7 Tipps gegen das Ziehen an der Leine

Zieht der Hund ständig an der Leine, ist das nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich werden. Lesen Sie hier, wie Sie Ihrem Hund beibringen, nicht mehr an der Leine zu zerren.

Tipps gegen Ziehen an Leine
Viele Hunde ziehen an der Leine.© shutterstock.com/Africa Studio

Das tägliche Gassigehen kann schnell überfordernd werden, wenn der Hund ständig vorprescht und an der Leine zieht. Ein Hund sollte möglichst früh an die Leine gewöhnt werden und lernen, neben Ihnen zu laufen. Doch auch später können Sie Ihrem Hund nochbeibringen, das Ziehen an der Leine zu unterlassen. Lesen Sie hier, wie Ihnen das gelingen kann.

1. Stop-and-Go

Sicher, aber auch zeitaufwändig und mühsam ist es, dem Hund noch einmal die Leinenführigkeit mit dem Stop-and-Go-Training beizubringen. Dafür gehen Sie wie folgt vor:

Bleiben Sie grundsätzlich immer wortlos stehen, wenn der Hund die Leine strafft. Das irritiert ihn. Wendet er sich um und kommt auf Sie zu, belohnen Sie ihn. Zieht er weiter, folgen Sie ihm nicht, sondern bleiben stehen und stoppen ihn über die Leine.

Geht es weiter, wird er vermutlich wieder ziehen und Sie müssen erneut stehen bleiben. Auch wenn es mühsam ist, sollten Sie auf diese Strategie beharren. Denn Ihr Hund wird letztendlich verstehen, dass das Weiterlaufen nur dann klappt, wenn er nicht zieht.

2. Handfläche als Stoppschild

Benutzen Sie Ihre Hand, um Ihren Hund zu bremsen. Eine Handfläche vor der Nase gibt eindeutig das Tempo vor. So signalisieren Sei Ihrem Hund: Bis hierhin und nicht weiter!

3. Ablenkungsmanöver

Lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes auf sich, indem Sie sich interessanter als seine Umgebung machen. Durch kleine Aufgaben, im Wechsel mal einen Ball oder Zerrstrick in der Hand, wird die Nähe zu Ihnen spannender als das (vergebliche) Zerren.

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Leckeres Gehen an der Leine macht den Spaziergang entspannter. © shutterstock/encierro

4. Halsband und Flexileine sind tabu

Einen Hund, der sich voll ins Zeug legt und die Leine übermäßig strapaziert, hält auch kein Halsband zurück. Im Gegenteil: Es schädigt den Kehlkopf und die Nackenwirbel. Stachelhalsband und Würger sollten ohnehin der Vergangenheit angehören, weil sie den Hund nichts lehren, aber Schmerzen und Verletzungen zufügen.

Auch die Flexileine ist kontraproduktiv, weil sie die Einwirkung, die Sie haben, minimiert. Bis das Leinentraining sitzt, benutzen Sie am besten ein Geschirr, das optimal passt und den Druck auf die Brust verteilt.

5. Kleiner Deal

Bringen Sie Ihren Hund mithilfe von Leckereien dazu, locker an der Leine zu laufen. Auf der Seite, an der Sie Ihren Hund führen, sollten Sie in einer Tasche duftende Leckereien aufbewahren. Diese darf der Hund vor dem Leinentraining beschnüffeln. Lassen Sie dann die Leine durchhängen und locken mit Klopfen auf die Tasche. Läuft der Hund an der lockeren Leine, hat er sich eine Belohnung verdient.

6. Tempo- und Richtungswechsel

Gehen Sie los, drehen sofort um, wenn die Leine zu straff wird und laufen in die Gegenrichtung. Mal schnell, dann schleichend. Jedes Mal, wenn der Hund zu ziehen beginnt, ändern Sie entweder die Richtung oder das Tempo. Das verwirrt und erfordert Konzentration vom Hund. Aber auch von Ihnen, denn Sie dürfen sich auf keinen Fall seinem Tempo- oder Richtungswechsel beugen.

So ein Spaziergang kann sogar zum Spaß werden, wenn Sie genügend Fantasie entwickeln. Besetzen Sie jeden Wechsel mit Worten: Laaaangsaaam, Tempo, zuuurück, voran, liiiinks herum, reeechts herum, Dreeehung, und jetzt im Kreis! Das alles mit aufmunternder Stimme, auf keinen Fall streng als Befehl, sondern wie ein Spiel, das Ihnen gerade eingefallen ist.

Vor allem kleine Hunde, mit denen Sie Schritt halten können, finden so einen Tanz-Spaziergang bald spannend und versuchen, die nächsten Schritte von Ihren Augen abzulesen. Als Belohnung gibt es Freilauf ohne Begrenzung oder eine Schnüffelrunde, in der Ihr Hund die Pausen bestimmen darf.

7. Konsequent bleiben und belohnen

Sollte Ihr Hund trotz des Trainings wieder an der Leine ziehen, sollten Sie sich nicht beirren lassen. Bleiben Sie konsequent bei Ihrer Strategie, wird Ihr Hund lernen, dass es für ihn keinen anderen Weg für gibt als locker an der Leine zu laufen. Denn nur dann gibt es für ihn ein Erfolgserlebnis, in Form eines Lobs oder einer Belohnung. Schenken Sie ihm ein hundegerechtes Tempo, sobald er verstanden hat.

Die Trainingszeit sollten Sie dem Alter Ihres Hundes anpassen, damit er nicht übermüdet. Danach sollte er sich austoben oder mit Artgenossen spielen dürfen.

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