Degus und Kinder

Wie auch andere Haustiere werden Degus häufig als Kuscheltiere für Kinder gekauft. Doch das sind sie nicht. Erfahren Sie hier alles, was Sie rund um den Umgang von Kindern mit Degus wissen sollten, bevor Sie sich Degus zulegen.
 
Kinder müssen rücksichtsvoll mit Degus umgehen. © Alex Green-stock.adobe.com
Kinder müssen rücksichtsvoll mit Degus umgehen.
Manchen Menschen nicht bewusst, was für eine große Verantwortung am Kauf eines Haustiers hängt und so werden auch Degus immer wieder als Spielzeug und Kuscheltier für Kinder gekauft. Diese Rolle können und dürfen die Tiere aber nicht einnehmen. Sie sind zwar neugierig, aber lassen sich nur schwer erziehen und möchten weder festgehalten noch hochgenommen werden. Degus sind Fluchttiere, die ihren Pfleger als Futterspender brauchen, ansonsten sind sie lieber unter sich. Und so lassen sich auch nur die wenigsten Tiere streicheln.
 
Kinder sollten Degus beim Freilauf in der Wohnung unter keinen Umständen hinterherlaufen oder versuchen sie einzufangen. Das verschreckt die Tierem vor allem wenn sie neu eingezogen sind.


Der richtige Umgang von Kindern mit Degus

Vor allem kleine Kinder bis zum Alter von drei bis acht Jahren sollten nur Kontakt zu den Degus haben, wenn ein Elternteil dabei ist. Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass die Degus fühlende Lebewesen sind. Gerade kleine Kinder haben eine noch gering ausgeprägte Feinmototrik, weshalb sie die Degus zu hart anfassen könnten. Andererseits können die Degus mit ihren Zähnen Kindern ebenfalls einige Schaden zufügen. Deshalb ist es sinnvoll, kleine Kindern niemals alleine zum Gehege der Degus zu lassen. Je nach Entwicklung des Kindes kann es aber unter Aufsicht bei der Versorgung der Tiere helfen, wobei es lernt, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen.

Ab einem Alter von zehn bis zwölf Jahren können Kinder ihre Degus dann auch selbstständig versorgen. Dennoch ist es die Aufgabe der Eltern, die Versorgung zu überwachen und zu leiten und gegebenenfalls einzugreifen, um Missstände zu verhindern.

Erwarten Sie vor allem in der ersten Zeit nicht zu viel Ihrem Kind, die Versorgung eines Lebewesens ist für Kinder nicht leicht, und selbst Erwachsene tun sich damit mitunter schwer. So kann es vorkommen, dass Ihr Kind nicht immer an seine Pfleglinge denkt, denn in der Kinderwelt passiert so viel Aufregendes, dass die Versorgung der Heimtiere dabei schon mal untergeht. Reagieren Sie in diesen Fällen besonnen: Schimpfen und Vorwürfe sind nicht förderlich für die Tierliebe, sondern erreichen höchstens das Gegenteil. Hat Ihr Kind die Versorgung der Degus vergessen, müssen in diesem Fall Sie einspringen.


Degus sind keine Kuscheltiere. © tanya69-stock.adobe.com
 

Die Hauptverantwortung für die Degus liegt bei den Eltern

Die Hauptverantwortung bleibt bei den Eltern. Sie sind auch dafür verantwortlich, sich vor der Anschaffung von Degus ausführlich über die Tiere zu informieren und ihren Kindern das Wissen rund um Verhalten , Fütterung , Pflege und Haltung der Degus weiterzugeben. Nur so können Kinder lernen, die Tiere respektvoll und mit Rücksicht zu behandeln.

Sehen Sie als Elternteil dringend davon ab, Ihren Kindern Degus zum Geburtstag oder zu Weihnachten zu schenken, sondern überlegen Sie zuvor, ob Ihr Kind für dieses Haustier bereit ist und verstehen kann, dass Degus keine Kuscheltiere sind, sondern eher unabhängig und berührungsscheu sind.
 
Wenn Sie zu dem Entschluss kommen, dass Ihre Kinder noch nicht bereit sind, mit Degus richtig umzugehen, sollten Sie von einem Kauf dringend absehen.


Keine Degus im Kinderzimmer!

Degus sind noch munter, wenn Kinder ihre Ruhe zum Schlafen brauchen. Und bei ihren Aktivitäten sind Degus alles andere als leise, weshalb der Schlaf der Kinder empfindlich gestört wird. Zwar schaffen es einige Kinder trotzdem zu schlafen, unterbewusst wird der Lärm dennoch aufgenommen und hat Einfluss auf die Tiefe des Schlafs, was im schlimmsten Fall sogar zu Entwicklungsstörungen führen kann. Deshalb sollte das Degugehege nicht im Kinderzimmer aufgestellt werden.
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