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Steckbrief Buchfink

Buchfinken bewohnen die lichten Wälder, Gärten und Parks Europas. Erfahren Sie im Steckbrief Details zu Fortpflanzung, Entwicklung, Lebensweise, Verhalten, Kommunikation und Ernährung des Buchfink.
 
Steckbrief Buchfink © K.-U. Häßler / Fotolia
Buchfinken wählen ihre Nistplätze oft in unmittelbarer Nachbarschaft zu brütenden Singdrosseln oder Amseln.

Steckbrief

  • Körperlänge: 14 -16 cm
  • Gewicht: 20 - 23 g
  • Lebenserwartung: 1 bis 2 Jahre
  • Verbreitung: Europa, Nordafrika, Westasien
  • Lebensraum: Lichte Wälder, Gärten, Parks
  • Artbestand: Nicht gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Sperlingsvögel
  • Familie: Finken
  • Gattung: Edelfinken
  • Art: Buchfink (Fringilla coelebs)

Aussehen

Der Buchfink hat einen blaugrauen Kopf, eine rotbraune Brust und ist gut an seinen beiden breiten, weißen Flügelbinden, weißen Schwanzkanten und seinem graugrünen Bürzel zu erkennen. Er ist etwa so groß wie der Haussperling, insgesamt jedoch schlanken. Sein Schwanz ist hingegen etwas länger. Der Rücken zeigt sich bei den Männchen braun, bei den Weibchen grünbraun. Die weißen Flügelbinden sind bei den weiblichen Vögeln schmäler.

Fortpflanzung und Entwicklung

Buchfinken erlangen ihre Geschlechtsreife im Frühjahr des zweiten Kalenderjahres. Im Frühjahr verlassen die Männchen meist ihren kleinen Schwarm. Dann lassen sie sich in Baumwipfel nieder, um ihr Brutrevier zu kennzeichnen. Auch wenn dabei häufig schon Brutplätze geprüft werden, erfolg die endgültige Suche und Wahl durch das Weibchen. Als Nistplätze dienen Astgabeln oder Gebüsche. Das Nest wird vom Weibchen aus Gräsern, Mossen, Halmen, Flechten und feinen Wurzeln gebaut und innen mit Federn gepolstert. In der Zeit von Mai bis Juni kommt es zu ein bis zwei Bruten. Die vier bis fünf bläulich-weißen, lila gefleckten Eier werden ca. zwei Wochen bebrütet. Nach dem Schlupf füttern beide Eltern die Jungen, die bereits zwei Wochen später flügge sind.

Lebensweise und Verhalten

Buchfinken bewohnen die lichten Wälder, Gärten und Parks Europas. Aber auch in Steppen und Wüstenzonen Nordafrikas, auf den Azoren, Madeira, den Kanarischen Inseln und ostwärts bis Mittelsibirien und zum Kaspischen Meer sind sie anzutreffen. Buchfinken führen in der Regel eine monogame Brut- oder Saisonehe. Ihre Brutplatztreue ist hoch – ein Großteil der Vögel kehrt wieder zu den Brutplätzen des Vorjahres oder in deren unmittelbare Nähe zurück. In kleinen Verbünden lebend, steckt das Männchen zur Brutzeit das Revier ab, das es gegenüber Rivalen verteidigt. Lediglich zum Nahrungserwerb begibt es sich auf neutrales und zum Teil auch fremdes Territorium. Dies wird von den Reviergegnern meistens toleriert, solange es stumm bleibt.

Kommunikation

Das Repertoire dieses Vogels ist sehr vielfältig und reicht von einem weichen "jupp", das er bevorzugt im Flug hören lässt, bis zum scharfen "fink!", das dem Ruf der Kohlmeise sehr ähnlich ist. Bekannt ist der Buchfink für seinen Regenruf, der lokal variiert und in Nordeuropa häufig als kraftvolles "hüitt" und in Mitteleuropa oft rollender und gerader als "rrhü" vorgetragen wird. Dieser Ruf erklingt nur während der Brutzeit. Seinen Namen trägt er deshalb, weil er kurz bevor oder mit dem Einsetzen des Regens zu hören ist, wenn die Rufe der anderen Vögel bereits verstummt sind. 

Ernährung

Während der Brut und Mauser ernähren sich Buchfinken überwiegend von Insekten wie Raupen, Blattläusen, Käfern, Ameisen, Spinnen und anderen Kleintieren. Außerhalb dieser Zeit überwiegt der Anteil an pflanzlicher Nahrung. Ausgereifte Samen, Gräser, Beeren, Früchte und Sämereien werden gerne genommen. Die Nestlinge werden ausschließlich mit animalischer Nahrung gefüttert. 

Hätten Sie’s gewusst?

Buchfinken wählen ihre Nistplätze oft in unmittelbarer Nachbarschaft zu brütenden Singdrosseln oder Amseln. Der Grund dafür ist vermutlich, dass sich das brütende Weibchen in der Gemeinschaft mit anderen Brutvögeln sicherer fühlt.
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