Kaninchen beim Tierarzt

Zeigt Ihr Kaninchen erste Krankheitssymptome, sollten Sie es schnellstmöglich Ihrem Tierarzt vorstellen. Was Sie beim Tierarztbesuch mit Kaninchen beachten sollten, lesen Sie hier.

Kaninchen beim Tierarzt
Ob zur Vorsorge oder im Notfall: Das sollten Sie beim Tierarztbesuch mit Kaninchen beachten.© Tyler Olson-stock.adobe.com

Die Grundlagen für gesunde Kaninchen sind eine artgerechte Haltung, ein artgerechtes Gehege, artgerechte Ernährung und ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten. So legen Sie den Grundstein für ein langes, gesundes und glückliches Kaninchen-Leben. Natürlich kann es aber dennoch sein, dass Ihre Kaninchen krank werden. Um Krankheiten so früh wie möglich zu erkennen, sollten Sie täglich einen kurzen Gesundheits-Check durchführen. Bei ersten Krankheitssymptomen sollten Sie nicht zögern und einen Tierarzt aufsuchen.

Informieren Sie sich bereits im Vorfeld, welche Tierärzte in Ihrer Nähe Erfahrung mit der Behandlung von Kaninchen haben. In vielen Kaninchen-Foren bekommen Sie Tipps, welche Tierärzte für Kaninchen empfehlenswert sind. Ist die Praxis Ihres Tierarztes im Notfall geschlossen, kann der Besuch einer Tierklinik nötig sein.

Grundlagen zum Tierarztbesuch mit Kaninchen

Bei jedem Tierarztbesuch sollten Sie Auskunft geben können über:

  • Alter des Kaninchens
  • Geschlecht und Kastration des Kaninchens
  • aktuelle Krankheitssymptome
  • Vorerkrankungen + ggf. Medikamente, die das Kaninchen schon nimmt / schon mal genommen hat
  • ggf. eigene Heilungsversuche

Stellt Ihr Tierarzt eine Diagnose, lassen Sie sich die Art der Erkrankung und mögliche Ursachen ausführlich erklären. Notieren Sie sich genau, wie die Behandlung Ihres Kaninchens erfolgen soll:

  • Welche Medikamente sollen verabreicht werden?
  • In welchen Mengen, wie oft und wie lange sollen die Medikamente verabreicht werden?
  • Sind weitere Tierarztbesuche notwendig? Häufig ist mindestens ein Folgebesuch erforderlich.
  • Sind besondere Pflegemaßnahmen nötig, die die Heilung unterstützen?
  • Müssen die Haltung und/oder Ernährung Ihrer Tiere verbessert, bzw. an die Erkrankung angepasst werden?

Transport von Kaninchen zum Tierarzt

Egal aus welchem Grund Sie mit Ihrem Kaninchen zum Tierarzt müssen, ob zur Vorsorge, wegen einer Impfung oder im Notfall: Sie benötigen immer eine gute Transportbox. Eine solche Box gehört zur Grundausstattung eines jeden Kaninchen-Halters. Im Zoofachhandel gibt es geeignete Kunststoffboxen mit Tragegriff. Sie sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Transportbox muss so groß sein, dass zwei Kaninchen bequem darin liegen können.
  • Es ist wichtig, dass die Box nicht durchsichtig, sondern möglichst dunkel ist.
  • Die Box muss Belüftungsschlitze aufweisen.
  • An der Vorderseite befindet sich häufig eine Gittertür. Einige Boxen sind auch von oben zu öffnen.

Auf den Boden der Transportbox legen Sie z.B. ein altes Handtuch. Einstreu und Heu sollten nicht in die Box gelegt werden. Die Fahrt zum Tierarzt sollte so kurz und stressfrei wie möglich erfolgen. Lassen Sie Ihre Kaninchen auf keinen Fall alleine im Auto, z.B. um noch kurz etwas zu erledigen. Gerade bei hohen Temperaturen besteht die Gefahr eines lebensgefährlichen Hitzschlags!

Kaninchen Transportbox
Eine gute Transportbox ist wichtig für den Tierarztbesuch mit Kaninchen.© hedgehog94-stock.adobe.com

Operationen bei Kaninchen

Kaninchen sollten im Gegensatz zu Katzen oder Hunden niemals nüchtern operiert werden. Stellen Sie Ihrem Kaninchen daher bis zum Operationstermin immer frisches Wasser und Futter zur Verfügung. Sprechen Sie am besten im Vorhinein auch noch einmal mit Ihrem Tierarzt ab, was Sie in den Tagen, bzw. Stunden vor der OP beachten müssen.

Wärme ist für Kaninchen nach einer Operation besonders wichtig, denn sie kühlen im Narkosenachschlaf leicht aus. Wickeln Sie den kleinen Patienten in ein Handtuch – der Kopf sollte unbedeckt bleiben – und legen Sie ihn unter eine Infrarotlampe.

Überprüfen Sie regelmäßig die Temperatur unter der Lampe mit dem Handrücken, damit es dem Pflegling nicht zu heiß wird. In den ersten Tagen nach der Operation sollte der Patient getrennt von den anderen Tieren nicht auf Streu, sondern auf nicht fusselnden Hand- oder Papierküchentüchern gehalten werden. Denn Streu könnte sich in die Wunde einspießen und für Infektionen sorgen. Sonst gilt das Gleiche wie für die großen Heimtiere.

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