Ernährung

Kaninchen fit durch den Winter

Damit Ihre Kaninchen fit durch den Winter kommen, können Sie sie durch gezielte Ernährung während der kalten Jahreszeit unterstützen. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

rotes Kaninchen wir von Frau gehalten
Sehr beliebt und empfehlenswert sind getrocknete Küchenkräuter.© adobestock.com/Africa Studio

Im Winter sieht das Nahrungsangebot für Kaninchen etwas anders aus als im Sommer. Vor allem frisches Gras ist in der kalten Jahreszeit meist Mangelware. Gerade bei Kaninchen in Außenhaltung ist die richtige Ernährung im Winter aber besonders wichtig, damit sie fit durch den Winter kommen.

Getrocknetes Futter für Kaninchen im Winter

Es bietet sich an, im Winter mit natürlich-wertvollem Futter für Abwechslung auf dem Speisezettel der Kaninchen sorgen. Neben dem normalen Heu, das bei einer guten Hasenernährung nie fehlen darf und die Nahrungsgrundlage bildet, sind vor allem getrocknete Kräuter eine wahre Delikatesse für Ihr Kaninchen:

  • Löwenzahn und Spitzwegerich liefern z.B. wichtige Nährstoffe in erkältungsreichen Zeiten.
  • Junge Brennnessel- und Brombeerblätter gelten als sehr vitaminreich. Brennnesseln sind übrigens die einzigen Pflanzen, die, möchte man sie frisch verfüttern, erst kurz anwelken sollten, damit die Nesselwirkung der Blätter für Ihr Häschen gemindert wird.
  • Schafgarbe und Kamille, auf Vorrat gesammelt, bewähren sich durch ihre krampflösenden und beruhigenden Wirkstoffe bei Blähungen und Darmerkrankungen.
  • Sehr beliebt und empfehlenswert sind getrocknete Küchenkräuter wie Petersilie, Liebstöckel, Majoran, Dill, Kerbel und Salbei. Die lassen sich prima auf der Fensterbank ziehen.
Achten Sie aber darauf, dass Sie Futterpflanzen nur auf Wiesen sammeln, die frei von Bioziden sind. Auf Kräuter, die neben viel befahrenen Straßen wachsen, sollten Sie nicht verfüttern.
Kaninchen frisst im Winter
Im Winter freuen sich Kaninchen über Heu, getrocknete Kräuter und etwas Gemüse.© serikbaib-stock.adobe.com

Obst und Gemüse im Winter

Zusätzlich zu Heu und Kräutern können Sie Ihre Kaninchen auch im Winter mit Gemüse und Obst (in kleinen Mengen) füttern. Geeignet sind beispielsweise Äpfel, Möhren, Fenchel und Sellerie. Auch Kohl ist im Winter für die Kaninchenernährung geeignet.

Kohl wurde lange als ungeeignet für die Kaninchenernährung angesehen, er wurde als unverträglich für Kaninchen eingestuft, weil er aufgasend wirke und Verdauungsprobleme verursache. Doch heute wird Kohl als durchaus geeignet angesehen, solange man ein paar Dinge bei der Kaninchenhaltung beachtet:

  1. Die Kaninchen müssen langsam an Kohl gewohnt werden (erst eine ganz kleine Menge an leicht verträglichen Kohl, z.B. ein Blatt Kohlrabi, dann z.B. mit einer kleinen Menge Brokkoli oder Blumenkohl fortfahren und die Mengen langsam steigern)
  2. Die Kaninchen dürfen ansonsten kaum mit Trockenfutter, Pellets oder fetthaltigem, energiereichem Futter gefüttert werden.
  3. Die Kaninchen brauchen viel Bewegung, damit die Verdauung gut funktioniert.

Manche Kaninchen vertragen tatsächlich keinen Kohl. Das ist aber selten. Beobachten Sie Ihre Kaninchen, ob sie nach dem Fressen von Kohl Auffälligkeiten zeigen oder Verdauungsprobleme haben.

Leichter verträgliche Kohlsorten sind :

  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Chinakohl
  • Grünkohl
  • Kohlrabi
  • Romanesko

Bei der Gabe schwerer verdaulicher Kohlsorten wie Rosenkohl, Wirsing und insbesondere Rot- und Weißkohl sollten Sie sehr vorsichtig sein. Verfüttern Sie diese erst, wenn Ihre Kaninchen wirklich an Kohl gewohnt sind oder bleiben Sie bei den gut verträglichen Kohlsorten.

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