Kleiner Münsterländer

Für aktive Familien, die sich gern draußen bewegen und einen temperamentvollen Begleiter suchen, ist der Kleine Münsterländer ein zuverlässlicher Begleiter. Wenn er konsequent dazu erzogen wurde. Erfahren Sie hier alles über die Hunderasse Kleiner Münsterländer.

Münsterländer
Kleiner Münsterländer im Rasseportrait.© Stock.adobe.com/Alexandra Hollstein

Kleine Münsterländer zählen unter Hundeliebhabern zu äußerst beliebten Rassehunden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um den Kleinen Münsterländer.

Typische Merkmale

Größe: Rüde 52-56 cm, Hündin 50-54 cm
Gewicht: 17-25 kg
Felllänge: lang
Fellfarben: braun-weiß oder braunschimmel mit braunen Platten oder Tupfen bzw. braunen Mantel
Ursprungsland: Deutschland

Eigenschaften
Familientauglichkeit
Aktivitätslevel
Erziehbarkeit
Pflegeaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Herkunft des Kleinen Münsterländers

Angeblich soll es schon um 1870 langhaarige Wachtelhunde im Münsterland gegeben haben. Sie waren beliebte Begleiter bei der Jagd und ausgezeichnete Fährtenhunde. Der Heidedichter Hermann Löns und seine Familie sollen die Ersten gewesen sein, die sich der Zucht dieser Hunde annahmen.  Erst 1921 wurde ein Rassestandard erstellt, nach dem bis heute gezüchtet wird.

Aussehen des Kleinen Münsterländers

Der Kleine Münsterländer ist ein mittelgroßer Hund. Mit durchschnittlich 52 bis 54 cm ist er deutlich kleiner als der Große Münsterländer. Ein kräftiger Körperbau mit ausgeglichenen Proportionen zeichnet die Rasse aus. Die Rute wird flach getragen und zeigt eine lange Fahne.

kleiner Münsterländer
Kleine Münsterländer apportieren zuverlässig.© stock.adobe.com/hauswurzn

Fell und Farben des Kleinen Münsterländers

Den durchschnittlich 52 bis 54 cm großen, langhaarigen Kleinen Münsterländer gibt in es zwei – genau genommen in drei – Farbkombinationen: Braun- Weiß, Braun-Schimmel und ganz selten mit lohfarbenen Abzeichen an Fang und Augen, was man Jungklaus’sche Zeichnung nennt. Das Fell ist lang und wetterfest, dennoch pflegeleicht. Es reicht aus, das Fell ein bis zwei Mal pro Woche auszubürsten. 

Charakter und Erziehung des Kleinen Münsterländers

Hält man den Kleinen Münsterländer gemäß seinen natürlichen Veranlagungen, kann sich sein wunderbares Wesen voll entfalten: Der freundliche Vorstehhund gilt als anhänglich, zuverlässig, lebhaft und fröhlich. Im Umgang mit Kindern zeigt er sich in der Regel sozial und überaus verträglich. Er lässt sich problemlos gemeinsam mit anderen Haustieren halten.

Konsequent erzogen, entwickelt sich der Kleine Münsterländer zu einem leichtführigen und gehorsamen Hund. Einem inkonsequenten Besitzer tanzt er allerdings gern auf der Nase herum.

Wer seinen Kleinen Münsterländer ohne jagdliche Ausbildung lassen möchte, muss ihm viel Ersatzbeschäftigung bieten. Dieser Hund will gefördert und gefordert werden. Neben Schwimmen lässt er sich gut mit Nasenarbeit (Mantrailing, Suchspiele, Fährte) auslasten. Als ursprüngliches Arbeitstier braucht er einfach mehr als den täglichen Spaziergang. Bei der (konsequenten) Erziehung in den ersten Lebensjahren ist das Wichtigste, die Jagdleidenschaft in richtige Bahnen zu lenken.

Wie alle arbeitsfreudigen Hunde lernt der Kleine Münsterländer schnell und freudig, fordert aber Konsequenz. Fehler in der Erziehung nutzt er sofort aus und geht der eigenen Leidenschaft nach.

Haltung und Pflege des Kleinen Münsterländers

Obwohl der Kleine Münsterländer zunehmend den Status eines Familien- und Begleithundes einnimmt, handelt es sich um einen passionierten Jagdhund, dessen spezifische Fähigkeiten keinesfalls zu kurz kommen sollten.

Zur Familie entwickelt der Münsterläner eine starke Bindung, ist allerdings kein Wach- und Schutzhund. Seine herausragenden Fähigkeiten sind: festes Vorstehen, eine enorme Spursicherheit und guter Apport.

Mindestens ebenso spannend wie der Apport oder auch Zuchtschauen ist das Thema Wasserarbeit. Am und im Wasser outet sich der Kleine Münsterländer hemmungslos, was Wasserfreudigkeit, Ausdauer und Nasenleistung angeht. Schwimmen ist die erste Stufe der Jagdhunde-Ausbildung und außerdem eine gute Freizeitbeschäftigung für Münsterländer. Umso früher man mit dem Schwimmtraining beginnt, desto leichter fällt es dem Hund. Anfangs ist ein flaches Ufer wichtig, damit der Welpe oder spätere Junghund sich allmählich an das Wasser gewöhnt. Solange das Wasser nur bis zum Bauch reicht, sind die meisten jungen Münsterländer ziemlich mutig. Vor allem dann, wenn erwachsene Vorbilder dabei sind. Sobald allerdings der Boden unter den Pfoten schwindet, sieht das anders aus. Dann kann eine spielerisch eingesetzte Reizangel helfen.

zwei Münsterländer im Wasser
Kleine Münsterländer spielen im Wasser.© stock.adobe.com/Peter
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