Frettchenkäfig: Ausstattung, Zubehör und Standort

Frettchen stellen vor allem zwei Anforderungen an ihr Zuhause: jede Menge Platz und ganz viel Abwechslung. Sie wollen klettern, springen, schlafen, toben, raufen, kuscheln – und das auf großem Raum.

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Der Frettchenkäfig muss viele Kriterien erfüllen. © stock.adobe.com/fast_9

Wer Frettchen als Haustiere halten möchte, sollte ausreichend Platz für die Tiere einplanen. Im Zoofachhandel werden viele verschiedene Frettchenkäfige angeboten. Allerdings sollte man bei der Wahl vorsichtig sein: Nicht alle sind als artgerecht zu bezeichnen.

Ein Käfig für Frettchen sollte idealerweise so groß sein:

  • 2 bis 3 m² Grundfläche
  • mehrere Etagen mit jeweils 40 cm Höhe

Ein Käfig mit den Maßen 80 x 75 x 160 cm ist nur dann ein geeignetes Domizil für die quirligen Frettchen, wenn sie fast den ganzen Tag Freilauf bekommen. Besser ist es, mit ein paar Handgriffen ein individuelles Frettchen-Paradies zu schaffen. Man kann Frettchen aber auch in einem Zimmer halten.

Frettchenkäfig selber bauen

Man kann zum Beispiel eine große Vogelvoliere mit mehreren Holzplatten und Leitern umbauen oder sich mit etwas handwerklichem Geschick aus Holz und punktverschweißtem, verzinktem Draht ein Gehege bauen.

Die Maschenweite des Drahtes sollte dabei ca. zwei Zentimeter betragen. Holz und Draht finden Sie in jedem größeren Baumarkt. Der selbstgebaute Käfig sollte mindestens 1 x 1 x 2 Meter groß sein, damit die Tiere genügend Platz haben.

Selbst ein großer Käfig kann Freilauf auf keinen Fall ersetzen. Mehrere Stunden täglich müssen Frettchen auf Entdeckungstour gehen dürfen!
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Einen Frettchenkäfig können Sie auch selbst bauen. © stock.adobe.com/Harald

Inneneinrichtung vom Frettchenkäfig

Einige Dinge dürfen im Frettchen-Heim auf keinen Fall fehlen. Dazu gehören

Schlafplätze für Frettchen

Obwohl Frettchen äußerst aktiv sind, schlafen sie viel, und das am liebsten an verschiedenen Orten. Das Schlafhäuschen sollte mindesten 35 x 35 x 35 cm groß sein. Viel Platz zum Schlafen und Erkunden bietet das Kaninchenschloss von Resch*. Nicht nur Kaninchen, sondern auch Frettchen können sich darin wohlfühlen.

Viel Platz zum Schlafen bietet auch das Kleintierhaus von Lionto*. Es besteht aus wetterfesten Materialen (auch für den Außenkäfig geeignet) und hat ein aufklappbares Dach für eine einfache Reinigung. In einem artgerechten Frettchenkäfig hat dieses Häuschen leicht Platz.

In den Käfig können Sie auch das Igelhaus mit Klappe von Genersich* stellen. Es bietet einen sicheren Rückzugsort, den die Tiere durch die Klappe betreten können.

Mit Tüchern, alten T-Shirts oder Ähnlichem ausgelegt, wird jedes Häuschen zu einer wahren Kuschelhöhle.

Heu ist als Unterlage ungeeignet, da Frettchen beim Schlafen Feuchtigkeit absondern und es dadurch schnell schimmeln kann.

Neben dem Häuschen sind kleine Katzenkörbe oder Hängematten weitere beliebte Schlafplätze, wie die Kleintier-Relax-Höhle von Savic*. Höhlen lassen sich aber auch aus einem alten Handtuch selbst basteln.

