Zebrafinken füttern

Zebrafinken sind kleine Gourmets, die auf ihrem Speiseplan Abwechslung und Vielseitigkeit schätzen. Lesen Sie, welche Futterbestandteile Zebrafinken brauchen, um lange fit und gesund zu bleiben.

Zebrafink
Zebrafinken benötigen Grassamen als Hauptnahrung. © Stock.adobe.com/garmashevanatali

Zebrafinken sind Körnerfresser, die eine sehr ausgewogene, vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung benötigen. Die notwendige Energie liefern vor allem Kohlenhydrate und geringe Mengen Eiweiß und Fett. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen ebenfalls zugefüttert werden.

Sämereien sind das täglich’ Brot für Zebrafinken

Die Hauptnahrung der australischen Zebrafinken besteht aus halbreifen, reifen und keimenden Grassamen; ersatzweise können Sie unterschiedliche Hirsesorten anbieten. Achten Sie darauf, dass das Körnerfutter frisch und nicht staubig ist. Hängen Sie zusätzlich Kolbenhirse im Käfig auf: Zebrafinken macht es besonderen Spaß, sich diesen Leckerbissen erst zu erarbeiten. Glanz (Kanariensaat) und Haferkeime sind ebenfalls begehrt und gesund.

Wollen Sie die Saaten nicht einzeln kaufen, ist eine fertige Mischung für Prachtfinken empfehlenswert. Außerdem lieben Zebrafinken Wildsämereien, die es ebenfalls im Zoofachhandel gibt. Bieten Sie zudem Keimfutter an; das ist leicht verdaulich und reich an Vitaminen und anderen Nährstoffen. Besonders gut eignet sich Hirse, die Sie zwölf Stunden in Wasser quellen lassen und dann in einem Sieb gut durchspülen sollten. Danach geben Sie die Körner 24 Stunden in eine abgedeckte Schale, bis sie keimen.

Ölsaaten wie Negersaat, Salatsamen, Leinsamen, Rübsen und Mohn sollten Sie wegen des höheren Anteils an Fett und Proteinen nur in kleinen Mengen verfüttern.

Frischfuttert dient der Gesundheit der Zebrafinken

Auch an Gräsern und Kräutern knabbern Zebrafinken gerne. Sie sind noch wertvoller als Keimfutter. Sammeln Sie allerdings nur an garantiert pestizid- und abgasfreien Stellen. Oder säen Sie Grassorten wie Rot- und Wiesenschwingel, Ray-, Schaf-, Knäuel- und Riepengras direkt im eigenen Garten bzw. in einem Blumenkasten auf dem Balkon bzw. der Fensterbank aus.

Andere gesunde Futterpflanzen sind Löwenzahn, Hirtentäschelkraut, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Vogelmiere, Schaumkraut und Schafgarbe. Außerdem werden gerne Salat, Petersilie, Salatgurkenscheiben, geriebene Möhren und Früchte wie Äpfel, Bananen und Beeren gefressen. Da die Geschmäcker aber bekanntlich verschieden sind, müssen Sie ausprobieren, was Ihre Zebrafinken mögen. 

Stellen Sie Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor stets in Form von (gewässerten) Sepiaschalen, Hühnereischalen, Vogelgrit oder speziellen Mineralstoffmischungen zur Verfügung. Ebenfalls unerlässlich ist eine Schale mit Sand oder Vogelgrit.

Täglich frisches Trink- und Badewasser darf zum Wohle der Zebrafinken nicht fehlen.

Zebrafinken am Wasser

Zebrafinken brauchen stets frisches Wasser. ©Stock.adobe.com/Wiltrud

6 Fütterungstipps für Zebrafinken

Damit das Futter Ihrer Zebrafinken lange frisch und Ihre Zebrafinken lange gesund bleiben, sollten Sie diese Fütterungstipps für Zebrafinken beachten:

  • Lagern Sie Körnerfutter trocken, dunkel und luftig. Mineral- und Weichfutter bewahren Sie am besten in Gläsern mit Schraubdeckel auf.
  • Die Frische von Körnerfutter können Sie anhand der Keimprobe überprüfen: Legen Sie ca. 100 Körner einer Sorte zum Keimen in Wasser. Die Saat ist frisch, wenn mehr als die Hälfte keimt.
  • Bieten Sie das Futter in stabilen Gefäßen oder in speziellen Futterspendern an und stellen Sie die Futterstation unbedingt so auf, dass es nicht durch Kot beschmutzt oder mit Badewasser bespritzt wird, denn die Infektionsgefahr durch Bakterien und Schimmel ist sonst groß.
  • Verfüttern Sie Frischfutter nie direkt aus dem Kühlschrank, sondern erst, wenn es Zimmertemperatur erreicht hat.
  • Erneuern Sie das Frischfutter täglich und entfernen Sie nicht gefressene Reste, damit sie nicht im Käfig verderben.
  • Setzen Sie einen Zebrafinken nie auf Diät, indem Sie nur noch eine Futtersorte geben. Zebrafinken brauchen unbedingt ein ausgewogenes und vielseitiges Nahrungsangebot, da schon kurze Hungerperioden wie auch eine einseitige Ernährung zu schweren gesundheitlichen Schäden führen können.

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