Psychogramm des Hundehalters

Eine Psychologin der Univeristät Bonn hat drei Typen von Hundehaltern ausgemacht. Wo gehören Sie dazu?

Hundehalter Psychologie Typ
Es gibt drei Hundehalter-Typen.© adobestock.com/NDABCREATIVITY

Dr. Silke Wechsung befragte fast 3.000 Hundehalter. Dabei erhob Sie sowohl Daten über den Menschen selbst als auch zu dem zugehörigen Hund. In Ihrer Studie berücksichtigte die Psychologin außerdem folgende Faktoren:

  • Verhalten der Hunde gegenüber ihrer Menschen
  • artgerechte Hatlung
  • Reaktion des Hundes auf Anweisungen des Halters
  • Fachwissen des Hundehalters

Die Ergebnisse sollten also auch zeigen, wie zufrieden der Hund mit seinem Menschen ist. Auf diese Weise machte Dr. Silke Wechsung drei verschiedene Hundehalter-Typen aus.

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Die Reaktion des Hundes auf Anweisungen war entscheidend.© Stock.adobe.com/encierro

Die drei Hundehalter-Typen

Insgesamt war die Psychologin mit den Hundebesitzern zufrieden. Doch ein Viertel aller untersuchten Mensch-Hund-Beziehungen sei mangelhaft, weil die Halter mit dem Tier ausschließlich eigennützige Motive verfolgen. Folgende drei Typen von Hundehaltern hat die Forscherin ausgemacht:

  • Der prestigeorientierte Hundehalter (Typ 1): Er will mit dem Hund u.a. sein eigenes Selbstbewusstsein stärken und sein Ansehen bei anderen Menschen verbessern. Wie es seinem Hund dabei geht, interessiert ihn nicht besonders, denn mit den arteigenen Bedürfnissen seines Hundes beschäftigt er sich wenig. "Wer seinen Hund zu sehr vermenschlicht und nicht auf seine Bedürfnisse eingeht, hält das Tier nicht artgerecht und kann keine gute partnerschaftliche Beziehung zu ihm aufbauen", warnt Silke Wechsung.
     
  • Der stark auf den Hund fixierte Hundehalter (Typ 2): Das Tier ist sein ein und alles, seine volle Aufmerksamkeit gilt dem Wohlbefinden des Hundes, allerdings ohne den Hund zu vermenschlichen. Darum ist bei diesem Typ die Qualität der Mensch-Hund-Beziehung hoch. Auch wenn sich der Halter eher zu Tieren als zu Menschen hingezogen fühlt, verhält er sich rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit und möchte mit seinem Hund niemanden belästigen oder gefährden.
     
  • Der naturverbundene und soziale Hundehalter (Typ 3): Er beschäftigt sich aktiv mit dem Tier, ist kontaktfreudig und freut sich, über den Hund neue Menschen kennenzulernen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind ihm (noch) wichtiger als der Hund. Er verfügt über ein hohes Fachwissen zu Hundehaltung und achtet auf eine gute Erziehung seines Hundes. Die Qualität seiner Mensch-Hund-Beziehung ist dementsprechend hoch.
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Der Typ 3 verfügt über hohes Fachwissen. © stock.adobe.com/Teodor Lazarev

Aktiv mit Hund beschäftigen

Wollen Sie wissen, wie Ihr Hund tickt, können natürlich Bücher helfen. Allerdings ist es genauso möglich, direkt vom eigenen Hund zu lernen. Das geht am besten durch das gemeinsame Training und spaßige Spielstunden. Hier finden Sie eine Auswahl an Produkten, die Ihnen dabei helfen, sich mit Ihrem Hund zu beschäftigen:

Das Fazit der Studie

Zentrales Ergebnis der Studie: Wie Mensch und Hund miteinander klarkommen, hängt weniger vom Hund als von den Einstellungen und den Verhaltensweisen "am anderen Ende der Leine" ab.

"Natürlich sind Hunde sehr verschieden", sagt Wechsung. "Doch ein verantwortungsbewusster Halter von Typ 2 oder 3 wird sich auch in dieser Hinsicht schon im Vorfeld vernünftig informieren und dafür sorgen, dass der von ihm ausgewählte Hund von seinen Anlagen her gut zu ihm passt."

 

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