Fütterungstipps für Hamster

In der natürlichen Heimat der Hamster ist es sehr trocken und die wenigen Pflanzen verblühen schnell. Die Samen sind bei vielen Tieren begehrt. Daher "hamstern" sich die kleinen Nager ihre Futtervorräte in den Bauten zusammen. Erfahren Sie hier, wie die Fütterung von als Haustier gehaltenen Hamstern funktioniert.

Von Natur aus bewahren Hamster Nahrung als Vorrat auf. In ihren Backentaschen transportieren sie das Futter.
Von Natur aus bewahren Hamster Nahrung als Vorrat auf. © Artemy Sobov - stock.adobe.com

Auch als Heimtier gehaltene Hamster sammeln alles Essbare in ihren Backentaschen und bringen es anschließend in ihr Haus. Selbst, wenn die Futterschale vermeitlich leer ist, bedeutet das noch lange nicht, dass der Nager nichts zu fressen hat. Er hat das Futter oft einfach in seinen Verstecken gebunkert. Denn obwohl als Haustiere gehaltene Hamster anders als ihre wildlebenden Verwandten nicht von Nahrungsknappheit bedroht sind, besitzen Sie diesen Urinstinkt nach wie vor und bereiten sich durch das "Hamstern" auf schlechte Zeiten vor. Mit diesen Tipps sorgen Sie bei Ihrem Hamster für eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die ihn zudem beschäftigt und seinen natürlichen Instinkten gerecht wird.

Regelmäßig füttern – dieses Futter braucht Ihr Hamster!

Obwohl Hamster ihr Futter auf Vorrat sammeln, ist es natürlich trotzdem wichtig, dass Sie Ihren Hamster regelmäßig füttern und mit einer ausgewogenen Nahrung versorgen. Als Grundlage benötigt ein Hamster pro Tag ein bis zwei Teelöffel Fertigfutter auf Körnerbasis. Außerdem braucht er täglich etwas Frischfutter. Dies kann ein Stück von einer Karotte sein, aber auch Löwenzahnblätter oder eine Erdbeere. Bei Obst sollten Sie vorsichtig sein, da es häufig zu viel Zucker enthält. was den Hamstern schadet. Einiger Obstsorten sollten die Tiere daher nicht fressen. Zusätzlich tragen folgende Tipps zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung von Hamstern bei:

  • Wichtig ist, dass das Wasser in der Trinkflasche jeden Tag nachgefüllt wird. Einmal in der Woche sollte diese außerdem gründlich ausgespült und mit frischem Wasser befüllt werden.
  • Lebend- oder Eiweißfutter braucht der Goldhamster nur alle zwei bis drei Tage (Achtung: Das ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich, Zwerghamster brauchen es zum Beispiel jeden Tag).
  • Zwei bis drei Mal die Woche können Sie Ihrem kleinen Nager auch ein Leckerli, wie zum Beispiel eine Erdnuss oder eine Rosine, geben. Auch über etwas hartes Brot zum Nagen freuen sich die Tiere.
  • Einmal die Woche sollten Sie dem Hamster frisches Nagematerial reichen. Über Kolbenhirse freut er sich genauso wie über einen Hundekuchen.

Frisches Futter ist für Hamster ebenso wichtig wie Körner, Eiweiß und Nagematerial. ​©Pixabay

Fütterung und Beschäftigung von Hamstern vereinen

Von Natur aus möchte sich der Hamster, sobald er am Abend munter wird, in Aktivitäten stürzen. Die wildlebenden Artgenossen legen oft weite Strecken auf der Suche nach Futter zurück und müssen ständig auf der Hut vor möglichen Angreifern sein. Ihr Nager wird sich freuen, wenn Sie ihm den "Alltag" ähnlich gestalten. Als Beschäftiguns- und Spielmöglichkeit können Sie zum Beispiel Samen im Gehege verstreuen, damit er danach suchen kann. Eine kleine Portion gehört dennoch in die Futterschale – zur Kontrolle von Appetitlosigkeit und einer damit eventuell einhergehenden Krankheit.

Die heiß begehrte Kolbenhirse, die dem Nager mindestens genauso gut schmeckt wie Vögeln, können Sie weiter oben an den Käfig hängen. So muss sich der Hamster erst nach oben bemühen und ist dann eine Weile damit beschäftigt, die Hirse abzuknabbern. Beim Roborowski-Zwerghamster, der nicht so geschickt im Klettern ist, sollten Sie die Kolbenhirse weiter unten platzieren.

Wenn Sie Ihrem Hamster Erdnüsse geben, dann am besten noch in der Schale, die Sie nur leicht anknacken. Der Hamster hat dann eine ganze Zeit damit zu tun, die Nüsse aus der Schale zu holen. Vor allem Zwerghamster brauchen hin und wieder auch tierisches Eiweiß auf ihrem Speiseplan. Beim Anblick einer Heuschrecke oder Grille, die Sie aus dem Zoofachhandel bekommen, geraten die kleinen Nager regelrecht aus dem Häuschen. Da können Sie eine echte Jagd erleben.

Das Aufnagen einer Nuss beschäftigt und stillt den Hunger. ©Tatjana - stock.adobe.com

Grundlegende Tipps zur Fütterung von Hamstern

Für die richtige Fütterung von Hamstern ist es wichtig, zwei Futternäpfe zu kaufen: einen für das Trockenfutter und einen für das Frischfutter. Diese sollten schwer genug sein, dass sie nicht umkippen. Als Durchmesser eignet sich eine Größe von höchstens fünf Zentimetern, damit sich der Nager nicht in sein Futter hineinsetzen kann. Futternäpfe aus Keramik oder Steingut bieten sich sehr gut an. Sie sollten einen etwa zwei Zentimeter hohen Rand haben, der nach innen geht.

Als Aufbewahrung für das Trinkwasser eignet sich eine Nippelflasche mit Kugelverschluss am besten. Auf ein offenes Trinkgefäß sollten Sie hingegen verzichten, da das Wasser so zu schnell verschmutzt.

Frischfutter wie Obst, Gemüse und Grünfutter müssen vor der Fütterung mit warmem Wasser abgespült und wieder abgetrocknet werden. Auch Nagematerial wie Äste und Zweige sollten Sie vorher waschen. Frischfutter oder eiweißhaltige Futter direkt aus dem Kühlschrank ist für die Nager außerdem zu kalt. Es bietet sich an, das Futter schon früher aus dem Kühlschrank zu nehmen und es zu verfüttern, wenn es Zimmertemperatur erreicht hat.

Wenn Sie für Ihren Hamster Wildkräuter sammeln, dannniemals in der Nähe von stark befahrenen Straße oder auf Hundespielwiesen. Falls Sie sich nicht gut mit Wildkräutern auskennen, lassen Sie lieber die Finger davon – diese könnten im Zweifelsfall giftig sein!

Küchenabfälle, Süßigkeiten und gewürzte oder gesalzene Nahrung sind für den Hamster absolut tabu. Und auch nicht alle Früchte sind für Hamster geeignet. 

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