Vorsicht, Frotteehandtücher eignen sich nicht, da sich die Krallen der Frettchen in den einzelnen Fasern verheddern können.
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Im Käfig brauchen die Frettchen viele Schlafplätze.© stock.adobe.com/анастасия алексеева/EyeEm

Toiletten im Frettchenkäfig

Neben den Schlafplätzen dürfen ein bis zwei Katzenklos mit Streu nicht fehlen. Zu beachten ist hier, dass die Schalen nicht zu hoch sind, damit die Tiere schnell darüber klettern können und nichts danebengeht.

Dafür eignet sich beispielsweise die Katzentoilette von Baffect*. Sie ist mit einem Gitter ausgestattet, sodass Ausscheidungen gleich unzugänglich in den Behälter mit der Streu fallen. Das verspricht eine einfache und unkomplizierte Reinigung.

Auch die Katzentoilette mit Rand von Catlove*   ist für Frettchen geeignet. Sie hat eine Höhe von 13,7 Zentimeter und macht es Frettchen so leicht, wieder herauszuklettern.

Übrigens: Einstreu hat im restlichen Frettchenkäfig nichts zu suchen. Die Tiere "kleckern" beim Essen gerne mal und würden dann nur mit Sägespänen paniertes Fleisch bekommen.

Näpfe und Nippeltränke

Wasser bietet man den Frettchen am besten aus einer schweren Schale an. Die können die frechen Rabauken nicht so leicht umwerfen, wie die Kleintier-Näpfe von AniOne*. Viele Frettchen trinken auch gerne aus einer Nippeltränke. Die Kleintier-Tränke Delta von Heuser* ist für Frettchen geeignet.

Der Futternapf muss ebenfalls standfest und mit entsprechendem Futter gefüllt sein. Flache Hunde- und Katzennäpfe aus Keramik sind gut geeignet. Der Fit+Fun Keramiknapf von Fressnapf* wird vom Hersteller für Frettchen empfohlen. Ein größeres Volumen (500 ml) hat hingegen der Futtertrog von Nobby*.

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Frettchen brauchen standhafte Näpfe. © stock.adobe.com/fast_9

Spielzeug für Frettchen

Neben dieser Grundausstattung dürfen natürlich jede Menge Spielmöglichkeiten nicht fehlen. Röhren, Pappschachteln, Zeitung und Bälle machen das Frettchen-Leben erst richtig spannend.

Fressnapf bietet für Frettchen beispielsweise den Fitness Foodball Karotte von Quiko* an. Er besteht aus Heu, Karotte, Grassamen und Pflanzenstärke – für Frettchen ist er also mehr zum Spielen als zum Snacken geeignet. Der Snackball von Trixie* kann hingegen mit Frettchen-Trockenfutter* befüllt werden. So wird Ihr Frettchen beim Spielen belohnt.

Die Hängematte für Kleintiere von Hileyu* ist eine Stoffröhre mit drei Löchern, durch die Frettchen hindurchklettern können. Für Abwechslung kann aber auch eine einfache Korkröhre* sorgen.

Auch Spielsets mit Holzspielzeugen bieten sich für Frettchen an. So auch die Kleintier-Kombination von Fatiya*. Das zehnteilige Spielzeug-Set besteht aus natürlichen Materialien (Apfelholz, Wassergras, Holzrebe) und ist laut Hersteller langlebig.

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Spielzeuge sind im Käfig für Frettchen wichtig.© stock.adobe.com/Couperfield

Standort für den Frettchenkäfig

Der Raum, in dem der Käfig der Frettchen stehen soll, muss hell und luftig sein. Regelmäßiges Lüften sorgt für frische Luft bei den Tieren und verhindert, dass sich der Eigengeruch zu sehr im Zimmer festsetzt.

Frettchen legen sich auch gerne in die warme Mittagssonne. Trotzdem sollten Sie aufpassen, dass es auch im Sommer nicht heißer als 30° C im Zimmer wird und sich die Tiere an ein Schattenplätzchen zurückziehen können. Sonst können Ihre Frettchen schnell einen Hitzschlag bekommen.

