So gewöhnen Sie den Hund an die Leine

Die Leine ist für den Hund keine natürliche Sache, doch ohne geht es oft leider nicht. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Hund an die Leine gewöhnen.

 

Hund Welpe Leine lernen
So lernt der Hund, die Leine zu akzeptieren. © stock.adobe.com/ melounix

Bereits als Welpe sollte ein Hund sich daran gewöhnen, an der Leine zu laufen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, einen jungen Hund von er Leine zu überzeugen, ist es dennoch notwendig. An vielen Orten besteht nämlich Leinenpflicht. Lesen Sie hier, wie sich Ihr Hund an die Leine gewöhnt.

Den Hund richtig anleinen

Vor der ersten Übungsstunde sollten Sie Ihren Hund ausgiebig toben lassen. Halten Sie einen Leckerbissen bereit, den Sie ihm unmittelbar nach dem Anleinen geben sollten. So ist er noch mit Kauen beschäftigt, während Sie die Leine festmachen. Außerdem: Er wird das Anleinen so mit einem positiven Erlebnis verbinden.

Das richtige Tempo an der Leine

Zunächst passen Sie sich der Geschwindigkeit Ihres Welpen an, sodass die Leine locker durchhängt. Sprechen Sie mit Ihrem Welpen, sodass er sich auf Sie konzentriert. Weigert er sich, vorwärts zu gehen, bleiben Sie ebenfalls stehen. und locken ihn mit einem Leckerli. Stürmt er, geben Sie ihm ein kurzes Zeichen (entweder Namen oder "Schau her" rufen), um seine Aufmerksamkeit auf Sie zu ziehen.

Dann drehen Sie sich um und gehen in die andere Richtung. Anfangs wird er wieder vorstürmen wollen. Geben Sie diesem Drängen nicht nach, sondern wiederholen Sie den beschriebenen Vorgang einige Male. Der Hund wird merken, dass er auf diese Weise nicht vorwärtskommt. Sobald er an lockerer Leine neben Ihnen hergeht, sollten Sie ihn überschwänglich loben. So begreift er, dass dies der einzig richtige Weg für ihn ist.

Kurzes, effektives Training

Der erste Spaziergang mit Leine braucht nicht lange zu sein. Bei Welpen genügen wenige Minuten. Nach 15 Minuten kann sich auch ein erwachsener Hund nicht mehr konzentrieren.

Lösen Sie die Leine aber nie, bevor Sie nicht einige Schritte "Bei Fuß" erreicht haben. Üben Sie mit Ihrem Hund generell nur dann, wenn Sie selber gut gelaunt sind. Da Sie die Stimmung auf Ihren Vierbeiner übertragen, kann schlechte Laune beim Training hinderlich sein.

Welpenbänder – spielerisches Eingewöhnen

Schon beim Züchter sollte der vier Wochen alte Welpe ans Tragen eines weichen Halsbandes gewöhnt werden. Die Bänder erzielen einen pädagogischen Nebeneffekt: Aus dem unbekannten Halsreif wird ein natürliches Zubehör für das ganze Leben.

Außerdem registriert der Welpe beim Spielen miteinander, dass ein Zug am Halsband so lange die Bewegungsfreiheit einengt, bis der Träger nachgibt und dem Zug folgt. In der achten Lebenswoche, wenn die Welpen ihre ersten Spaziergänge nach draußen unternehmen dürfen, ersetzt ein richtiges Halsband den Welpenreif.

Brustgeschirr oder Halsband für den Welpen

Gerade bei einem Welpen ist ein Brustgeschirr empfehlenswert, da hierbei die Zugkraft auf den Brustkorb ausgeübt wird, der bei Hunden kräftig und stark ausgeprägt ist. Dieses sollte jedem Hund individuell angepasst werden, denn auch ein schlecht sitzendes Geschirr kann Schmerzen und Haltungsschäden auslösen.

Kann Ihr Hund ohne zu ziehen an der Leine laufen, ist auch ein Halsband möglich. Wählen Sie eines, das weder auf den Kehlkopf drückt noch beim geringsten Widerstand über den Kopf rutscht. Gut gepolsterte Lederhalsbänder sollen so locker um den Hals liegen, dass sie noch leicht zwei Finger dazwischen passen.

Die richtige Leine für Ihren Hund

Die ideale Länge der Leine müssen Sie selbst errechnen: Der Hund sollte imstande sein, eine ganze Hundelänge vor Ihrem Knie gehen zu können, ohne dass sie sich straff spannt. Dabei liegt die Halterung in Ihrer lose herabhängenden Hand. Rollleinen (Flexi-Leinen) mit Stopp-Automatik eignen sich nicht als Erziehungsaccessoire, weil der Hund damit lernt, dass das Ziehen an der Leine zum Erfolg, nämlich zu einem größeren Aktionsradius führt.

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