Häufige Operationen beim Hund: Kosten und Versicherungsschutz

Welche Hunde-OP-Versicherung Ihren Hund am besten schützt und welche Kosten für Operationen am Hund auf Sie zukommen, wenn Sie nicht versichert sind, erfahren Sie hier.

Hund auf OP Tisch
Eine Operation kann schnell teuer werden.© stock.adobe.com/Ekaterina

Egal ob Kreuzbandriss, Tumore oder Magendrehung: Wenn der Hund zum Tierarzt muss, kann das schnell teuer werden. Eine Not-Operation inklusive Nachsorge und Therapie kann sogar 10.000 Euro und mehr kosten. Die meisten kommen da an ihre finanzielle Grenze. Davor kann Sie aber eine OP-Versicherung für Hunde bewahren.

Diese fünf Operationen müssen bei Hunden am häufigsten gemacht werden:

  1. Operation bei Tumoren
  2. Operation bei Zahnextraktion
  3. Operation bei Kreuzbandriss und Gelenkoperationen
  4. Bauchhöhlen-Operationen beim Hund
  5. Operationen bei Amputationen und Knochenbrüchen

Wie teuer diese Operationen in der Regel sind und welche Versicherungen Sie vor den hohen Kosten schützen, lesen Sie hier.

Hunde-OP-Versicherung – das sollten Sie wissen

Das sollten Hundehalter über eine Hunde-OP-Versicherung wissen:

  • Ausschließlich bei Operationen zahlt die Versicherung. Impfungen, andere Tierarztbehandlungen, Kastration und Sterilisation sind nicht abgedeckt.
  • Operationen, die durch eine Vorerkrankung notwendig werden, sind häufig ebenfalls vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Bevor Sie eine Hunde-OP-Versicherung abschließen, sollten Sie diese Fragen klären:

  • Wo liegt die Leistungshöchstgrenze
  • Welcher Satz der Gebührenordnung wird für die Erstattung herangezogen?
  • Wird die Nachbehandlung inklusive Klinikaufenthalt, Medikamente und Verbandsmaterial übernommen?
  • Ist eine Selbstbeteiligung vorgesehen?
  • Gibt es eine Wartezeit?
  • Besteht der Versicherungsschutz im Ausland?
  • Was kostet die Versicherung monatlich?
  • Sind Altershöchstgrenzen festgelegt?
  • Setzt der Versicherer eine Voruntersuchung des Hundes voraus?

Die Hunde-OP-Versicherung der Bayerischen* bietet Ihnen und Ihrem Hund beispielsweise weltweiten Schutz bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten. Außerdem entfällt die Wartezeit bei Unfällen und alternative Heilmethoden (Physiotherapie, Lasertherapie, Megnetfeldtherapie usw.) sind mitversichert.

Operationen für Hunde können sehr teuer werden.
Operationen für Hunde können sehr teuer werden.© rodimovpavel-stock.adobe.com
Das könnte Sie auch interessieren
Hundekrankenversicherung_Aufmacher.jpg
Hundekrankenversicherungen im Vergleich
Eine Hundekrankenversicherung lohnt sich immer. Wir verraten Ihnen, warum das so ist und haben für Sie verschiedene Anbieter miteinander verglichen.

1. Operation bei Tumoren

Tumore treten bei Hunden sehr oft auf und die Entfernung gilt als die häufigste Ursache für operative Eingriffe. Der Großteil der betroffenen Tiere leidet unter Hauttumoren. 20 - 30 Prozent aller Hauttumoren des Hundes sind bösartig. Um die Tiere heilen zu können, ist frühzeitiges Handeln unerlässlich. Deshalb sollten Hundebesitzer die Haut ihrer Schützlinge regelmäßig kontrollieren. Auch am Gesäuge sowie Lidrand sind Tumore des Öfteren nachweisbar.

Kosten: Bei einer Tumoroperation muss mit rund 400 Euro gerechnet werden. In schweren Fällen übersteigen die Kosten jedoch ohne Weiteres die 1.000-Euro-Marke.

Operationen_Hund_Inline1.jpg
Tumore entfernen zu lassen, ist meist sehr teuer.© stock.adobe.com/Chalabala

2. Operation bei Zahnextraktion

Auch das Ziehen eines Zahns zählt zu typischen Operationen beim Hund. Die häufigsten Ursachen dafür, dass Zähne operativ entfernt werden müssen, gehören:

  • Entzündungen am Wurzelkanal
  • beschädigte Zahnwurzeln
  • Milchzähne, die nicht ausfallen

Indem Sie spezielle Kauartikel zur Zahnpflege verfüttern oder regelmäßig die Zähne des Hundes putzen, können Sie verhindern, dass bei Ihrem Hund Zähne gezogen werden müssen.

