Die Inneneinrichtung des Kaninchenheims

Haben Sie sich für zwei oder mehr Kaninchen als neue Familienmitglieder entschieden, geht es jetzt darum, den Neuankömmlingen ein schönes Zuhause zu bieten. Doch was ist bei Kaninchen zu beachten? Wie muss die Inneneinrichtung des Geheges aussehen? Wir haben Ihnen die wichtigsten Punkte zusammengefasst.
 
Kaninchen werden immer beliebter als Familienmitglieder, doch was ist bei der Haltung zu beachten? © alessiom – stock.adobe.com
Kaninchen werden immer beliebter als Familienmitglieder, doch was ist bei der Haltung zu beachten?
Jedes Kaninchengehege benötigt als Basiszubehör zwei Toiletten (inkl. Einstreu), einen festen, schweren Futternapf (z.B. aus Ton) und einen Trinknapf bzw. eine Trinkflasche. Trinknäpfe sind den Trinkflaschen vorzuziehen, da sie den Tieren ein natürliches Trinken ermöglichen und leichter zu reinigen sind. Trinknäpfe haben allerdings den Nachteil, dass das Wasser durch verschmutzte Einstreu verunreinigt werden kann.

Dieses Problem kann umgangen werden, indem im Gehege weitestgehend auf Einstreu verzichtet wird. Benutzen die Kaninchen die Toilette, kann die übrige Fläche des Geheges z.B. mit alten Bettlaken ausgelegt werden. Ist dies nicht möglich, müssen Sie auf Trinkflaschen zurückgreifen. Da sich hier aber leicht Bakterien ansiedeln, muss die Flasche mindestens einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden. Frisches, handwarmes Wasser erhalten die Tiere täglich.


Ein Trinknapf ermöglicht den Kaninchen natürliches Trinken. © Africa Studio – stock.adobe.com


Futter: Heuraufen im Kaninchengehege

Frisches Heu bildet das Hauptfutter von Kaninchen. Damit das Heu nicht verunreinigt wird, kann es den Tieren in Heuraufen gereicht werden.

Sie können Ihre Heuraufe aber auch selbst bauen, indem Sie im Baumarkt beispielsweise einen Ziegelstein mit Löchern besorgen und Zweige (z.B. von Apfel- und Birnenbäumen, Heidelbeer- oder Johannisbeerbüschen) hineinstecken. Zwischen die Äste und Blätter kann das Heu verteilt werden.

Wenn Ihre Kaninchen das Heu nicht durch Kot verunreinigen, kann es auch in einer Ecke des Käfigs direkt auf den Boden gelegt werden. 
 
Vorsicht: Viele Gitterheuraufen, die im Käfig angebracht werden können, bergen die Gefahr, dass die Tiere hineinspringen oder sich auf andere Weise daran verletzen können. Besser sind Heuraufen, die von außen am Gehege befestigt werden.


Heuraufen außen am Kaninchenheim beugen Verletzungen vor. © robertuzhbt89 – stock.adobe.com


Versteckmöglichkeiten für Kaninchen:

Im Kaninchenheim dürfen Höhlen und andere Verstecke keinesfalls fehlen. Außerdem lieben Kaninchen Etagen in verschiedenen Größen, die sie über flache Rampen oder Treppen erreichen können. Handelsübliche Holzhäuschen für Zwergkaninchen müssen mindestens 30 x 40 cm groß sein und ein Flachdach (als erhöhte Sitz- und Liegefläche) haben. Idealerweise ist das Häuschen so geräumig, dass wenigstens zwei Kaninchen gemeinsam darin liegen können.

Jedes Haus sollte über mindestens zwei ausreichend große Ausgänge verfügen, damit jedes Kaninchen immer einen Ausweg findet.

Eine Alternative zu Holzhäusern sind Röhren aus Kork. Der Durchmesser sollte für ein Zwergkaninchen etwa 20 bis 25 cm betragen. In manchen Zoofachgeschäften und Internetshops werden darüber hinaus Stofftunnel angeboten, die bei den Langohren ebenfalls sehr beliebt sind. Auch Holzbrücken aus Weidenzweigen werden gerne als Unterschlupf genutzt.

Sie können die Verstecke natürlich auch selber bauen: Mit unseren Bastelideen für Kaninchen können Sie Ihren Lieblingen ein ganz persönliches Versteck bieten.

Sämtliche Verstecke müssen regelmäßig mit heißem Wasser und ggf. etwas Essig gereinigt werden. Da Materialien aus Holz und Kork gerne angeknabbert werden, müssen die Verstecke von Zeit zu Zeit ersetzt werden.
Nagematerial (z.B. in Form von Holzgegenständen und Zweigen) sollte den Tieren ohnehin stets zur Verfügung stehen und dient der sinnvollen Beschäftigung.


Ein solches Versteck aus Holz macht jedes Kaninchen glücklich! © Claudia Paulussen – stock.adobe.com
 

 

Checkliste Kaninchengehege: Das darf nicht fehlen

  • Toiletten mit Einstreu
  • Futternapf
  • Trinknapf
  • Häuser mit Flachdach als Liegefläche
  • Heuraufen
  • weitere Versteck- und Beschäftigungsmöglichkeiten
 

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