Haltung von Rassetauben | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Haltung von Rassetauben

Haus- und Rassetauben werden in sogenannten "Schlägen" untergebracht. Bei der Größe und Inneneinrichtung müssen allerdings die rassespezifischen Eigenarten beachtet werden.
 
Haltung von Rassetauben © pixabay.com/Badziol40 (CC0 Public Domain)
Wie müssen Rassetauben artgerecht gehalten werden?
Seit jeher werden Haus- und Rassetauben in Schlägen untergebracht. Je nach Größe, Temperament, Gefiederstruktur und rassespezifischen Eigenarten sind die Ausdehnungen der Schläge und die entsprechende Inneneinrichtung vorzusehen.Nicht immer benötigen die kleinen Rassen die kleinsten Unterkünfte, da nicht selten ihr Bewegungsdrang und das Flugbedürfnis besonders ausgeprägt ist, zum Beispiel bei einigen Tümmler-Rassen. Dann richtet sich die Schlaggröße nach der Anzahl der Paare, bzw. Jungtiere, die dauerhaft untergebracht werden sollen. Empfohlen wird für ein normal großes, glattfüßiges Rassetaubenpaar ein Raum von etwa ein Kubikmeter.

Da jedes Paar eine separate Nistzelle benötigt, die auch in ihrem Größenmaß der Größe der jeweiligen Rasse angepasst sein muss, sollte ausreichend Platz fur die Zellenwände vorgesehen werden. Breite, Höhe und Tiefe der Einzelzellen müssen für kleinere Rassen mindestens 70 Zentimeter, für größere Rassen bis zu 100 Zentimeter betragen. Zum Anpaaren sollen die Zellen verschließbar sein, damit die Partner einige Tage darin ungestört verbleiben können. In den Zellen werden Nistschalen aus Ton, Holz oder Kunststoff zur Verfügung gestellt.

Ausrichtung des Ausflugs ist wichtig

Helle, geräumige Schläge in Holz- oder in massiver Steinbauweise, möglichst nicht mehr als zwei Meter Innenhöhe, müssen zugluft- und frostfrei sein. Werden die Tauben im Freiflug gehalten, ist möglichst in Südrichtung der Ausflug anzubringen. Sicherer Verschluss in den Nachtstunden als Schutz vor Mardern, Waschbären, Ratten und Wieseln ist wichtig. Zur weiteren Schlagausstattung gehören die hochgestellten Futter- und Tränkeplätze mit zusätzlichen Behältern für Grit und Taubenstein. Die Bodeneinstreu kann aus Sand, gepresstem und zerkleinertem Stroh oder Hobelspänen bestehen. (Dr. Horst Schmidt)

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