Trauer um verstorbenen Hund – das kann Ihnen jetzt helfen

Der Verlust des Hundes quält viele Menschen noch lange Zeit nach dem Tod des geliebten Tieres. Lesen Sie hier, was Ihnen bei der Trauerbewältigung helfen kann.

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Es gibt viele Wege, um die Trauer zu bewältigen, wenn ein geliebter Hund stirbt.© Lorenzo_Ferrucci-stock.adobe.com

Kein freudiges Bellen mehr, wenn die Haustür aufgeschlossen wird, niemand streift mehr mit wedelndem Schwanz um die Beine und keine feuchte Hundeschnauze mehr auf den Knien. Beim Anblick der leeren Futterschüssel füllen sich die Augen mit Tränen. Niemand muss sich deshalb schämen – der Tod eines geliebten Hundes kann sehr schmerzhaft sein, wie Studien beweisen. Doch es gibt viele Möglichkeiten, den Tod des geliebten Hundes zu verarbeiten.

Trauerhilfe für Hundehalter

Es kann helfen, über den Verlust des Hundes zu reden. Dafür können Sie sich an Familie, Freunde oder andere Gleichgesinnte wenden, die Ihre Trauer verstehen können.

Auch Selbsthilfegruppen bieten eine Möglichkeit des Austauschs. Einige Tierärzte haben sich auf die Trauerbewältigung spezialisiert, an die Sie sich wenden können, wenn Ihr Hund verstorben ist.

Foren im Internet bieten die Möglichkeit, sich über den Tod des Hundes mit anderen Hundeliebhabern auszutauschen. Diese Menschen werden Ihre Trauer verstehen und vielleicht sogar nachempfinden können. Genauso finden Sie bei Beratungsstellen Gehör. Das Tierseelsorge-Team des Tier & Mensch Franziskushilfe e.V. hat beispielsweise ein Sorgentelefon eingerichtet, das Sie zu verschiedenen Zeiten kontaktieren können.

Tierfriedhöfe haben sich nicht nur als Gedenkstätte erwiesen, sondern auch als Ort, um andere Betroffene zu treffen und um sich mit ihnen auszutauschen.

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Über den Schmerz zu reden, ist wichtig.© stock.adobe.com/Paolese

Nicht alle verstehen die Trauer

Nicht alle Bekannten werden Ihre Trauer um Ihren verstorbenen Hund verstehen können. Sollten Sie das Gefühl haben, mit Ihrem Schmerz nicht ernstgenommen zu werden, sollten Sie sich an andere Menschen wenden. Den Verlust Ihres Hundes können Sie besser bewältigen, wenn Sie sich verstanden und mit Ihrer Trauer akzeptiert fühlen. Sätze wie "Das war doch nur ein Tier" sind wenig hilfreich und niemand, der gerade einen Hund verloren hat, muss sich das anhören. Immerhin war der Hund ein Familienmitglied, ständiger Begleiter und Teil eines Lebensabschnitts.

Geben Sie sich selbst Zeit, um mit der Situation fertigzuwerden. Denn der Verlust eines geliebten Vierbeiners ist immer schwer und muss mit viel Geduld verarbeitet werden. Auch wenn es wohl immer traurig sein wird, dass Ihr Hund nicht mehr an Ihrer Seite sein kann, so werden mit der Zeit vor allem die schönen Erinnerungen bleiben und die Dankbarkeit, so eine schöne Zeit mit dem Hund gehabt haben zu können.

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Jeder geht anders mit dem Tod eines Hundes um.© Ulia Koltyrina-stock.adobe.com

Ein neuer Hund zur Trauerbewältigung?

Wie viel Zeit sollte vergehen, bis man sich nach dem Tod eines geliebten Hundes einen neuen Hund anschafft? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, denn jeder geht unterschiedlich mit Trauer um. Während die einen Monate oder Jahre brauchen, bis sie sich auf einen neuen Hund einlassen können, legen sich die anderen schon nach ein paar Tagen einen neuen zu.

Beides ist in Ordnung. Sich schnell wieder einen neuen Hund zuzulegen bedeutet nicht, dass man weniger trauert. Lassen Sie die Trauer aber auf jeden Fall bewusst zu und verdrängen Sie es nicht.

Vielen Menschen hilft eines neues Tier sogar bei der Trauerbewältigung. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Wichtig ist dabei nur, dass Sie den neuen Hund als individuelles Tier betrachten und nicht als Ersatz für den verstorbenen. Denn jeder Hund ist unterschiedlich und so wird der neue Hund wahrscheinlich ganz anders sein als Ihr alter. Mit eigenen Vorlieben, Charakterzügen und Eigenheiten - und das ist auch gut so.

Bereit für einen neuen Hund?

In der Regel wird Ihnen Ihr Gefühl sagen, ob Sie bereit für einen neuen Hund sind oder nicht. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie sich aber folgende Fragen stellen:

  • Wenn Sie nicht alleine leben: Sprechen Sie mit den anderen Personen im Haushalt. Wie geht es ihnen? Sind sie bereit für einen neuen Hund?
  • Denken Sie an Ihren verstorbenen Hund: Erfüllt es sie nach wie vor mit purer Trauer oder denken Sie mit einem Lächeln an die gemeinsame Zeit zurück?
  • Stellen Sie sich vor, einen neuen Hund zu haben: Denken Sie dabei automatisch an Ihren alten?
  • Fragen Sie sich selbst, ob Sie unabsichtlich „Erwartungen“ an den neuen Hund haben. Wie würde es Ihnen gehen, wenn der neue Hund ganz anders ist als der alte?
  • Fahren Sie in ein Tierheim und sehen Sie sich die Hunde dort an. Packt Sie dabei eher Wehmut oder die Vorfreude auf ein neues Tier?
  • Überdenken Sie Ihre Lebensumstände: Hat sich da vielleicht etwas geändert? Kann es sein, dass Sie vielleicht gar keine Zeit oder keinen Platz mehr für einen Hund haben?

Selbstverständlich ist es auch in Ordnung, sich gar keinen neuen Hund mehr anzuschaffen. Wer aber dennoch gern tierische Begleitung hätte, kann sich ja überlegen, ob vielleicht ein anderes Haustier zu ihm passen würde.

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