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Igel in Not im Winter

Nicht jeder Igel braucht im Winter Hilfe von Menschen. Wie Sie einen hilfsbedürftigen Igel erkennen, lesen Sie hier.

Igel in Not im Winter
Nicht jedes Tier braucht Hilfe.© Thomas Brodmann / animals-digital.de

 

Igel, die im Herbst und Winter Hilfe brauchen, lassen sich draußen, also gleich am Fundort, erkennen. Notfälle sind verletzte, kranke oder untergewichtige Tiere. Hat man aus Versehen oder auch aus Unwissenheit einen Igel mit nach Hause genommen, mit dem alles okay ist, dann sollte man das Wildtier (es steht unter Naturschutz) möglichst rasch an den Fundort zurückbringen bzw. dort im Schutz eines Gebüsches freilassen.

Notfälle lassen sich leicht erkennen

Langjährige Untersuchungen zeigen, dass gesunde, muntere Igel, die Anfang November nur 400 Gramm wiegen, draußen trotzdem gute Überlebens- chancen haben, sofern sie noch Nahrung finden und ein geschütztes Winterquartier (Infos dazu später) in Aussicht haben. Ein einfacher Test verrät, ob Sie ein Tier vor sich haben, dessen Gewicht unterhalb dieser 400- Gramm-Grenze liegt: Ist das Igelchen kleiner als eine Grapefruit und lässt es sich mit beiden (normal großen Frauen-) Händen vollständig umfassen, ist es ab Ende Oktober/Anfang November (witterungsabhängig) untergewichtig. Und nur dann darf es aufgenommen werden!!

Einen kranken Igel erkennen Sie daran, dass er tagsüber (!) entweder umherläuft, umhertorkelt oder herumliegt, Lähmungen zeigt, Krämpfe hat, apathisch ist, kaum noch in der Lage, sich einzurollen, oft mager ist mit eingefallenen Flanken. Es kann auch sein, dass er hustet, röchelt oder Durchfall hat. Vorsicht: Es kann auch vorkommen, dass gesunde Igel im Winter tagsüber herumirren. Ist nämlich ihr Schlafplatz zerstört worden (bei Gartenarbeiten, Baumaßnahmen etc.), müssen sie sich einen neuen Unterschlupf suchen. Wirken die Tiere dick und gesund, dann lässt man sie in Ruhe.

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