Pollenallergie und Heuschnupfen bei Katzen

Eine Pollenallergie kann auch Katzen treffen – egal ob Freigänger oder Wohnungskatze. Wie sich Heuschnupfen bei Katzen äußert, erfahren Sie hier.

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Heuschnupfen kann auch Katzen treffen.© stock.adobe.com/kassini

Mit dem Frühjahr beginnt der Pollenflug. Nicht nur viele Menschen, sondern auch einige Katzen reagieren auf die Pollen allergisch. Woran Sie Heuschnupfen bei Ihrer Katze erkennen und wie Sie Ihrem Haustier helfen, lesen Sie hier.

Ursachen von Heuschnupfen

Gerade im Frühjahr schwirren viele allergieauslösende Partikel durch die Luft. Diese sogenannten „Allergene“ können bei empfindlichen Katzen eine Überreaktion des Körpers hervorrufen.

Dabei werden an sich harmlose Stoffe vom Immunsystem als bedrohlich eingestuft und entsprechende Abwehrmechanismen eingeleitet, die als allergische Reaktion bezeichnet werden.

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Vor allem im Frühling kommt es zu Heuschnupfen.© stock.adobe.com/otsphoto

Symptome von Heuschnupfen

Heuschnupfen zeigt sich bei Katzen anders als beim Menschen. Meist kommt es zu einer atopischen Dermatitis, also zu allergischen Hautentzündungen, wenn die Katze unter einer Pollenallergie leidet.

Diese Hautreaktionen lösen starken Juckreiz aus. An den betroffenen Stellen beleckt sich die Katze intensiv, vor allem im Gesicht, an den Gliedmaßen und am Bauch. Dadurch wird die Hautbarriere geschädigt: Es kommt zu Haarausfall, Entzündungen und Krustenbildung.

Die Beschwerden treten bei einer Pollenallergie saisonal auf. Die Veranlagung für eine solche Allergie wird größtenteils vererbt.

Tränende Augen, häufiges Niesen und eine laufende Nase sind bei Katzen kein Hinweis für eine Pollenallergie! Lassen Sie diese Symptome von einem Tierarzt untersuchen.
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Heuschnupfen macht sich durch Juckreiz bemerkbar.© stock.adobe.com/nataba

Allergie führt zu Asthma

Katzen sind die einzigen Tiere, die – ähnlich wie der Mensch – an allergischem Asthma leiden können. Bei Asthma lösen Allergene, wie Pollen, eine Reaktion des Immunsystem aus, bei der sich die Bronchien krampfhaft zusammenziehen.

Es kommt zu vermehrter Schleimbildung, Husten sowie akuter Atemnot. Genau wie beim Menschen ist das allergische Asthma bei Katzen eine chronische Erkrankung, die lebenslangen therapiert werden muss.

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Husten und Atemnot sind die Folge von Asthma.© stock.adobe.com/LegasC

Therapie von Heuschnupfen

Zunächst muss der Tierarzt alle anderen Ursachen für Juckreiz (Parasitenbefall) beziehungsweise Atemwegsbeschwerden (Bronchitis, Lungenentzündung) ausschließen, um zu bestätigen, dass es sich um eine Pollenallergie handelt.

Die Suche nach dem auslösenden Allergen erfordert viel Detektivarbeit, ist zeit- und kostenintensiv. Mit einer Blutuntersuchung wird die Sensibilisierung der Katze gegen bestimmte Allergengruppen gemessen. Im Anschluss erfolgt meist ein Einzelallergennachweis.

Bei Heuschnupfen ist es nicht so einfach, die Katze von den Allergenen fernzuhalten. Der Tierarzt wird deswegen in den meisten Fällen die Symptome, also die Hautentzündungen, behandeln. Das tut er beispielsweise mit Kortison, um den Juckreiz zu lindern.

Möglich ist auch eine sogenannte allergenspezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung: Dabei werden der Katze kleinste Mengen des Allergens in festgelegten Intervallen injiziert und die Dosis langsam gesteigert, damit sich der Körper daran gewöhnen kann.

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Der Tierarzt muss herausfinden, worauf die Katze allergisch reagiert.© stock.adobe.com/Tom Wang

Die 3 besten Behandlungsmethoden

Leidet die Katze unter Heuschnupfen, können diese drei Behandlungsmethoden die Symptome lindern.

Möglichst wenig Kontakt zum auslösenden Allergen

  • Katze bei starkem Pollenflug nicht nach draußen lassen
  • lüften nur bei geringer Pollenflugkonzentration (Stadt: 19–24 Uhr, Land: 6-8 Uhr)
  • häufig Staubsaugen und Staub wischen mit feuchten Tüchern

Hypersensibilisierung durch den Tierarzt

  • allergieauslösender Stoff wird der Katze in geringen Mengen zugeführt
  • führt auf Dauer zu einer Hypersensibilisierung, sodass der Körper nicht mehr auf das Allergen reagiert
  • Injektionen können auch vom Katzenhalter gegeben werden

Medikamente gegen Pollenallergie bei Katzen

  • In Rücksprache mit dem Tierarzt können Kortison und Antihistaminika die Symptome der Katze lindern
Achtung: Menschliche Heuschnupfen-Medikamente dürfen der Katze niemals verabreicht werden!
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Bei starkem Pollenflug sollte die Katze drinnen bleiben. © stock.adobe.com/maryviolet

Gefährliche Pollen

Die Pollen mancher Pflanzen lösen bei Katzen besonders häufig Heuschnupfen aus. Welche dazu gehören, haben wir alphabetisch aufgelistet.

