Die wichtigsten Einrichtungsschritte für Aquarien

Bevor Fische und andere Tiere in ein Aquarium einziehen können, muss dieses erst eingerichtet werden. Lesen Sie hier, welche Schritte beim Aufbau eines Aquariums zu beachten sind. 

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Ein gepflegtes Aquarium ist immer ein Hingucker. © Stock.adobe.com/Oleksil Fadieiev

Ehe man Fische und andere Tiere in das neue Aquarium einsetzen kann, muss sich im Wasser erst ein stabiles Gleichgewicht einstellen, bei dem die Tiere sich wohlfühlen.

Aquarium einrichten: Schritt für Schritt 

Ob fertiges Aquaristikset oder eine eigene Zusammenstellung: Der grundsätzliche Aufbau eines Aquariums ist meist ähnlich und ganz leicht. So sollten Sie beim Einrichten Ihres Aquariums vorgehen: 

  1. Standortwahl an ruhiger, zugluftfreier Stelle ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ggf. Tragfähigkeit des Bodens überprüfen.
  2. Stabilen Unterbau aufstellen.
  3. Schaumstoffmatte o.ä. unter das Aquarium legen (Zoofachhandel).
  4. Aquarium auf Dichtigkeit überprüfen und reinigen (ohne Putzmittel).
  5. Dekorationen, Scheiben oder Steinplatten für Terrassen einsturzsicher platzieren und ggf. mit Aquariensilikon fixieren (Trocknungszeiten beachten!). 
  6. Wurzeln für Wasserbereiche einige Tage vorher gut wässern, um Farb- und Trübungsstoffe auszuspülen, Wasser aufzunehmen und somit Auftrieb zu vermeiden.
  7. Einzubringenden Bodengrund wie Sand oder Kies vorher waschen.
  8. Bodengrund/Substrat ca 4-5 cm hoch einfüllen. Bei Sand im Wasserbereich erst etwas Wasser, dann Sand einfüllen, um mögliche Lufteinschlüsse, die eventuell zu Fäulnis führen, zu vermeiden. Gegebenfalls Pflanzendüngersubstrat unter die ersten 2 cm mischen.
  9. Technik, wie Heizung und Filtersystem installieren, ohne sie an den Stromkreis anzuschließen.
    Etwa ein Viertel des Wassers einfüllen und anschließend vorsichtig die Pflanzen einsetzen. Größere in den Hintergrund, nach vorn kleiner werdend.
  10. Wasser vollständig einfüllen und gegebenfalls vorher Aufbereiter/Bakterienkultur benutzen. Optimal ist etwas Wasser und Filtermaterial aus einem bestehenden Aquarium zum "Animpfen". Das heißt, die Besiedlung mit schadstoffabbauenden Bakterien etabliert sich schneller.
  11. Zeitschaltuhr für Beleuchtung einstellen (9 - 11Std.), Temperatur am Heizer einstellen, Technik an Stromkreis anschließen und überprüfen.
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Die Einrichtung des Aquariums braucht Zeit. © Stock.adobe.com/ridimovpavel

Zeitplan bis zum Einzug der Fische

Ein exakt detaillierter Zeitplan kann nur Anhaltspunkte bieten, da jedes Aquarium aufgrund seiner (Wasser-)zusammensetzung einzigartig ist. Dennoch gilt für alle, dass die schadstoffabbauenden Bakterien im Filter Zeit benötigen, um sich zu etablieren und ihre Arbeit erfolgreich aufzunehmen. Dieses sogenannte "Einfahren" dauert etwa zwei Wochen. Zu diesem Zeitpunkt erreichen die angesammelten Giftstoffe den Höhepunkt, den "Nitritpeak".

Falls bereits Wasser aus einem anderen Aquarium mit etwas Filtermaterial benutzt wird, geht die Besiedlung schneller und der für Tiere so giftige Nitritwert steigt nicht so stark. Zwar ist die Ungeduld des zukünftigen Aquarianers verständlicherweise groß, doch können die Tiere erst eingesetzt werden, wenn sich das biologische Gleichgewicht zumindest annähernd eingestellt hat. 

Schnecken und erste robuste Algenfresser können das Aquarium nach einigen Tagen schon bereichern, sofern die Wasserwerte besonders gut beobachtet werden (Ph-Wert 6,8 - 7,4, Karbonathärte 10 - 15 / Nitrit nicht nachweisbar/ Nitrat 80). 

Das Aquarium ist eingefahren, wenn der Nitritwert null beträgt. 

Der Zoofachhandel bietet Bakterienkulturen, die den Einsatz von Fischen und anderen Tieren beschleunigen.

Wichtig: Einen Wasserwechsel sollten Sie während der Einfahrphase möglichst nicht durchführen, damit die Bakterien sich entwickeln können. Notwendig kann ein Wasserwechsel aber werden, falls bereits eingesetzte Fische durch zu hohe Nitritwerte gefährdet sind.
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Fische dürfen erst einziehen, wenn alle Werte stimmen. © Stock.adobe.com/schankz

1. Tag      

Einrichtung des Aquariums (Schritte 1 - 11 )

2. Tag 

Einsatz von Turmdeckel- und evtl. Posthornschnecken, Überprüfung und ggf. Regelung der Wassertemperatur

7. Tag

Einsatz erster robuster algenfressender Fische, z.B. je nach Größe des Aquariums einige Ohrgitter-Harnischwelse (Otocinclus affinis) und/oder Siamesische Rüsselbarben (Crossocheilus siamensis).

12. - 17. Tag

Einsatz des nächsten Fisch- und Tierbestandes, sofern die Wasserwerte stabil sind.
Ab sofort beginnen die notwendigen Pflegemaßnahmen, je nach Einrichtung und Ausmaße des Aquariums mit Düngung der Pflanzen, artgerechter Fütterung der Tiere und regelmäßigen Wasserwechseln.

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Kreieren Sie eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt. © Stock.adobe.com/Solarisys

Tipps und Tricks für die Anfangszeit

Ein neues Aquarium ist immer aufregend. Die ersten Pflanzen beginnen zu wachsen, die Fische erkunden das von Ihnen geschaffene Reich. Gerade als Aquarienneuling sammelt man in den ersten Wochen wertvolle Erfahrungen, was die Fütterung der Fische und die Pflege des Aquariums generell angeht. 

Hier einige Tippe, die Sie in der ersten Zeit besonders beachten sollten: 

  • Wasserwechsel: Je nach Fischbesatz und Wasserqualität alle 14 Tage ca. 20 - 30% . Mit der Zeit und wachsender Erfahrung wird der passende Rhythmus bald gefunden.
  • Bei Unsicherheiten oder gar Ungleichgewichten Ruhe bewahren und nicht überstürzt handeln. Erfahrene Aquarianer zu Rate ziehen und sich möglichst gut informieren.
  • Fische und andere Tiere lieber sparsam füttern und nicht eigene Nahrungsgewohnheiten übertragen. Ein bis zwei Diättage in der Woche einlegen – das mindert die Schadstoffbelastung des Wassers und die Tiere werden nicht träge.
  • Regelmäßige Vitamingaben für die Tiere fördern die Gesundheit.
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