Unsauberkeit bei Katzen: Ursachen und Therapie

Wenn die eigentlich stubenreine Katze plötzlich nicht mehr auf das Katzenklo geht, stimmt etwas nicht. Sie müssen jetzt unbedingt handeln! Woher die plötzliche Unsauberkeit Ihrer Katze kommt und was Sie dagegen tun können, verraten wir Ihnen hier.
 
Katze unsauber © adobestock.com/Africa Studio
Wird die Katze unsauber, müssen Sie schnell handeln.
Wenn Katzen bisher immer stubenrein waren und auf einmal nicht mehr das Katzenklo für den Toilettengang verwenden, ist etwas nicht in Ordnung. Nicht nur, weil es für uns Menschen unangenehm ist, sondern vor allem Ihrer Katze zuliebe, müssen Sie jetzt unbedingt herausfinden, weshalb Ihre Katze ihre Toilette nicht mehr aufsucht.
 

Gesundheitliche Beschwerden als Ursache für Unsauberkeit

Wenn Ihre Katze plötzlich das vertraute Katzenklo meidet, können körperliche Krankheiten schuld daran sein. So beispielsweise auch eine Blasenentzündung: Spürt Ihre Katze beim Wasserlasseneinen einen brennenden Schmerz, meidet sie beim nächsten Mal den Ort, an dem sie diese negative Erfahrung gemacht hat. Die Folge: Sie erleichtert sich künftig woanders.

Damit Ihrer Katze schnellstmöglich geholfen werden kann, sollten Sie immer zuerst den Tierarzt aufsuchen, wenn Ihre Samtpfote plötzlich unsauber geworden ist. Er wird herausfinden, ob eine Krankheit die Ursache für dieses unerwünschte Verhalten ist.
 

Psychische Belastung führt zur Unsauberkeit der Katze

Wurde eine körperliche Ursache ausgeschlossen, kann es auch ein psychisches Problem sein, weshalb Ihre Katze nicht mehr auf das Katzenklo geht. Veränderte Lebensumstände können bei Haustieren durchaus großen Stress auslösen. Überlegen Sie: Gab es in der letzten Zeit irgendwelche Veränderungen im Leben Ihrer Katze?
 

Mögliche stressverursachende Veränderung im Leben der Katze

1. Andere Inneinrichtung kann die Katze verunsichern
Manche Katzen überfordert es, wenn die Möbel in ihrer bekannten Wohnung umgestellt werden: Sie gestalten damit nämlich auch das Revier Ihrer Katze um. Das vertraute Heim wird der Katze fremd – das kann sie verunsichern und stressen, weshalb sie ihr Katzenklo nicht mehr besuchen möchte.

2. Ein Umzug bedeutet Stress für die Katze
Eine neue, fremde Umgebung ist für Katzen nur sehr schwer zu akzeptieren. Es kann sein, dass sie den Umzug in ein neues Heim nicht so einfach verkraftet. Lassen Sie Ihrer Katze unbedingt Zeit, sich an das neue Revier zu gewöhnen.

3. Neue Mitbewohner können die Katze überfordern
Zieht der neue Partner, ein neues Haustier oder vielleicht ein Baby in die Wohnung ein, kann auch das Stress für die Katze bedeuten. Es ist eine starke Veränderung in ihrem Leben und auch hier braucht Ihre Katze viel Zeit, um sich an den neuen Mitbewohner zu gewöhnen.

4. Ihre Katze will nicht allein gelassen werden
Es stresst Ihre Katze, wenn sie plötzlich oft allein ist . Geht Ihre Katze nicht mehr auf das Katzenklo, kann das ein eindeutiger Hinweis dafür sein, dass sie sich vernachlässigt fühlt. Verbringen Sie mehr Zeit mit Ihrer Katze und schenken Sie Ihr mehr Aufmerksamkeit!


Die Katze muss zufrieden mit dem Katzenklo sein

Möglicherweise ist die Katze mit dem Katzenklo unzufrieden. Ist das der Fall, sucht sie es nicht mehr auf. Es kann beispielsweise sein, dass das Katzenklo für Ihre Katze zu klein ist. Kann sie sich nicht ausreichend darin bewegen, fühlt sie sich eingeengt und wird ihr Geschäft folglich auch nicht darin verrichten wollen.

Achten Sie darauf, dass das Katzenklo stets sauber ist: Möglichst mehrmals am Tag müssen die Hinterlassenschaften entfernt werden. Üble Gerüche sorgen dafür, dass sich die Katze nicht mehr so gern in das Katzenklo setzt. Wechseln Sie auch die gesamte Streu rechtzeitig aus.

Auch die Anzahl der Katzenklos spielt eine wichtige Rolle. Eine Faustregel besagt: Anzahl der Katzen + 1 = Anzahl der benötigten Katzenklos.


Das Katzenklo muss groß genug sein.     ©adobestock.com/FurryFritz
 

Bei Unsauberkeit der Katze muss schnell gehandelt werden

Es ist notwendig, dass Sie den Grund für die Unsauberkeit Ihrer Katze erkennen. Diese Situation ist weder für Sie, noch für Ihre Katze angenehm. Außerdem: Verrichtet die Katze ein paar Mal Ihr Geschäft außerhalb des Katzenklos, übernimmt Ihre Samtpfote diese Gewohnheit womöglich. Unsauberkeit schleicht sich leicht ein und kann unter Umständen auch langfristig zu einem Problem werden.

Um das bestmöglich zu vermeiden, müssen Sie das Malheur und den Geruch immer gründlich beseitigen . Die Katze könnte sonst auf die Idee kommen, weiterhin dort ihre Notdurft zu verrichten, wo es ohnehin schon danach riecht.
 

Verwechslungsgefahr: Markieren ist keine Unsauberkeit

Es kann sein, dass Sie die Unsauberkeit Ihrer Katze mit dem Markieren – was sowohl Kater als auch Katzen tun – verwechseln. Der Unterschied zum Urinieren: Beim Markieren werden normalerweise senkrechte, horizontale Flächen (Rückseite eines Regals, Sofas oder Sessels) ausgewählt. Die Katze sucht sich eine Stelle auf Nasenhöhe – Artgenossen sollen die Duftmarke keinesfalls übersehen. Das ist beim normalen Wasserlassen nicht der Fall: Hierfür setzt sich die Katze für gewöhnlich hin.
 

Katzen können im Alter unsauber werden

Ist Ihre Katze schon etwas älter, ist kann es passieren, dass Sie etwas schusselig wird. Sie kann beispielsweise vergessen, wo das Katzenklo steht und dann einen anderen Ort für Ihr Geschäft wählen. Es ist auch möglich, dass es der Katzensenior einfach nicht mehr bis zur Toilette schafft.

Dann müssen Sie Abhilfe schaffen: Stellen Sie Ihrer Katze zusätzliche Katzenklos mit niedrigem Rand zur Verfügung. Deponieren Sie sie dort, wo die Katze gut hinkommt – beispielsweise auf dem Weg zum Kratzbaum. Denken Sie dabei aber daran, dass Ihre Katze weiterhin Ihre Ruhe beim Urinieren braucht. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Ihr Stubentiger die zusätzlichen Toiletten auch benutzt. Mit diesen Hilfsmitteln wird Ihre Katze sicherlich wieder wie gewohnt stubenrein.