Pflanzen für Schildkrötenaquarien | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Pflanzen für Schildkrötenaquarien

Pflanzen sorgen zwar bekanntermaßen für eine gute Wasserqualität, sind aber wegen der besonderen Bedingungen in einem Aquaterrarium mit Schildkröten nur bedingt einsetzbar.
 
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Ein im Vergleich zur Schildkröte geräumiger Wasserbereich mit dem Schwerpunkt einer großen Grundfläche kann durchaus kräftige Pflanzenarten aufnehmen.

Sauberkeit ist oberstes Gebot

Schildkröten fressen viel Fleisch, und das im Wasser. Auch ihre Ausscheidungen hinterlassen sie hier. Aus diesem Grund ist ein leistungsstarker Filter im Wasserbereich des Terrariums unerlässlich. Wenn möglich, sollten Ausscheidungen sofort mit einem Käscher entfernt werden und keine Futterreste im Wasser verbleiben. Pflanzen könnten häufige Reinigungsarbeiten schlecht vertragen oder beschädigt werden und erlangen Schaden möglicherweise auch durch die Bodenaktivitäten der Schildkröten. Kümmernde Pflanzen oder gar verrottende Pflanzenteile verbessern natürlich nicht die Wasserqualität, eher im Gegenteil. Allerdings spielen auch die Lebensweise der jeweiligen Schildkrötenart und der zur Verfügung stehende Raum eine große Rolle. 

Eine möglichst pflegeleichte Einrichtung

Viele Schildkrötenpfleger verzichten daher im Wasserbereich weitgehend auf Pflanzen, und auch der Bodengrund besteht aus einer nur dünnen Schicht Sand. Die Strömung des Filters erreicht somit jede Ecke und vermindert so häufige mechanische Eingriffe, die die Tiere stören könnten. Die Pflanzen befinden sich hauptsächlich an Land und können auch über dem Wasserbereich herunterhängend oder rankend angebracht werden. Diese Variante empfiehlt sich in Wasserbereichen, die im Verhältnis zur Schildkröte eher klein sind, und wenn die Tiere jeden Winkel ausnutzen. Kleine Wassermengen brauchen mehr Pflege als geräumige Schwimmbereiche.

Pflanzenarten für den Pool

Ein im Vergleich zur Schildkröte geräumiger Wasserbereich mit dem Schwerpunkt einer großen Grundfläche kann durchaus kräftige Pflanzenarten aufnehmen – zur Verbesserung der Wasserqualität und natürlich für die Optik des Betrachters. Schwertpflanzen (Echinodorus) sind unverwüstlich und durch ihre rosettenförmige Wuchsform und die großen Blättern gut geeignet. Sie können derart in Gruppen arrangiert werden, dass noch genügend freier Schwimmraum für die tierischen Bewohner zur Verfügung steht. In einem Aquaterrarium sind natürlich auch Pflanzenarten attraktiv, die über den Wasserspiegel hinauswachsen. Eine der beliebtesten ist die sog. Efeutute, die im Substrat an Land genauso gut wurzelt wie im Wasser oder vom einen Ende ins andere wächst. Sie ist sehr nitratziehend und von robuster Struktur. Allerdings ist sie giftig, daher sollte unbedingt beobachtet werden, ob eines der Tiere sie anfrisst. Für diese Lebensweise in beiden Bereichen – Wasser und Land – sind viele sog. Zimmerpflanzen gut geeignet. Besonders ansprechend in Aquaterrarien sind auch die grünen, gebogenen Bambusstäbe.

Eine Alternative sind Kunstpflanzen. Sie sind ausgesprochen pflegeleicht, und der Handel bietet eine Fülle attraktiver Arten mit natürlichem Erscheinungsbild. (Annette Berkelmann)

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