Wie Hundehalter in Krisenzeiten zusammenhalten

Die Ausbreitung des Virus COVID-19 hat schwerwiegende Folgen: Immer mehr Menschen können Ihr Zuhause nicht verlassen. Für Hundebesitzer fatal – wie kann der Hund da noch artgerecht versorgt werden? Doch auch in der Coronavirus-Pandemie beweist unsere Hunde-Community: Gemeinsam sind wir stark.

Zusammenhalt in der Corona Krise Hundehalter
Auch in Krisenzeiten müssen wir zusammenhalten.© shutterstock.com/4 PM production

Gerade für ältere Menschen und diejenigen, die an einer Vorerkrankung leiden, ist es während der aktuellen Corona-Krise immens schwierig, den Alltag zu organisieren. Soziale Kontakte sollen auf ein Minimum reduziert, das Haus, wenn möglich, gar nicht erst verlassen werden. Besonders wenn Sie mit einem Hund zusammenleben, wissen Sie, wie herausfordernd diese Aufgabe ist. Doch wir Hundefreunde halten selbst in Krisensituationen, wie es die Coronavirus-Pandemie aktuell ist, zusammen – unterstützen und helfen uns gegenseitig. Das stellen verschiedene clevere Ideen und Initiativen unterschiedlicher Menschen unter Beweis.

Trotz Corona will Österreich Versorgung der Haustiere sicherstellen

Kein Hundebesitzer in Österreich, der aufgrund der Verbreitung des Coronavirus sein Haus nicht mehr verlassen kann, soll vergessen werden. Einige private Projekte haben es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffenen bei der Versorgung ihrer Haustiere bei Ausgangssperre zu unterstützen – und retten damit nicht nur Zwei-, sondern auch Vierbeiner aus einer Notlage. Die Initiative "Pro-Hund" – ein Zusammenschluss aller großen Organisationen Österreichs aus dem Hundesektor – ist ein solches Projekt. Auch der Dachverband Tierschutz 2.0 ist Teil davon.

Brigitte Cocyan und Elke Hietl, beide vom Dachverband Tierschutz 2.0, sind sich einig: "Wir brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe für Betroffene. Vor allem die täglichen Gassi-Geh-Runden für Wohnungshunde müssen übernommen werden". In Österreich leben etwa 700.000 Hunde – ihre Versorgung in der Corona-Krise zu gewährleisten, ist eine herausfordernde aber notwendige Aufgabe.

Unter der Notfallhotline 0660 12 888 99 oder auf Facebook unter "Pro-Hund Corona-Notfallhilfe" finden Hundebesitzer Unterstützung von "Pro-Hund".

In Österreich muss kein Hund auf den Spaziergang verzichten. ©adobestock.com/DoraZett

Tirol setzt auf Zusammenhalt in der Corona-Krise

Das österreichische Engagement, während der Ausbreitung des Coronavirus, zeigt sich auch in Tirol: Viele Jugendliche und Studenten organisieren sich selbst, um anderen Menschen zu helfen. Die Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf lobt die jungen Menschen: "Die Freiwilligen entlasten nicht nur die Einsatzkräfte, sondern tragen damit aktiv zur Verbesserung der aktuellen Situation bei."

Für Hundehalter, die in Tirol von Ausgangseinschränkungen aufgrund des Coronavirus betroffen sind, bietet der Verein "Tierisch glücklich" Unterstützung. Auf der Website www.tierisch-gluecklich.com können Sie sich an Obfrau Sabine Wolszky wenden – der Verein bietet Corona-Betroffene mit Ausganssperre und Menschen, die zur Risikogruppe gehören an, sie bei den Gassi-Runden des Hundes zu unterstützen.

Auch älteren Hundebesitzern wird geholfen.   ©adobestock.com/Seventyfour

Auch Deutschland packt in Corona-Krise mit an

In ganz Deutschland haben sich bereits mehrere Vereine und auch Privatpersonen aufgrund der Corona-Krise zusammengeschlossen – sie wollen denjenigen helfen, die aufgrund des Alters oder einer Vorerkrankung nicht in die Öffentlichkeit gehen können. Der Verein Sofa Rostock e.V. ist einer davon: In der Facebook-Gruppe "Quarantäne – Hilfe Rostock" können Freiwillige unter anderem anbieten, den Hund eines Corona-Betroffenen auszuführen.

Auch Essen zeigt während der Coronavirus-Pandemie Engagement: Mehr als 200 Mitglieder organisieren sich in einer Facebook-Gruppe über Posts. Michael Druen erstellte die Gruppe im Rahmen des Projektes Ehrenamtsmanagement des Kirchenkreises Essen. Er zeigt sich sehr dankbar dafür, dass die Essener so zusammenhalten.

International zeigen Hundehalter Solidarität – und beweisen damit, wie vernetzt und einzigartig sich die Hunde-Community organisiert. Wenn wir alle am selben Strang ziehen, uns gegenseitig unterstützen und helfen, stehen wir auch die schwierige Zeit der Corona-Krise gemeinsam durch.

 

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