Der Käfig darf auf gar keinen Fall Zugluft ausgesetzt werden, da die Frettchen sonst schnell krank werden können. Die quirligen Tiere sind immer gerne am Ort des Geschehens. Stellen Sie den Käfig deshalb in ein Zimmer, in dem Sie viel Zeit verbringen. In Ihrem Schlafzimmer könnten der Geruch und das wilde und laute Toben allerdings stören.

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Frettchen baden gerne in der Sonne. © stock.adobe.com/bozhdb

Das Frettchen-Zimmer

Wenn man eine besonders große Wohnung hat, kann man den Frettchen vielleicht sogar ein ganzes Zimmer zur Verfügung stellen. Dadurch hätten die Frettchen viel mehr Platz und Sie jede Menge Möglichkeiten, eine artgerechte Spielwiese zu gestalten.

Die Grundausstattung kann in einem großen Kaninchenkäfig untergebracht werden. Im ganzen Zimmer können Sie dann weitere Schlafplätze in allen Variationen bereitstellen. Auch weitere Katzenklos sollten in verschiedenen Ecken des Raumes zur Verfügung stehen. Bretter, Tunnel und Röhren an den Wänden machen ein einfaches Zimmer zu einem richtigen Abenteuerspielplatz.

Auch Kratzbäume für Katzen eignen sich hervorragend für Frettchen. Das Zimmer trennen Sie am besten mit einer ca. einen Meter hohen Absperrung vom Rest der Wohnung ab. Dann können die Racker nicht ausbüxen.

Leben noch andere Haustiere in Ihrem Haushalt, sollten Sie das Zimmer der Frettchen besser nicht betreten.
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Über ein ganzes Zimmer für sich freuen sich Frettchen auch.© stock.adobe.com/namahage

Käfig für Frettchen im Garten oder auf dem Balkon

Frettchen sind ihren Vorfahren noch in vielem ähnlich. So lieben sie auch die Natur und die frische Luft. Ein Gehege im Garten ist deshalb für Frettchen optimal. Doch es gibt einige Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen.

  • Anders als in der Wohnung sind die Frettchen im Garten Wind und Wetter ausgesetzt.
  • Das Gehege darf nicht mitten in der Sonne stehen und muss vor Regen geschützt werden.
  • Zu diesem Zweck kann man etwa die Hälfte des Geheges mit Wellplastik oder Holz und Dachpappe auskleiden.

Frettchen buddeln für ihr Leben gern und können es auch richtig gut. Über einen Meter tief verschwinden sie manchmal im Erdreich. Um zu verhindern, dass die flinken Tierchen entwischen, kann man ein Drahtgeflecht unter dem Gehege eingraben oder am Rand Platten senkrecht in den Boden lassen.

Für den Winter muss den Tieren ein isoliertes Schlaf- und Futterhäuschen zur Verfügung stehen. Am besten kombiniert man die beiden Häuschen. So wird das Futter durch die Körperwärme der Tiere vor dem Einfrieren geschützt.

Ein Häuschen für das Futter ist auch für den Sommer praktisch. Futter, das nicht offen herumsteht, lockt nämlich auch weniger Fliegen an.

Ist die Grundausstattung einmal im Frettchen-Heim, kann man nach Lust und Laune Tunnel, Bretter und Höhlen anbringen. Die Gehege auf dem Balkon und auch im Garten, wenn sie direkt an das Haus anschließen, können Sie mit einer Katzenklappe mit dem Haus verbinden. Dann können Sie die Frettchen problemlos zum Freilauf hereinlassen.

Der Frettchen-Käfig kann also ganz unterschiedlich aussehen: Entweder Sie kaufen einen großen Käfig, bauen sich einen selbst, lassen die Frettchen in ein eigenes Zimmer einziehen oder halten die Tiere auf dem Balkon oder im Garten. Wichtig: Der Käfig muss für die Frettchen immer gleich ausgestattet sein.

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