So können Sie Ihre verstorbene Katze beerdigen

Katzenhalter haben verschiedene Möglichkeiten, Ihr geliebtes Tier zur letzten Ruhe zu betten, wenn der Tag des Abschieds gekommen ist. Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten, wie und wo Sie Ihr Tier beisetzen können.
 
Katze lehnt Kopf an eine Wand © Shutterstock.com/Morgentau
Wenn der Tag des Abschieds kommt, sollte eine Entscheidung getroffen sein.
Wenn der Tag des Abschieds gekommen ist, müssen sich Katzenhalter spätestens Gedanken machen, wie sie ihr Tier beisetzen lassen wollen. Da diese Stunden jedoch schon schwer genug sind, sollte man sich schon früher über den bevorzugten Abschied informieren. Wer ein Tier bei sich aufnimmt, übernimmt die Verantwortung für das Tier – für seine Leben, aber auch für ein würdiges Lebensende.   
 

1. Die Katze im eigenen Garten begraben

Generell ist es in Deutschland erlaubt, die Katze im eigenen Garten zu begraben – sofern Sie nicht in einem Wasser- oder Naturschutzgebiet leben. Wenn Sie nicht der Eigentümer des Grundstücks sind, muss jedoch der Vermieter zustimmen. Auch muss ein Abstand von mindestens zwei Metern zur Grundstücksgrenze eingehalten werden und das Grab eine Mindesttiefe von 50 Zentimetern aufweisen. Ratsam ist es zudem, den Tierkörper in leicht verrottendes Material einzuwickeln, etwa eine Wolldecke, Handtücher oder Zeitungen. Wer sich unsicher ist, sollte bei der zuständigen Gemeindeverwaltung nachfragen.

Bitte beachten Sie: Auf öffentlichem Grund wie in einem Park oder Waldstück ist es verboten, sein Tier zu begraben. Bei Nichtbeachtung drohen hohe Geldstrafen.
 

2. Die verstorbene Katze beim Tierarzt lassen

Wurde Ihre Katze beim Tierarzt eingeschläfert, können Sie den Leichnam, nachdem Sie vor Ort in Ruhe Abschied genommen haben, in der Regel auch dort zurücklassen. Auch wenn Ihr Tierarzt die Katze bei Ihnen zu Hause eingeschläfert hat, wird er Ihnen anbieten, den Leichnam mitzunehmen. Der Tierarzt lässt ihn dann in eine Tierkörperbeseitigungsanlage bringen. Die Kosten belaufen sich einmalig auf etwa 20 €.
 

3. Letzte Ruhe auf dem Tierfriedhof

Wer seine Katze nicht im eigenen Garten beerdigen kann oder will, hat die Möglichkeit, sie auf einem Tierfriedhof zur letzten Ruhe zu betten. Meist kann man dort zwischen einem Sammelgrab oder einem Einzelgrab wählen. Hier kann man sein geliebtes Haustier auch später noch besuchen und lernt Menschen kennen, denen ihr Haustier ebenso viel bedeutet hat. Die Preise beginnen auf den Tierfriedhöfen je nach Art des Katzengrabs ab einem Betrag von 150 € pro Jahr.
 
Tierfriedhof
Auf dem Tierfriedhof kann man um sein Tier trauern. ©stock.adobe.com/Gaby
 

4. Asche zu Asche: das Tierkrematorium

In einem Tierkrematorium kann man den Katzenkörper einäschern und in eine schöne Urne füllen lassen. Was man nach der Einäscherung mit der Asche macht, bleibt einem selbst überlassen. Viele Halter begraben die Urne anschließend im Garten oder heben sie sich als besonderes Erinnerungsstück auf.
Bei der Einäscherung der Katze kann man wählen zwischen:
  • Einzeleinäscherung: Identität der Katze wird zugesichert, Asche wird dem Besitzer in einer Urne ausgehändigt; die Kosten liegen je nach Urne ab etwa 120€.
  • Einfache Kremierung: mehrere Tiere werden gemeinsam eingeäschert, die Asche wird in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt; die Kosten liegen etwa bei 50 bis 100€.

 

5. Zusammen bleiben: Friedhof für Mensch und Tier

Viele Menschen wünschen sich, mit ihrer geliebten Katze gemeinsam beigesetzt zu werden. Auf wenigen Friedhöfen ist das nun möglich. Vorreiter bleiben die beiden Friedhöfe Unser Hafen in Essen (Nordrhein-Westfalen) und Braubach (Rheinland-Pfalz). Auf dem Friedhof für Mensch und Tier kann man auch den letzten Weg gemeinsam mit seinem Tier gehen.
 
Hand und Pfote
Hand und Pfote – verbunden für die Ewigkeit. ©stock.adobe.com/5seconds