Legenot beim Huhn und Ziervogel: Ursachen und Vorbeugung

Wenn das Ei vom Vogelweibchen nicht gelegt werden kann und auf dem "Geburtsweg" stecken bleibt, spricht man von Legenot. Vor allem Hühner sind betroffen. Lesen Sie, wie Sie im Ernstfall richtig handeln.

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Legenot trifft vor allem Hühner.© stock.adobe.com/marcos

Von einer Legenot kann jeder Vogel (vor allem Hühner) betroffen sein. Kommt es zu einer Legenot, müssen Sie schnell handeln: Denn sie ist unangenehm und schmerzhaft für das Tier. Der Vogel presst dabei immer wieder, doch es kommt kein Ei heraus. Es steckt im Legedarm oder der Kloake fest. Erfahren Sie hier alles über die Legenot.

Wie sieht Legenot aus?

Eine Legenot erkennt man daran, dass der Vogel (beispielsweise das Huhn) aufgeplustert auf dem Boden sitzt und erfolglos presst. Manchmal beobachtet man, wie er mit dem Schwanz wippt. Oft hält das Tier die Augen geschlossen und macht einen apathischen und erschöpften Eindruck. Auf dem Boden können sich auch Blutspuren befinden.

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Meist hat das betroffene Tier die Augen geschlossen.© stock.adobe.com/tawatchai1990
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Was tun, wenn ein Huhn Legenot hat?

Um bei einer Legenot beim Huhn Erste Hilfe zu leisten, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Sorgen Sie mit einer Rotlichtlampe für Wärme für das Huhn.
  • Wenn Sie keine solche Lampe besitzen: Hängen Sie feuchte und heiße Tücher in der Nähe des Huhns auf.
  • Lässt sich das Huhn leicht einfangen, können Sie seine Kloake mit Vaseline oder Speiseöl einfetten.

Auf gar keinen Fall dürfen Sie bei einer Legenot Druck auf das Ei ausüben – es könnte zerbrechen und das Huhn schwer verletzen. Diese Hilfemaßnahmen gelten für alle Vogelarten.

Spätestens, wenn diese Maßnahmen erfolglos sind, sollten Sie das Huhn zum Tierarzt zu bringen. Denn es droht ein Kreislaufkollaps bei einer Legenot.
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Manchmal kann nur der Tierarzt helfen.© stock.adobe.com/Юлия Завалишина
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Wie kommt es zur Legenot?

Bei allen Vogelarten kann es zur Legenot kommen. Meist wird sie von einem Vitamin-E-Mangel oder einem Selenmangel hervorgerufen. Auch, wenn der Kalziumhaushalt gestört ist, kann es zur Legenot kommen. Kalzium brauchen Vögel, um die Eierschale zu bilden. Erhält beispielsweise das Huhn zu wenig Kalzium, bleibt die Schale weich und das Ei kann sich verformen und in der Kloake verkeilen.

Außerdem können folgende Krankheiten und Verletzungen zur Legenot führen:

  • Legedarm oder Kloake ist verändert, verletzt oder entzündet
  • Tumore im Legedarm oder an der Kloake
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Hormonstörungen
Sogenannte "Dauerleger" (Vögel, die immer wieder sehr viele Eier legen) sind eher von einer Legenot betroffen. Dazu zählen auch Hühner.
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Spezielles Zusatzfutter kann Legenot verhindern.© stock.adobe.com/kishor

Wie kann man Legenot beim Huhn verhindern?

Die Legenot kann zwar bei allen Vogelarten auftreten, doch können Sie ihr vorbeugen, wenn Sie verschiedene Haltungsfehler vermeiden und auf eine ausgewogene Ernährung Ihrer Hühner achten. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Hühner sich ausreichend bewegen können und nicht zu dick werden. Füttern Sie Ihre Hühner ausgewogen.

Um einen Kalzium-Mangel zu vermeiden, können Sie ergänzendes Spezial-Futter an Ihre Hühner verfüttern. Das geht beispielsweise mit dem Zusatzfutter für Hühner von Isa Plus*. Enthalten ist nicht nur Futterkalk, sondern auch Kalzium, um die Festigkeit der Eierschalen zu unterstützen. Zusätzlich versorgt es Ihre Hühner mit Vitamin A, Vitamin D3 und Vitamin E.

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Legenot kann jeden Vogel treffen

In manchen Fällen ist der Vogel auch schlicht zu alt oder zu jung, um komplikationslos Eier legen zu können. Oder ein plötzlicher Wettereinbruch mit dunkler und nasskalter Witterung stört den normalen Ablauf des Legens. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist kein Vogel und kein Halter gegen diesen Notfall gefeit. Wichtig ist daher, die Legenot rasch zu erkennen und schnell zu handeln.

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