Pech der schwarzen Katze: Nur geringe Chance auf Vermittlung

Schwarze Katzen gelten als besonders schwer vermittelbar. Viele schwarze Katzen bleiben auffällig lange im Tierheim, während Artgenossen mit anderer Fellfarbe leichter zu vermitteln sind. Wir klären auf, warum das leider noch immer so ist.

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Schwarze Katzen haben keine guten Vermittlungschancen. © Stock.adobe.com/Anna Croccolo

Mystisch und geheimnisvoll sehen sie aus, die nachtschwarzen Katzen mit ihren umso heller strahlenden Augen. Gerade bei Kurzhaarrassen glänzt das dunkle, den Körper eng umschmeichelnde Fell und hüllt das Tier in einen gesunden Schimmer. Katzen mit diesem eigentlich beeindruckend hübschen Erscheinungsbild haben es aber leider unheimlich schwer.

Schwarze Katzen haben im Tierheim schlechte Chancen

Tierschützer verweisen immer wieder darauf, dass schwarze Katzen meist zuletzt einen neuen Besitzer finden. Viele von ihnen haben gar kein Glück und bleiben im Tierheim. Doch warum ist das so?

Die Fellfarbe hat keinerlei Einfluss auf das Gemüt und das Temperament der Tiere. Schwarze Katzen sind also nicht aggressiver oder arglistiger als die beliebteren Farbschläge der rostroten, grauen, weißen oder zwei- und drei- farbigen Kollegen. Selbst Katzen in Schwarz-Weiß haben es schwerer.

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Die Augen schwarzer Katzen scheinen besonders zu leuchten.© Stock.adobe.com/Виктор Иден

Aberglaube schuld an schlechten Vermittlungsschancen?

Vermutlich hängt die Zurückhaltung bei der Adoption einer schwarzen Katze noch immer mit Aberglauben zusammen, der aus dem Mittelalter stammt. Bis heute hält sich zum Beispiel der Gedanke, dass schwarze Katzen, die vor einem von links nach rechts die Straße überqueren, Unglücksboten seien.

Die ursprünglich so beliebten Mäusefänger wurden im Mittelalter, und auch durch das Christentum, plötzlich als heidnische Wesen verteufelt. Wer eine Katze hatte, lief Gefahr, als Hexe wahrgenommen und verbrannt zu werden. Schwarz war und ist die symbolische Farbe für Tod und Trauer. Sehr gläubige oder auch sehr abergläubische Menschen gingen schwarzen Katzen bewusst aus dem Weg.

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Auch schwarz-weiße Katzen haben schlechtere Vermittlungschancen.© Stock.adobe.com/Azaliya

Aberglaube sollte längst überholt sein

Dass aber auch heute noch eine Fellfarbe der Grund dafür sein soll, dass unzählig viele schwarze Katzen ein Leben in Heimen fristen müssen, ist mehr als bedauerlich. Das ist das eigentlich Erschreckende – und nicht der bezaubernde schwarze Kater, der einem im Tierheim um die Beine streicht und schnurrt. Vielleicht geben ja Sie einer schwarzen Katze mal eine Chance und nehmen sie bei sich auf?

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