Tinker / Irish Cob

Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Eignung der Pferderasse Tinker / Irish Cob.

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Der Tinker ist ein zuverlässiger Begleiter in der Freizeit.© stock.adobe.com/arthorse
Steckbrief Tinker

Größe: ca. 135 – 170 cm
Herkunft: Großbritannien, Irland
Farbe: meist Schecken unterschiedlicher Farben, aber auch einfarbig
Charakteristik: kein einheitliches Erscheinungsbild
Eignung: Zug- und Reitpferd
Verwendung: Freizeit, Show, Therapiepferd

Vor allem als Zugpferde der Umherreisenden wurden Tinker früher eingesetzt. Daher haben die Tiere auch ihren Namen: Als „Tinkers“ wurden damals abwertend Nichtsesshafte bezeichnet, ihre Pferde entsprechend „Tinkerhorses“. Doch auch unter dem Namen „Irish Cob“ sind diese Pferde heute bekannt.

Aussehen des Tinkers

Den Tinker gibt es in fast allen Größen. Es ist ein meist kräftiges Pferd, oft leichter Ramskopf. Der Tinker zeichnet sich durch einen kräftigen Rücken, starken Hals und meist durch einen üppigen Behang aus.

Doch durch den üppigen Kötenbehang hält sich oft Feuchtigkeit und Schmutz in den Fesselbeugen, was Mauke verursachen kann. Hier ist ständige Aufmerksamkeit und Pflege gefragt.

Charakter des Tinkers

Grundsätzlich gelten Tinker als gutwillig, ruhig, sanft und freundlich. Ihre Nervenstärke zeigen sie unter dem Reiter und vor dem Wagen im Gelände. Tinker sind auch sehr gelehrig.

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Tinker sind gutwillig, ruhig und sanft.© stock.adobe.com/Baillie Photography

Bewegung des Tinkers

Der Tinker weist zwar meist keine spektakulären Grundgangarten auf, verfügt aber oft über einen bequemen "Bergaufgalopp". Generell sind diese Pferde in ruhigem Tempo auch auf längeren Strecken bei entsprechendem Training unermüdlich.

Herkunft des Tinkers

In Großbritannien und vor allem Irland ist der Tinker noch heute das Zugpferd der sogenannten „Traveller“. Er muss in der Lage sein, über längere Zeiträume ausdauernd den Wagen zu ziehen. Darauf wurde diese Pferderasse zwar nicht systematisch hin gezüchtet, doch die Traveller wussten auch ohne Zuchtbuch, worauf es ihnen ankommt.

So wurde über die Jahrhunderte erfolgreich ein leistungsfähiges, robustes und kräftiges Pferd entwickelt. Tinker heißt übersetzt „Kesselflicker“, viele der Umherziehenden gingen zumindest in früheren Jahrhunderten diesem Beruf nach.

Erst als die Rasse vor allem in Deutschland in den 90er-Jahren in Mode kam, gründete sich ein Zuchtverband. 1998 entstand die Irish Cob Society Ireland Ltd. und ist von der EU als offizieller Zuchtverband für die Rasse Irish Cob anerkannt.

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Tinker werden auch als Therapiepferde eingesetzt.© stock.adobe.com/Bettina Kuß

Eignung des Tinkers

Vor allem ist der Tinker ein zuverlässiger Begleiter in der Freizeit. Seine Besitzer schätzen sein ausgeglichenes, gelehriges und freundliches Wesen. Deswegen eignet sich der Tinker auch ideal als Therapiepferd.

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