Erziehung

So lernt der Hund alleine zu bleiben

Der Hund ist immer gerne da, wo auch seine Menschen sind. Da wir den Hund jedoch nicht immer und überall mitnehmen können, ist es wichtig, dass er lernt auch mal alleine zu Hause bleiben zu können. So gewöhnen Sie Ihren Hund Schritt für Schritt ans Alleinsein.

Hund wartet vor der Tür
Alleine bleiben muss ein Hund Schritt für Schritt lernen © shutterstock.com/Javier Brosch

Für viele Hunde bedeutet es großen Stress, wenn Sie für kurze Zeit alleine bleiben müssen. Deshalb müssen sie so früh wie möglich lernen, dass alleine bleiben für einige Stunden zum ganz normalen Alltag gehört und nicht schlimm ist.  Bei einem jungen Hund ist das einfach. Doch auch ein älteres Tier, das bisher immer Familienanschluss hatte, lernt die herrenlose Zeit zu überbrücken, wenn Sie ein bisschen Geduld haben.

Wichtig ist natürlich, dass der Hund nicht zu lange allein bleibt! Es sollte sich immer nur um wenige Stunden, nicht um einen ganzen Tag handeln!

Welpen das Alleinsein lernen

Am einfachsten ist das beim Welpen, der frisch in seine Familie kommt. Seine innere Uhr stellt sich auf den menschlichen Lebensrhythmus ein. Das können Sie ausnutzen:

  • Nach einer ausgiebigen Spielphase, wenn der Welpe erschöpft und schläfrig in seinem Körbchen am Kauknochen knabbert, gehen Sie ohne ein Wort aus dem Zimmer und schließen die Türe.
  • Nach ein paar Minuten, in denen der Kleine scheinbar gar nicht begriffen hat, dass er alleine war, kommen Sie wieder und legen ihm einen Leckerbissen hin.

So können Sie Ihren Welpen in kleinen Etappen daran gewöhnen, alleine zu bleiben:

Beim nächsten Mal verlängern Sie die Zeit Ihrer Abwesenheit und verbinden Ihre Rückkehr mit einer lustigen Spielstunde. Dehnen Sie Ihre Ausgehzeiten immer weiter aus und kommen Sie nie ohne "freudige Nachrichten" zurück. Langsam aber sicher verknüpft der Junghund dann Ihr Weggehen mit guten Erwartungen. Vorsicht: Länger als zwei Stunden sollte kein junger Hund alleine bleiben!

Wenn Sie vor Ihrem Abgang immer dafür sorgen, dass der Hund sich ausreichend bewegt hat, ihn ins Körbchen schicken und ihm einen Kauknochen oder ein Spielzeug als Zeitvertreib anbieten, bezieht er auch diese beiden Gegenstände in den Zyklus mit ein.
Hund allein sein lernen
Verknüpfen Sie das Alleinsein beim Hund mit positiven Gefühlen.© New Africa-stock.adobe.com

Konsequenz beim Alleinsein-Training

Nicht immer klappt das gleich zu Anfang. Sollte der Welpe beim ersten Mal jämmerlich schreien, weil er sich trotz aller Manöver verlassen fühlt, müssen Sie hart bleiben. Lassen Sie ihn jaulen, auch wenn es Ihnen das Herz bricht. Machen Sie sich klar, dass er andernfalls Ihre Rückkehr in direkten Zusammenhang mit seiner Heulerei bringt. Die Folge: Er wird  immer lauter und länger winseln, um Sie damit schneller und sicherer zurückzuholen.

Warten Sie deshalb ab, bis er ruhig wird und kommen Sie dann zurück – mit Ihrer Hunde-Überraschung. Seien Sie in den ersten Wochen konsequent, dann haben Sie lebenslang einen Hund, der sich die Wartezeit mit Träumereien vertreibt, statt seinen Frust an Ihren Möbeln oder Nachbarn auszulassen.

Erwachsenen Hunden und Tierheimhunden lernen, alleine zu bleiben

Beim erwachsenen Hund fruchten die einfachen Tricks für Welpen nicht so schnell wie bei den Kleinen. Dennoch gehen Sie auch hier genauso vor wie bei einem Welpen. Was Sie benötigen ist ein wenig mehr Geduld.

Bevor Sie sich einen erwachsenen Hund anschaffen, sollten Sie sich dennoch vorher informieren, ob der Hund überhaupt alleine sein kann. Vor allem Tierheimhunde leiden häufig unter Trennungsangst. In so einem Fall, kommen Sie nicht drum herum sich fachliche Hilfe zu holen.

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