Steckbrief: Austalops | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Austalops

Erfahren Sie hier alles über Rassemerkmale, Farbenschläge und Besonderheiten von Austalops.
 
Steckbrief: Austalops © BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter)
So sehen Austalops aus.

Merkmale

  • Gewicht: 3 - 3,5 kg Hahn, 2 - 2,5 kg Henne
  • Ringgröße: 22 Hahn, 20 Henne
  • Schalenfarbe der Eier: Hellbraun
  • Bruteier- Mindestgewicht: 55 g
  • Rassengruppe: Asiatischer Typ
  • Verbreitung: sehr häufig
  • Leistungsmerkmale: gute Legeleistung (190 Eier pro Jahr) und Fleischnutzung

Gesamterscheinung

Aufgrund des Federreichtums und der ausladenden Körperform erscheinen Australorps recht massig. Dazu tragen die breite Schulter- und Sattelpartie ebenso bei wie die vorgewölbte Brustlinie, die besonders bei der Henne in Verbindung mit der gut entwickelten Bauchpartie zum Ausdruck kommt. Die Oberlinie verläuft vom gut befiederten Hals über den mäßig langen Rücken in geschwungener Linie bis zum mittellangen, breit angesetzten Schwanz, der beim Hahn außer den Steuerfedern zahlreiche Haupt- und Nebensicheln aufweist. Die Schenkel sind nur wenig sichtbar, die Läufe nur mittelhoch. Waagerecht sind Körperhaltung und Flügellage, die Sattelpartie recht gefüllt und die Schultern breit mit harmonischer Abrundung. Vier bis sechs Zacken trägt der Kamm, der bei beiden Geschlechtern aufrecht stehen soll. Trotz fast üppiger Federfülle soll das Gefieder straff anliegen. Intensiver grüner Glanz verleiht der Rasse im schwarzen Farbenschlag ein "vornehmes" Aussehen. Passend zur Gefiederfarbe sind die dunkelbraunen Augen, bei den Weißen allerdings sind sie rotbraun. Die Lauffarbe ist je nach Farbenschlag Blau bis Schwarz.

Rassegeschichte

Im Rassenamen sind sowohl die Entstehungsregion als auch eine der verwendeten Ausgangsrassen enthalten: Australien ist das Herkunftsland, Orpington wurden neben Langschan und möglicherweise auch Rhodeländer verwendet. Von Anfang an wurde ein Huhn mit hoher Legeleistung und guter Fleischnutzung angestrebt und auch erzielt. Im Amerikanischen Standard war die Rasse 1929 enthalten. In Deutschland fand die offizielle Anerkennung erst 1952 statt. Deutsche Züchter setzten dann weitere Rassen zur Veredelung ein: Rheinländer, Deutsche Langschan, Barnevelder und New Hampshire.

Farbenschläge

Schwarz, Weiß, Blau-gesäumt. Der in Südafrika herausgezüchtete Farbschlag "Golden" hat bisher nicht Einzug in deutsche Zuchten gefunden.

Besonderheiten

Rassemäßig am besten gefestigt ist der schwarze Farbschlag. Weiße sind nicht leicht in der klaren Farbe zu erzielen, denn Hähne neigen dazu, im Schmuckgefieder gelbe Einlagerungen zu bilden. Blau-gesäumte zeigen im Ideal ein gleichmäßiges, reines Taubenblau mit schwärzlichem Saum um jede Feder. Alljährlich werden größere Kollektionen feiner Tiere ausgestellt, die fast immer viel Ausstrahlung in Richtung Robustheit, Vitalität und Kondition zeigen. Die Beliebtheit dieser Rasse hängt nicht zuletzt mit der hohen Legeleistung und der problemlosen Haltung bei entsprechenden Voraussetzungen zusammen. (Dr. Horst Schmidt)

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