Vogelschutz

Vogelnester vor Räubern schützen

Vogelnester sind eine beliebte Beute unterschiedlicher Räuber. Doch es nützt nichts, diese zu versuchen, aus dem Garten zu vertreiben, um die Vögel zu schützen. Stattdessen sollte man gezielt darauf achten, dass die Räuber nicht an das Vogelnest gelangen können. Wie Sie Vogelnester vor Räubern schützen, erfahren Sie hier.

Brutplätze vor Nesträubern schützen
Schützen Sie Brutplätze vor Nesträubern!© sutterstock.com / Vitalart

Gartenvögel schützen und vor Nestplünderern bewahren - so können Sie ganz einfach einen Beitrag zum Vogelschutz leisten!

Diese Nesträuber gibt es

Wenn man an Fressfeinde von Gartenvögeln denkt, kommt den meisten als erstes wohl die Katze in den Sinn. Doch die Katzen sind keinesfalls die einzigen Räuber, die Jagd auf Vögel machen. Gerade in Bezug auf den Nestraub sind oft ganz andere Tiere die Übeltäter. Denn die Vogelbrut ist für viele Tiere ein gefundenes Fressen:

  • Eichhörnchen
  • Marder
  • Krähen
  • Elstern
  • und sogar Kohlmeisen

Anders als viele Singvogelräuber zerstören Katzen auch keine Gelege, weil es nicht ihre Art ist, Eier aufzuschlagen, um sie auszuschlürfen.

Brutplätze vor Nesträubern schützen

Was kann man alles tun, um den Vogelnachwuchs ausreichend zu sichern? Haben sich Vögel auf einem Baum eingenistet, egal ob im Nistkasten oder Geäst, muss die Möglichkeit unterbunden werden, dass Nesträuber in das Vogelnest, bzw. Vogelhaus klettern können. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Schnittholz aus dornigen Sträuchern: Einen guten und kostenlosen Schutz vor Nesträubern gewährt mannshoch um den Stamm gebundenes Schnittholz von dornigen Sträuchern. Die Zweigenden zeigen dabei nach unten.
  • Manschette aus Blech oder Kunsstoff: Für Schutz vor Nesträubern sorgt auch eine unten um den Baum gelegte Manschette aus Blech oder Kunststoff. Die Manschette sollte ca. zwei Meter über dem Erdboden beginnen und etwa 80 Zentimeter hoch sein, damit der Nesträuber sie nicht überwinden kann.
  • Plastikeimer ohne Boden: Anstelle einer Manschette aus Blech und Kunststoff lässt sich auch ein Plastikeimer ohne Boden verwenden, der um den Baum geklemmt wird.
  • Katzen-Abwehrgürtel: Im Handel erhältlich sind kleine Katzen-Abwehrgürtel für Baumumfänge bis 70 Zentimeter und große für Baumumfänge bis 115 Zentimeter erhältlich.

Tipp: Besonders gefährdet sind Vogeljunge, deren Nistplätze in der unteren Etage der Vegetation liegen, etwa die vom Zaunkönig. Um hier Nesträubern den Zugriff zu erschweren, verzichten Sie weitgehend auf das Beschneiden der Bäume und Sträucher.

Dieser Nistkasten ist zu niedrig angebracht und bietet Fressfeinden außerdem eine bequeme Sitzfläche: Kein Schutz für das Vogelnest!© hildeanna-stock.adobe.com

Den Nistkasten richtig platzieren

Wenn Sie selbst einen oder mehrere Nistkästen anbringen, sollten Sie schon bei der Auswahl des Standorts darauf achten, dass der Nistkasten für Nesträuber so unzugänglich wie möglich aufgehängt werden:

  • Achten Sie auf eine ausreichende Höhe. Die Mindesthöhe ist von Vogelart zu Vogelart unterschiedlich: Bei Staren spricht man zum Beispiel von einer Höhe von etwa 1,5 Metern, bei Spatzen sollte der Nistkasten hingegen mindestens in drei Metern Höhe angebracht werden.
  • Bringen Sie den Nistkasten an einem ruhigen Ort an, der für Nesträuber ohnehin schon schwer zugänglich ist. Keinesfalls sollten sich neben oder unter dem Nistkasten Gegenstände befinden, die den Räubern beim Hochklettern helfen. Das können zum Beispiel Dächer, Bäume oder Gartenmöbel sein.
  • Am besten eignet sich ein einfacher Baumstamm oder eine Holzstange, wovon keine weiteren Äste oder Zweige ausgehen.
Der Standort des Nistkastens spielt eine wichtige Rolle: Hier können Nesträuber nur schwer an den Nistkasten gelangen.© christineundalex-stock.adobe.com

Bei der Gestaltung des Nistkastens können Sie um das Einflugloch herum außerdem einen Blechring anbringen, damit Nesträuber wie Eichhörnchen das Loch nicht vergrößern und ins Innere gelangen können. Auch auf die Sitzstange vor dem Einflugloch können Sie verzichten, denn Sie bringt den Nesträubern mehr als den Vögeln.

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