Regenbogenfisch? Dann schicken Sie uns doch ein Foto!

Typische Merkmale

  • Körperlänge: 15 cm
  • Lebenserwartung: 7 Jahre
  • Verbreitung: Östliches Australien, nördliches Neu-Guinea/Sentani-See
  • Lebensraum: tropische, ruhige Regenwaldflüsse und Seen mit reicher Vegetation
  • Lebensweise: friedlicher und ruhiger Schwarmfisch, lebhaft zur Laichzeit
  • pH-Wert: 7 - 7,5

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Ährenfischartige (Atheriniformes)
  • Familie: Regenbogenfische (Melanotaenidae)
  • Gattung: Glossolepis
  • Art: Roter Guinea-Regenbogenfisch (Glossolepis incisus)

Aussehen und typische Merkmale

Wie alle Regenbogenfische ist auch dieser sehr schmal, der Kopf ist recht spitz mit kleinem Maul. Die Rückenflosse ist typischerweise geteilt, in einen kleinen Teil und einen größeren, der bis zum Schwanzstiel reicht. Die Brustflossen sind kurz. Der Körper wirkt durch den mehr oder weniger hohen Rücken sehr rund. Die Fische sind gleichmäßig rot bis hellbraun gefärbt und tragen kein Muster.

Nachwuchs und Aufzucht

Die Geschlechter lassen sich leicht unterscheiden. Das Männchen ist wesentlich hochrückiger als weibliche Artgenossen. Letztere sind außerdem gelbgrünlich oder silbrig gefärbt. Die zunächst glasklaren Eier (150 bis 200) werden bei Temperaturen von 24 bis 26° C über feingliedrigen Pflanzen wie Javamoos abgegeben. Sie sind mit Haftfäden ausgestattet und bleiben daher gut hängen (Haftlaicher). Die Jungen schlüpfen nach etwa sieben Tagen und schwimmen sofort frei. Da die Kleinen ihre Nahrung an der Wasseroberfläche aufnehmen, müssen sie achtgeben, nicht von ihren Eltern gefressen zu werden. Die Jungfische können mit feinem Lebend- und Staubfutter ernährt werden.

Lebensweise und Verhalten

Ein Schwarm Regenbogenfische führt zwar ein recht ruhiges Leben, doch sind sie gleichzeitig sehr schwimmfreudig und ziehen nahe der Uferregion umher. Die Männchen arrangieren sich innerhalb einer Rangordnung, die durch die Intensität der roten Farbe ausgedrückt wird. Je kräftiger die Farbe, desto höher die Stellung innerhalb des Schwarms. Die Fische sind friedlich und können mit anderen ruhigen (bodenbewohnenden) Arten vergesellschaftet werden.

Ernährung

Am Maul der Regenbogenfische ist bereits erkennbar, dass sie sich während der Nahrungssuche verstärkt an der Wasseroberfläche orientieren. Sie fangen Insektenlarven und Kleinkrebschen. Dementsprechend können sie mit Lebend- und Frostfutter aller Art gefüttert werden. Ab einer entsprechenden Größe kann den einzelnen Fischen auch gelegentlich geschabtes Rindfleisch gereicht werden. Dabei darauf achten, dass auch alles gefressen wird und nicht am Boden liegend das Wasser belastet.

Haltung

Die roten Fische mit dem typisch hohen Rücken werden auch Lachsrote Regenbogenfische genannt. Sie sind nur etwas für sehr geräumige Aquarien. Diese benötigen einen besonders ruhigen Standort, denn Rote Guinea-Regenbogenfische können recht schreckhaft sein. Sehr dekorativ sind in diesem Zusammenhang freistehende und ggf. mehreckige Aquarien, in denen sich der hochwachsende Pflanzenbestand im Zentrum befindet. So kann der Schwarm mit den großen Fischen ungehindert umherziehen, ohne ständig umdrehen zu müssen. Ein Schwarm besteht aus mindestens acht Individuen. Mindestens zwei der Fische müssen Männchen sein, damit sie eine Rangordnung bilden können. Einzelne Männchen kümmern und werden zunehmend blass. Der Boden des Aquariums kann z.B. mit Speerblättern und Javafarn bepflanzt sein, weißes Lochgestein unterstützt die Härte des Wassers und setzt optische Akzente. Die Temperatur sollte zwischen 22 und 24° C liegen. Die Fische bevorzugen härteres Wasser ab 15° dGH und höher. Die dichte Bepflanzung muss entsprechend robust sein – Vallisnerien gehören z.B. dazu.

Hätten Sie's gewusst?

Die ruhigen und ungewöhnlich geformten Fische sind sehr empfindlich gegenüber Chlor.

Lesenswerte Links

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren