Die Pflege des Hundes nach einer Operation

Nach einer Operation sind Hunde geschwächt und brauchen besondere Pflege. Wie Sie mit Ihrem frisch operierten Hund umgehen und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Hund auf OP-Tisch
In den ersten Tagen nach der OP den Hund genau beobachten.© stock.adobe.com/chalabala

Viele Halter erkennen ihren eigenen Hund kaum wieder, wenn sie ihn nach einer Operation beim Tierarzt abholen. Das Tier wirkt benommen, hat einen unsicheren Gang und trägt zu allem Überfluss einen Halskragen aus Plastik, der ihm die Sicht nimmt. Außerdem ist der Hund um die Operationsnarbe herum meist rasiert und stellenweise "nackt".

Wie Sie jetzt mit Ihrem Hund umgehen müssen, wie lange er sich erholen muss und wie Sie ihn nach der Operation richtig füttern, erfahren Sie hier.

Wie lange muss sich ein Hund nach der OP schonen?

Wie lange sich ein Hund nach einer Operationen schonen muss, hängt vom jeweiligen Eingriff und von der Gesundheit des Hundes ab. Zur Orientierung können Sie sich an folgende Richtwerte halten:

  • kleinere Eingriffe (zum Beispiel Zahnsteinentfernung): etwa zwei Tage nur an der Leine, dann wieder frei toben
  • größere Eingriffe (zum Beispiel Kastration): etwa zehn Tage nur an der Leine, Hund darf in dieser Zeit nicht springen und darf nicht belastet werden

Bei diesen Angaben handelt es sich nicht um feste Regeln. Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie lange sich Ihr Hund nach dem Eingriff erholen muss.

Allgemein gilt: Solange die Operations-Wunde noch nicht verheilt ist, muss der Hund an der Leine geführt werden.
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Nach der Operation muss sich der Hund schonen.© stock.adobe.com/varbenov

Das ideale Krankenlager für den Hund nach der Operation

Kommt der frisch operierte Hund nach Hause, braucht er einen Platz zum Ausruhen. Dieser sollte

  • ruhig sein.
  • den Hund wärmen.
  • sauber sein.
  • ebenerdig (nicht erhöht) sein.

Bereiten Sie Ihrem Hund unbedingt einen Schlafplatz auf dem Boden vor, denn nach der Narkose bewegt er sich noch etwas unsicher und könnte vom Sofa oder dem Bett herunterfallen und sich verletzen.

Warm sollte das Krankenlager auch sein. Betten Sie den Hund auf eine dicke Schicht von Decken oder Polstern. Eine Infrarotlampe sorgt für zusätzliche Wärme. Achten Sie aber darauf, dass es Ihrem Hund nicht zu heiß wird. Über sein Krankenlager breiten Sie am besten ein frischgewaschenes Leintuch aus, denn in Hundedecken kleben jede Menge Haare, die die Wunde reizen können.

Andere Tiere sollten Sie von Ihrem Hund fernhalten: Sie verstehen nicht, dass sich Ihr Hund jetzt nicht so bewegen kann wie sonst. Außerdem könnten sie an der Operationsnarbe lecken und sie damit infizieren.
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Der Hund braucht einen Platz auf dem Boden.© stock.adobe.com/ Fly_dragonfly

Wärme für den Hund

Damit es Ihr Hund in seinem Krankenlager immer schön warm hat, finden Sie hier die beliebtesten Infrarotlampen: 

Hund nach der Operation richtig füttern

Meist darf der tierische Patient schon bald nach der Operation wieder frisches Wasser trinken. Fürs Fressen gilt in der Regel: Sobald das Tier sich wieder koordiniert bewegen kann und einen wachen Eindruck macht, darf es auch Futter aufnehmen. Solange nämlich das Narkosemittel noch wirkt, besteht die Gefahr, dass das Tier nach der Futteraufnahme erbricht.

Es gibt Operationen, nach denen das Tier eine längere Zeit nichts zu sich nehmen darf. Fragen Sie daher Ihren Tierarzt, ab wann er die erste Fütterung empfiehlt. In einigen Fällen wird er außerdem zu einer Spezialnahrung raten, die die Genesung unterstützt.

Achten Sie auf den Harn- und Kotabsatz des frisch operierten Hundes: Gibt es dabei Probleme, informieren Sie den Tierarzt.
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Meistens darf der Hund sofort etwas trinken.© stock.adobe.com/PixieMe

Operations-Wunden beim Hund pflegen

Die Operationsnarbe sollten Sie ein- bis zweimal täglich untersuchen. In folgenden Fällen sollten Sie unbedingt den Tierarzt benachrichtigen:

  • Die Wunde riecht schlecht.
  • Aus der Wunde tritt Flüssigkeit aus.
  • Die Wunde ist entzündet.

Lassen Sie den Halskragen unbedingt so lange an, wie es der Tierarzt vorgeschrieben hat. Viele Hunde stören sich an dem Kragen. Er schränkt nämlich die Sicht und die Bewegungsfreiheit des Hundes ein. Doch er ist wichtig: Nur so wird der Hund davon abgehalten, seine Operationswunde zu benagen oder zu belecken.

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Kontrollieren Sie die Operations-Wunde regelmäßig.© stock.adobe.com/Vista Photo

Mit dem Hund nach der Operation richtig umgehen

Ein Hund, der frisch operiert wurde, ist meist noch etwas benommen, schwach und fühlt sich unwohl. Doch bedauern Sie ihn jetzt nicht. Sonst kriegt er erst recht das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und wird sich noch schlechter fühlen.

Muntern Sie Ihren Hund nach der Operation auf. Streicheln Sie ihn, reden Sie mit ihm. Sie können ihm zum Beispiel sagen, wie stolz Sie auf ihn sind. Viel Zuspruch kann dem Hund dabei helfen, wieder fit zu werden.

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Zuspruch tut dem frisch operierten Hund gut.© stock.adobe.com/Fly_dragonfly

Anweisungen des Tierarztes notieren

Zwar gibt es grundsätzliche Regeln, die Sie beachten müssen, wenn Sie Ihren frisch operierten Hund pflegen. Dennoch ist es das Klügste, sich immer direkt beim Tierarzt zu erkundigen, wie der Hund in der nächsten Zeit versorgt werden muss. Folgende Fragen sollten Sie stellen:

  • Ab wann darf der Hund wieder trinken und fressen?
  • Was darf er fressen?
  • Welche Medikamente bekommt er in welcher Dosierung?
  • Worauf muss ich in den nächsten Tagen ganz besonders achten?
  • Wie viel Bewegung darf/soll der Hund haben?

Damit Sie nichts vergessen, sollten Sie sich alles aufschreiben. Sind Sie zu aufgeregt, übernimmt das sicher gerne der Tierarzt. Lassen Sie sich außerdem eine Notfall-Telefonnummer geben, damit Sie medizinische Hilfe auch außerhalb der Sprechzeiten erhalten.

Beachten Sie all diese Tipps, erholt sich Ihr Hund sicher schnell nach der Operation und kann bald wieder voll durchstarten.

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