Kleinspitz

Deutsche Spitze sind laut FCI Nachkommen des steinzeitlichen Torfhundes "Canis familiaris palustris Rüthimeyer" und späteren "Pfahlbauspitzes" und die älteste Hunderasse Mitteleuropas. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Kleinspitz.

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Der Kleinspitz im Rassenporträt.© stock.adobe.com/Eric Isselée

Typische Merkmale

Größe: 23-29 cm
Gewicht: ca. 5 Kilo
Felllänge: lang, abstehend, mähnenartig
Fellfarben: Schwarz, Braun, Weiß, Orange, Grau-Shading
Ursprungsland: Deutschland
Klassifikation: FCI Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 4: Europäische Spitze

Eigenschaften

Familientauglichkeit
Aktivitätslevel
Erziehbarkeit
Pflegeaufwand
Arbeitsbedürfnis
Menschenbezogenheit

Deutsche Spitze sind laut FCI Nachkommen des steinzeitlichen Torfhundes "Canis familiaris palustris Rüthimeyer" und späteren "Pfahlbauspitzes" und die älteste Hunderasse Mitteleuropas. Zahlreiche andere Rassen sind aus ihnen hervorgegangen. Der Kleinspitz wurde der Überlieferung nach zunächst vor allem in der Gegend von Mannheim gezüchtet, was ihm auch den Beinamen "Mannheimer Spitz" einbrachte.

Allgemeines Erscheinungsbild

Typisch für Spitze ist das schöne Haarkleid, das durch die reichlich vorhandene Unterwolle absteht. Besonders auffällig sind der mähnenartige Kragen und die buschig behaarte Rute. Der Kopf ist fuchsähnlich. Kleinspitze haben sehr viele Fellfarben: Schwarz, Braun, Weiß, Orange, Graugewolkt – viele weitere Varianten sind außerdem möglich.

Verhalten und Charakter

Hübsch anzusehen, erstaunlich klug im Köpfchen und äußerst anpassungsfähig, dazu noch brav und wachsam, so trippelt der Kleinspitz durchs Leben. Leider hat er einen schlechten Ruf. Die Keif- und Beißfreude, die angeblich schlechte Erziehbarkeit aber haben dem Spitz immer nur Leute unterstellt, die ihn selbst nie besaßen. Wer ihn kennenlernt, wird ihn lieben. Er wird Sie bewachen und beschützen. Ebenfalls schön: Er rauft nicht, streunt nicht, wildert nicht. Ein Spitz kennt nur ein Ziel: bei den Seinen zu bleiben.

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Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Ein Langstreckenläufer ist er nicht, dafür eine große Spielernatur. Vor allem Bälle haben es ihm angetan, er wird aber auch begeistert Kunststücke trainieren – wenn Sie es schaffen, ihn dauerhaft zum Mitmachen zu motivieren, denn nichts langweilt ihn so sehr wie stupide Wiederholungen. Lange Spaziergänge wird er ebenfalls gerne absolvieren, ein Dauerlauf oder schnelles Joggen liegen ihm allerdings nicht. 

Erziehung

Ein Spitz hat den Hang, "Gefahr" schneller zu melden als andere Hunde. Das darauffolgende "Nein!" begreift er aber auch schneller als der Rest. Der Hund ist sehr gelehrig und fügsam, der einzige – und auch der schlimmste – Fehler, den man machen kann, ist, dass man mit der Erziehung zu spät beginnt, also nachdem sich falsche Verhaltensweisen schon eingebürgert haben. Um Fehlverhalten zu vermeiden, sollte man ihn frühzeitig sozialisieren (z.B. durch den Besuch von Welpenspielgruppen), das Alleinsein schon mit dem jungen Hund üben, ebenso wie das Einstellen des Bellens auf Kommando.

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Pflege

Das lange, weiche Fell benötigt keine aufwendige Pflege, regelmäßig bürsten und kämmen reicht aus.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Spitze sind allgemein als sehr gesunde und robuste Hunde bekannt. Dennoch können PL (lockere Kniescheibe) und Herzprobleme vorkommen – deshalb bei der Suche nach einem Welpen bitte unbedingt an einen VDH-Züchter wenden!

Hätten Sie's gewusst

Der Kleinspitz wird häufig mit dem Zwergspitz verwechselt, da früher alle Spitze bis 29 Zentimeter Schulterhöhe als Kleinspitz bezeichnet wurden. Inzwischen handelt es sich aber um zwei eigenständige Rassen.

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