Unterwolle im Fellwechsel auskämmen

Im Frühjahr verlieren Hunde ihren wärmenden Winterpelz, die Unterwolle. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Hund im Fellwechsel von seiner Unterwolle befreien und an welchen Körperpartien Sie besonders sorgfältig sein müssen. 

Hund im Fellwechsel
Die Unterwolle ist oft so dicht, dass sie keine Luft mehr an die Haut lässt.© stock.adobe.com/Chlo

Wenn die Tage im Frühjahr wieder länger werden, stirbt die dicke Unterwolle, die die allermeisten Hunde, auch die kurzhaarigen, sicher vor Kälte geschützt hat, ab. Oft sind die ultradünnen, aber dichten Härchen nur millimeterkurz. Bis zu 20.000 dieser Härchen wachsen auf einem Quadratzentimeter bei nordischen Rassen wie dem Alaskan Malamute, dem Akita oder den Siberian Husky. Aber auch der Golden Retriever, der Langhaarschäferhund und die Spitze hüllen sich in Winterfell, das sie im Frühjahr loswerden müssen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Hund beim Fellwechsel unterstützen.

Deshalb muss die Unterwolle ausgekämmt werden

Die Unterwolle ist bei Hunden oft so dicht, dass sie keine Luft mehr an die Haut lässt. Das ist gut bei Kälte, aber schlecht, wenn es wieder wärmer wird. Zudem verbinden sich die toten Haare mit den nachwachsenden (spärlicheren) Sommerhaaren und dem Deckhaar und es droht Verfilzung.

Ein Hund, der sich ohne menschliche Hilfe von der Unterwolle befreit, ist kein appetitlicher Anblick, denn die toten Haare schieben sich in Platten durch das Deckhaar und verleihen dem Fell einen räudigen Look. Weil totes Haar von Bakterien besiedelt wird, die es zersetzen, muffeln die Hunde auch. Dies betrifft auch die kurz- und stockhaarigen Hunde, die mit wärmender Unterwolle gesegnet sind, wie Labrador oder die Sennenhunde und viele andere. 

Unterwolle beim Hund im Fellwechsel auskämmen

Bei lang- und drahthaarigen Hunden bürsten Sie zunächst die Deckhaare gründlich durch. Das verhindert, dass sich die Unterwolle später darin verhakt. Besonders sorgfältig müssen Sie an folgenden Stellen vorgehen:

  • Rücken und beide Flanken
  • Hängeohren
  • Hals und Brust
  • Lendenpartie
Empfehlenswert, um Unterwolle zu entfernen, sind Drahtbürsten mit leicht gekrümmten Zinken. Bearbeiten Sie zuerst die dichtesten Stellen und leeren Sie die Bürste nach jedem Striegeln.

Wenn Sie sehr gründlich vorgehen, kann bei den meisten Hunden während der nächsten vier Wochen einmal tägliches Bürsten genügen. Wer nicht die Geduld dazu hat, sollte morgens und abends eine Viertelstunde für die Unterwolle-Entfernung einplanen.

Bei den Doppelfellhunden, kurzhaarigen, bei denen die Wollhaare genauso lang sind wie die Deckhaare, brauchen Sie eine Bürste mit längeren Zinken, weil Sie sonst nicht bis auf die Haut kommen.

Im Fellwechsel hilft ein Termin im Hundesalon 

Nicht alle Hunde lassen sich das Bürsten anstandslos gefallen. Aber es muss sein, sonst drohen gesundheitliche Schäden. Sollte die Unterwolle schon verfilzt sein oder der Hund sich stark zur Wehr setzen, lassen Sie’s einen Profi machen, zum Beispiel in einem Hundesalon. Dort wird das tote Haar dann in einer Sitzung komplett entfernt, und Sie haben eine Woche Pause.

Nach spätestens acht Wochen hat sich die ganze Unterwolle gelöst. Dann ist statt des dicken Pelzes nur noch eine Sommerflaumschicht oder am Bauch sogar die pure Haut zu sehen. 

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 © Pixabay: Dorena

 

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