Steckbrief Zebrarennschnecke | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Zebrarennschnecke

Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Aussehen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung der Zebrarennschnecke.
 
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Das ist keine Zebrarennschnecke. Haben Sie eine? Dann schicken Sie uns doch ein Foto!

Typische Merkmale

  • Körperlänge: gut 2 cm
  • Lebenserwartung: 4 Jahre, möglicherweise mehr
  • Verbreitung: Südostasien/Thailand, Malaysia, Indonesien, Sumatra
  • Lebensraum: schnellfließende Gewässer, Gezeitenzone und angrenzende Süßgewässer
  • Lebensweise: gesellig
  • pH-Wert: 7 - 8

Systematik

  • Klasse: Schnecken (Gastropoda)
  • Ordnung: Neritopside
  • Familie: Kahnschnecken (Neritidae)
  • Gattung: Vittina
  • Art: Zebrarennschnecke (Vittina coromandeliana)

Aussehen und typische Merkmale

Das glatte, ovale Schneckenhaus scheint fast nur aus der letzten, großen Windung zu bestehen. Auf diese Weise wird fast das gesamte Weichtier im Inneren bedeckt. Dies bietet ausreichend Schutz vor Feinden und der ggf. starken Strömung im natürlichen Lebensraum. Der weißliche bis gelbe Deckel ist mit einem roten Rand geschmückt und kann das Schneckenhaus bei Bedarf verschließen.
Die Grundfarbe des Hauses ist Bräunlich bis Orange, mit schwarzen Längsstreifen bedeckt. Die Breite der Streifen ist sehr variabel, mal sind sie sehr schmal und filigran, dann wieder sehr breit – gelegentlich sogar gezackt. Der Körper ist – soweit erkennbar – dunkel, manchmal mit weißen Flecken, die Sohle des muskulösen Schneckenfußes ist grau.

Nachwuchs und Aufzucht

Eine Nachzucht ist bisher leider nicht gelungen. Rennschnecken sind getrenntgeschlechtlich, die Weibchen formen nach erfolgreicher Befruchtung einen ovalen, weißlichen Kokon. Der Nachwuchs wird bereits im Larvenstadium im Meerwasser abgegeben. Hier entwickeln sich die Larven erst dann zu kleinen Schnecken, wenn sie auf der Rückreise in die Gezeitenzone und angrenzende Fließgewässer sind. 

Lebensweise und Verhalten

Die hübschen Weichtiere sind recht gesellig und immer in Gruppen unterwegs. Häufig wird direkter Kontakt unter den Tieren beobachtet. Anderen Mitbewohnern gegenüber sind sie völlig harmlos. Sie sind fast ständig damit beschäftigt, Nahrung abzuweiden. Besteht großer Nahrungsmangel, wandern sie in ein anderes Gewässer.

Ernährung

Unermüdlich sind die Tiere dabei, Algen und Aufwuchs vom harten Untergrund abzuraspeln. Sie fressen sogar Kieselalgen und anderen Bewuchs von Aquariumscheiben und harten Pflanzen. Im Aquarium nehmen sie gern auch Obst, Gemüse und andere gebotene Futtersorten ihrer Mitbewohner.

Haltung

Aufgrund ihrer massiven Schneckenhäuser benötigen Zebrarennschnecken härteres Wasser. Als Tropenbewohner schätzen sie warme Temperaturen, 22 bis 25° C empfinden sie offenbar als optimal. Da die Tiere weitgehend mit Kiemen atmen, muss das Wasser unbelastet und sauerstoffreich sein. Einige Algen und Mulmecken sind von Vorteil, denn auch hier suchen die Tiere nach Nahrung.
Eine Vergesellschaftung ist meist unkompliziert, besonders in kleinen Garnelenaquarien machen sich die attraktiven Häusleträger gut. Cichliden und größere Schmerlen sollten nicht zu den Mitbewohnern gehören, sie könnten die kleinen Schnecken zu sehr belästigen.

Hätten Sie’s gewusst?

Herrscht dauerhafter Nahrungsmangel und/oder fühlen sich Zebrarennschnecken zu sehr bedrängt, können sie sich dazu entschließen, das Aquarium zu verlassen.

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