Macht der Mond die Katze unruhig?

Viele Katzenbesitzer berichten, dass ihre Katzen bei Vollmond sehr unruhig und teils aggressiv wirken. Ob die Mondphase wirklich einen Einfluss auf Katzen hat, lesen Sie hier. 

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Viele Katzen wirken bei Vollmond besonders unruhig. © Stock.adobe.com/Luis G. Vergara

Beeinflusst der Mond das Katzenverhalten? Es gibt bereits zahlreiche Studien über den Einfluss des Mondes auf Menschen. Auch wenn viele berichten, in Vollmondnächten unruhiger zu schlafen, konnten belegbare Verbindungen von menschlichem Verhalten zur Mondphase bislang noch nicht nachgewiesen werden. 

Welchen Einfluss der Vollmond jedoch auf Tiere hat, ist bislang noch nicht weiter erforscht worden. Bekannt ist, dass bestimmte Insektenarten ihr Flugverhalten an der Mondphase orientieren, die Lebewesen im Wattenmeer sich stark auf die Mondphasen einrichten und bei einigen Tiere mehr Paarungen in Vollmondnächten stattfinden.  

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Freigänger sind bei Vollmond besonders lange unterwegs. © Stock.adobe.com/ 康裕 飯島

So reagieren Katzen auf den Mond

Katzen haben sehr feine Sinne und nehmen Geräusche und Bewegungen wahr, die selbst der aufmerksamste Mensch nicht hören oder sehen kann. Viele Katzenhalter berichtet, von auffälligen Verhalten bei Vollmond:  

  • vermehrte Aktivität, Katze findet keine Ruhe
  • Katze miaut besonders viel 
  • kürzere Tiefschlafphasen
  • Zunahme von Revierkämpfen und Streitigkeiten
  • Freigänger sind länger unterwegs 
  • bei unkastrierten Tieren: verstärkter Sexualtrieb 

Die hellen Vollmondnächte können also durchaus auf das Katzenverhalten einwirken, besonders sensible Katzen reagieren empfindlicher darauf als andere. 

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Was tun, wenn die Katze bei Vollmond besonders unruhig ist?

Wenn Ihre Katze zu den Tieren gehört, die in Vollmondnächten besonders unruhig sind und Ihnen dadurch den Schlaf raubt, können Sie die Katze am Tag vor dem Vollmond besonders gut auslasten. Setzen Sie zusätzliche interaktive Spielpartien auf den Tagesplan, präsentieren Sie ihr ein neues Spielzeug und lassen Sie sie ihr Trockenfutter jagen, anstatt es ihr einfach nur im Napf zu präsentieren. Wenn Sie Glück haben, ist Ihre Samtpfote am Abend dann wirklich müde und lässt Sie schlafen – und wenn nicht, genießen sie einfach zusammen den Vollmond. 

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Nachgewiesen ist der Mondeinfluss auf Katzen nicht. © Stock.adobe.com/ramustagram

Erfahrungen unserer Leser

Im Magazin Geliebte Katze haben wir gefragt, ob sich Ihre Katzen bei Vollmond auffällig verhalten. Hier ein kleiner Auszug der Antworten.

Vollmondkatze Jessica

Meine Kätzin Jessica (schwarz) ist auch so eine Vollmondkatze. In der Woche, in der wir Vollmond haben ist sie extrem aggressiv und schikaniert ihre Mitbewohner. Wenn ich nicht auf den Mond achte, merke ich spätestens, wenn sie das "Spinnen" anfängt, dass wir Vollmond haben. Auch die Kater sind etwas unruhiger als sonst. Was man dagegen tun kann? Ich denke, dagegen kann man wohl nichts machen. Wir Menschen reagieren doch auch auf den Mond, schlafen unruhig etc. und können nichts dagegen machen!
Sylvia S.

Alle Katzen bei Vollmond lebhafter

Vermutlich sind doch alle Katzen bei Vollmond lebhafter – mein Kater Morle gehört jedenfalls auch dazu. Ich bin Junggeselle und lebe mit ihm alleine. Wenn er mich in dieser Zeit "schikaniert", dann stehe ich auf, trinke eine heiße Milch mit Honig oder auch mal ein Bier, spiele ein wenig mit ihm und sperre ihn danach aus meinem Schlafzimmer aus, damit er sich nicht daran gewöhnt.
Otto B.

Schlafräuber bei Vollmond

Unsere Katze Jenny, zwei Jahre alt, ist auch solch ein Wesen, das uns bei Vollmond den Schlaf raubt. Nachdem ich anfangs sehr wütend darauf reagiert habe, denn ich schlafe zu dieser Zeit auch unruhiger, habe ich mich dann von ihr "inspirieren" lassen: Der Mond beeinflusst die Gezeiten und auch viele Menschen spüren seine Kraft – manche mehr, manche weniger. Die Nachttiere sind besonders aktiv – allen voran die Katzen, die diese Atmosphäre besonders lieben. Verständlich, denn das silberne Licht des vollen Mondes verzaubert die Nacht in eine fast märchenhafte Landschaft.

Nachdem Jenny mich dann wieder mal aufgeweckt hatte und ich inzwischen fand, dass der Mond wundervoll zu betrachten ist, kam ich auf die Idee, die nächtliche Zeit für kreative Tätigkeiten zu nutzen, für die ich während des Tages nicht die nötige Muße hatte: längst fällige Briefe zu schreiben, Urlaubsfotos einzukleben, meinen Schreibtisch aufzuräumen oder ein paar Kapitel in meinem Buch zu lesen. Meditieren tut auch gut. Damit ging der Ärger auf Jenny weg, und ich hatte meine Wachphase mit etwas Schönem gefüllt. Wir lassen unsere Katze während dieser Phase auch im Haus und sehen seitdem dem Vollmond gelassen entgegen.
Marianne Sch.

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