Steckbrief: Glanvieh

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung vom Glanvieh.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Glanvieh aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Rheinland-Pfalz
  • Größe: 140 - 150 cm (Stier) bzw. 135 - 140 cm (Kuh)
  • Gewicht: 1.000 - 1.100 kg (Stier) bzw. 600 - 700 kg (Kuh)
  • Farbe: einfarbig gelbbraun bis rötlich-braun
  • Nutzung: Fleisch (vorrangig) und Milch

Herkunft

Im 18. Jahrhundert wurde in Rheinland-Pfalz in der Umgebung des Flusses Glan aus einer kleinen roten Landrasse durch Einkreuzung verschiedener anderer Rinderrassen wie Braunvieh, Simmentaler Fleckvieh und Charolais das Glanvieh zunächst als Arbeitstier gezüchtet. Die Einkreuzung weiterer Rassen nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einer Steigerung der Milchleistung und schließlich zu dem fleischbetonten Zweinutzungsrind der heutigen Zeit. Durch die hohe Verdrängung durch andere Rassen gilt das Glanvieh heute allerdings als sehr gefährdet.

Aussehen

Das kräftige, mittelrahmige Glanvieh ist einfarbig gelbbraun bis rötlichbraun gefärbt, wobei Augen, Maul, Unterbauch und Beine heller sind. Am breitstirnigen, kurzen Kopf sitzen gelbliche, leicht abwärts geneigte Hörner.

Nutzung 

Früher wurde das Glanvieh vorrangig als Arbeitstier in der Landwirtschaft eingesetzt. Heute liefern Glan-Kühe eine Milchmenge von etwa 4.500 Kilogramm bei relativ hohem Fettgehalt, und die Fleischqualität ist gut. Durch ihre genügsamen Ansprüche an Futter und Weide, die hohe Fruchtbarkeit und problemlose Abkalbungen sind sie für verschiedene Haltungsformen, vor allem auch für die Mutterkuhhaltung, geeignet. 

Zuchtverein

Verein zur Erhaltung und Förderung des Glanviehs

Hätten Sie´s gewusst?

Der „Pfalzgraf“ Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken befahl mit einer Verordnung am 12.09.1773 die Verbesserung der alten roten Landrasse durch Einkreuzung anderer Rinderrassen – es entstand das Glanvieh.
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