Tierschützer

Als Tierschützer verbringt man zwar oft Zeit auf der „Straße“, ein Großteil der Arbeit findet aber „hinter den Kulissen“ im Büro statt.
 
Tierschützer © AndriiKoval - stock.adobe.com
Tierschützer
Eine staatlich anerkannte Ausbildung oder ein Studium zum „Tierschützer“ gibt es in Deutschland nicht. Die großen Organisationen wie der Deutsche Tierschutzbund , VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, der Bund gegen Missbrauch der Tiere oder ProVieh setzen sich für eine artgerechte Haltung von Tieren ein und sorgen für deren Schutz. Mit fachlicher Kompetenz, Geduld und Glück kann man dort eine der seltenen Stellen erhalten und so jeden Tag Tiere schützen.


Arbeit im Tierschutzverein

Viele Tierschutzvereine leben allein von ehrenamtlicher Arbeit. Um eine der wenigen hauptberufliche Stelle zu erhalten braucht man vor allem eins – eine qualifizierte fachliche Ausbildung. Welche sich am Besten eignet, hängt davon ab, welchen Beruf man in der Organisation ergreifen möchte: ob im Kampagnenbereich als Biologe, Tierarzt oder Projektleiter, in der Pressestelle als Journalist oder PR-Berater, in der Verwaltung als Buchhalter oder undercover als Kameramann unterwegs – im Tierschutz ist jeder ein „Quereinsteiger“.

Aufgrund der Vielzahl der Bewerbungen auf einzelne Stellen ist es wichtig, Engagement zu zeigen und auch privat zu 100 Prozent hinter den Zielen der Organisation zu stehen. Überzeugter Einsatz für die vegetarische-vegane Ernährung und ehrenamtlicher Einsatz in Tierschutz- oder Tierrechtsgruppen können den Ausschlag für einzelne Bewerber geben. Die großen Vereine bieten zudem Praktika in verschiedenen Arbeitsbereichen an, bei denen man in den Beruf „Tierschützer“ hineinschnuppern kann.


Sich privat für den Tierschutz engagieren

Auch wenn Sie sich nicht für einen Tierschutzverein engagieren, ist es doch möglich, sich auch von zu Hause aus für den Tierschutz einzusetzen. Geld- oder Sachspenden an Tierheime oder Tierschutzvereine resultieren in großer Dankbarkeit und Wertschätzung, hier wird jede noch so kleine Hilfe dankbar angenommen.

Haben Sie einen Garten oder Balkon, so können Sie Insektenhotels, Nistkästen oder Vogelhäuser aufstellen, sowie Blumen für Bienen pflanzen. Auch eine flache Schale mit Wasser als Vogel- und Bienentränke ist in heißen Sommern eine große Hilfe. 
Rechen Sie das Laub im Herbst zu einem Hügel zusammen und lassen Sie es in einer Ecke im Garten liegen – so schaffen Sie wichtige Überwinterungsplätze zum Beispiel für Igel.

Mit Ideenreichtum und geringem Zeitaufwand können Sie so auch privat den Erhalt der Arten unterstützen.

Natürlich wird auch jede Hilfe im Tierheim gerne gesehen. So können Sie mehr oder weniger regelmäßigen mit den Hunden spazieren gehen, bei der Fütterung und Pflege aushelfen oder die Tiere streicheln und betreuen. 
 
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