Ambrosia

  • Geringe Belastung: Mitte Juni bis Anfang August; Ende September bis Ende Oktober
  • Mittlere Belastung: Mitte August; Mitte bis Ende September
  • Starke Belastung: Mitte August bis Mitte September

Beifuß

  • Geringe Belastung: Mitte Juni bis Anfang August; Ende September bis Ende Oktober
  • Mittlere Belastung: Mitte August; Mitte bis Ende September
  • Starke Belastung: Mitte August bis Mitte September

Birke

  • Geringe Belastung: Anfang Februar bis Ende März; Anfang Juni bis Ende August
  • Mittlere Belastung: Ende März bis Mitte April; Ende April bis Anfang Juni
  • Starke Belastung: Mitte bis Ende April

Brennnessel

  • Geringe Belastung: Anfang April bis Mitte Mai; Ende September bis Ende November
  • Mittlere Belastung: Mitte Mai bis Ende Juni; Ende August bis Ende September
  • Starke Belastung: Ende Juni bis Ende August
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Die Pollen von Brennnesseln können Allergien auslösen. © stock.adobe.com/morissfoto

Buche

  • Geringe Belastung: Anfang bis Ende März; Ende Mai bis Mitte Juni
  • Mittlere Belastung: Anfang April; Ende April bis Mitte Mai
  • Starke Belastung: Mitte bis Ende April

Eiche

  • Geringe Belastung: Ende Januar bis Mitte April; Anfang Juni bis Mitte Juli
  • Mittlere Belastung: Mitte bis Ende April; Mitte Mai bis Anfang Juni
  • Starke Belastung: Ende April bis Mitte Mai

Erle

  • Geringe Belastung: Mitte Dezember bis Anfang Februar; Ende April bis Ende Juni
  • Mittlere Belastung: Anfang bis Ende Februar; Mitte März bis April
  • Starke Belastung: Ende Februar bis Mitte März

Esche

  • Geringe Belastung: Mitte Januar bis Mitte März; Mitte Mai bis Mitte Juni
  • Mittlere Belastung: Mitte März; Anfang April; Ende April bis Mitte Mai
  • Starke Belastung: April
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So sehen die Blüten einer Esche aus.© stock.adobe.com/progarten

Gräser

  • Geringe Belastung: Anfang März bis Mitte April; Ende September bis Mitte November
  • Mittlere Belastung: Ende April bis Ende Mai; Mitte Juli bis Ende September
  • Starke Belastung: Ende Mai bis Mitte Juli

Hainbuche

  • Geringe Belastung: Anfang Februar bis Ende März; Mitte Mai bis Mitte Juni
  • Mittlere Belastung: Anfang April; Ende April bis Mitte Mai
  • Starke Belastung: April

Hasel

  • Geringe Belastung: Mitte Dezember bis Mitte Februar; Mitte April bis Mitte Mai
  • Mittlere Belastung: Mitte Februar bis Mitte April
  • Starke Belastung: Ende Februar bis Ende März

Kiefer

  • Geringe Belastung: Mitte März bis Ende April; Anfang Juni bis Mitte September
  • Mittlere Belastung: Ende April bis Anfang Mai; Ende Mai bis Anfang Juni
  • Starke Belastung: Mitte bis Ende Mai
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Auch die Pollen der Kiefer können allergieauslösend sein.© stock.adobe.com/dachux21

Pappel

  • Geringe Belastung: Ende Januar bis Mitte März; Ende April bis Ende Mai
  • Mittlere Belastung: Mitte März; Mitte bis Ende April
  • Starke Belastung: Mitte März bis Mitte April

Roggen

  • Geringe Belastung: Ende April bis Ende Mai; Ende Juni bis Mitte September
  • Mittlere Belastung: Ende Mai und Ende Juni
  • Starke Belastung: Ende Mai bis Ende Juni

Spitzwegerich

  • Geringe Belastung: Anfang April bis Mitte Mai; Mitte bis Ende September
  • Mittlere Belastung: Mitte bis Ende Mai; Anfang bis Mitte September
  • Starke Belastung: Ende Mai bis Mitte August

Weide

  • Geringe Belastung: Ende Januar bis Anfang März; Ende Mai bis Ende Juni
  • Mittlere Belastung: Anfang bis Mitte März; Ende April bis Mitte Mai
  • Starke Belastung: Mitte März bis Ende April
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Katzen reagieren auch häufig auf die Pollen der Weide.© stock.adobe.com/AnMa

Frühzeitig reagieren

Es ist wichtig, dass Sie die Symptome für Heuschnupfen bei Katzen kennen und auch früh erkennen. Heftiger Juckreiz ist nämlich auch für unsere Katzen sehr unangenehm, weswegen eine frühe Behandlung der Symptome der Katze viel Leid erspart.

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