Ernährung

Katzenfutter bei chronischer Niereninsuffizienz

Viele Katzen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine chronische Niereninsuffizienz. Um die Leistung der Niere möglichst lange zu erhalten, ist eine Fütterung mit speziellem Diätfutter unverzichtbar. 

Katzen mit chronischer Niereninsuffizient benötigen Spezialfutter. © Shutterstock.com/Impact Photography

Die Nieren sind dafür zuständig, Schadstoffe aus dem Körper zu filtern. Ist dieses wichtige Organ in seiner Funktion eingeschränkt, spricht man von einer Niereninsuffizienz, die bei vielen Katzen chronisch verläuft (CNI). Bei der Entlastung der Nieren spielt eine Ernährung, die an den Schweregrad der Erkrankung angepasst ist, eine wichtige Rolle.

Richtig füttern bei Niereninsuffizienz

Studien habe gezeigt, dass die Lebenserwartung nierenkranker Katzen, die speziell angepasstes Diätfutter erhielten, in der Regel doppelt so hoch war wie die Lebenserwartung von Katzen, die mit normalem Futter weitergefüttert wurden. Die Schwere der Nierenerkrankung bestimmt, wie das Diätfutter beschaffen sein sollte. Der Tierarzt wird Ihnen individuell für Ihre Katze eine Fütterungsempfehlung geben. Durch regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt kann sie im weiteren Krankheitsverlauf immer wieder angepasst werden. Generell gilt:

Im Frühstadium (I und II) einer chronischen Niereninsuffizienz sollte der Gehalt an Phosphor und Natrium im Futter reduziert sein, um die Nieren zu schonen. Diese Fütterung mit deutlicher Phosphorreduzierung... 

  • ... verlangsamt die Verschlechterung der Nierenleistung
  • ... schont das noch intakt arbeitende Nierengewebe

Auch die Reduktion des Natriumgehalts im Futter ist wichtig, da dieses den Blutdruck erhöhen kann, was wiederum die Nieren stärker belastet. Auch salzhaltige Leckereien sollten vermieden werden. Als Richtwert kann gelten, dass der Natriumwert unter 1 mg/kcal liegen sollte.

Im fortgeschrittenen Stadium (III und IV) einer chronischen Niereninsuffizienz sollte zudem auf den Proteingehalt im Nierendiätfutter geachtet werden: Durch den Abbau von Proteinen entsteht Harnstoff, der sich durch die eingeschränkte Nierenleistung im Blut ansammelt und die Katze so schleichend von innen heraus vergiftet. Daher ist der Proteingehalt in Nierendiäten reduziert, während gleichzeitig auf besonders hochwertige Proteinquellen geachtet wird.

Nierenkranke Katzen haben großen Durst.  © Stock.adobe.com/Krakenimages.com

Die Umstellung auf Nieren-Diätfutter

Normales Katzenfutter enthält zu viel Phosphor und Proteine und würde die Niere der Katze zu stark belasten. In therapeutischen Diätfuttermitteln für nierenkranke Katzen ist der Nährstoffgehalt higegen genau an die Bedürfnisse der kranken Katze angepasst.

Spezielles Nieren-Diätfutter gibt es inzwischen von verschiedenen Futtermittelherstellern und in verschiedenen Darreichungsformen, sodass es heute zum Glück leichter ist, ein Diätfutter zu finden, das die Katze auch gerne annimmt. Keinesfalls darf eine drastische Umstellung, zum Beispiel von Nass- auf Trockenfutter vorgenommen werden. Zu Beginn sollte man das Diätfutter nur löffelweise unter das gewohnte Futter mischen und den Anteil im Futter so Schritt für Schritt erhöhen.

Nierenkranke Katzen gezielt unterstützen

Ein Problem bei nierenkranken Katzen stellt oft mangelnder Appetit dar: Deswegen ist Schmackhaftigkeit bei Nierendiäten wichtig. Sollte die Katze ihr Diätfutter nicht anrühren, kann man versuchen, es ihr mit ein paar Tricks schmackhafter zu machen:

  • Anwärmen des Futters
  • Zugabe einiger Tropfen Thunfischöl oder Stückchen gebratenen Fleisches

Zusätzlich können Sie Ihre nierenkranke Katze auch noch anders unterstützen. Hochwertige Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl enthalten sind, haben einen positiven Effekt bei Nierenschäden. Ihr Tierarzt berät Sie, ob und in welcher Menge eine Zufütterung sinnvoll ist.

Wichtig ist, dass man sich wirklich an die Ernährungsvorschriften des Tierarztes hält. Die nierenkranke Katze sollte außer ihrer Spezialnahrung keine zusätzlichen Snacks bekommen. Auch Vitaminpräparate darf die Katze nur nach Absprache mit dem Tierarzt erhalten, da viele Präparate viel Phosphor enthalten.
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