Bei der Auswahl der Zahnpflege-Leckerlis* ist darauf zu achten, dass keinerlei Zucker enthalten ist. Obwohl das selbstverständlich sein sollte, sind im Handel zuckerhaltige Artikel erhältlich.

Kosten: Bei einer Zahnextraktion fallen mindestens 200 Euro an.

Operationen_Hund_Inline2.jpg
Eine Zahnextraktion kostet viel Geld.© stock.adobe.com/Chalabala

3. Operation bei Kreuzbandriss und Gelenkoperationen

Wenn ein Hund unter starken Schmerzen leidet und lahmt, ist vermutlich das Kreuzband gerissen. Bei älteren Hunden reißt die Sehne am Knie öfter, weil die Arthrose das Risiko für Risse steigert. Aber auch Jungtiere können sich einen Kreuzbandriss beim wilden Toben oder einer blöden Bewegung beim Rennen einhandeln.

Ob tatsächlich operiert werden muss, entscheidet der Tierarzt nach der Untersuchung. In manchen Fällen liegt lediglich ein Riss der Sehne vor, welcher durch strenge Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Hundes geheilt werden kann.

Kosten: Bei einer Operation sind Kosten ab 1.500 Euro üblich. Eine Operation der Gelenke kann bedingt durch eine Hüftknochen- oder Ellenbogendysplasie erforderlich werden und schlägt mit Kosten ab 1.000 Euro zu Buche.

Operationen_Hund_Inline3.jpg
Beim Spielen und Toben kann das Kreuzband reißen.© stock.adobe.com/DoraZett

4. Bauchhöhlen-Operation beim Hund

Die Magendrehung ist der Albtraum jedes Hundebesitzers. Schließlich handelt es sich um einen akuten Ernstfall, der tödlich enden kann, sollte nicht rechtzeitig ein Tierarzt eingreifen. Eine Not-Operation ist in der Regel die einzige Rettung. Um einer Magendrehung vorzubeugen, müssen Hunde nach dem Fressen stets ruhen.

Kosten: Die Not-Operation bei einer Magendrehung kostet meist 1.200 Euro oder mehr.

Die letzte Fütterung sollte möglichst früh am Abend stattfinden: So verhindern Sie, dass sich die Magendrehung nachts ereignet, wenn Sie schlafen und die Beschwerden Ihres Hundes nicht bemerken.

Wie sich eine Magendrehung erkennen lässt, erläutert Tierarzthelferin Stefanie Essing im Video:

5. Operation bei Amputationen und Knochenbrüche

Bei Verkehrsunfällen kommt es häufig zu Knochenbrüchen, aber auch Amputationen können die Folge sein, wenn Gliedmaßen schwer verletzt wurden. Gleichzeitig können Erkrankungen oder unglückliche Ereignisse beim Spielen mit anderen Hunden dazu führen, dass sich der Hund schwer verletzt.

Kosten: Die Behandlungskosten für Knochenbrüche und Amputationen beim Hund beginnen meist zwischen 600 und 1.500 Euro.

Operationen_Hund_Inline4.jpg
Manchmal müssen auch bei Hunden ganze Gliedmaßen entfernt werden.© stock.adobe.com/arnuphapy

Tierarzt-Behandlungen, gerade Operationen, werden beim Hund schnell richtig teuer. Informieren Sie sich, ob eine Hunde-OP-Versicherung für Sie das Richtige ist. So bleiben Sie finanziell abgesichert und Ihr Hund bekommt im Ernstfall die Behandlung, die er braucht.

Das könnte Sie auch interessieren
Hund auf OP-Tisch
Die Pflege des Hundes nach einer Operation
Nach einer Operation sind Hunde geschwächt und brauchen besondere Pflege. Wie Sie mit Ihrem frisch operierten Hund umgehen und was Sie dabei beachten müssen, erfahren Sie hier.

Brauche ich eine Hunde-OP-Versicherung?

Sich mit einer Hunde-OP-Versicherung vor hohen Tierarztkosten zu schützen, kann nur sinnvoll sein. Warten Sie damit aber nicht ab, bis Ihr Hund alt oder krank ist. Die meisten Hunde-OP-Versicherungen werden dann sehr teuer oder lehnen Ihren Hund sogar ab.

Unfälle und Krankheiten können ganz plötzlich passieren und sind nie geplant. Damit Sie gewährleisten, zu jederzeit Ihren Hund tiermedizinisch versorgen zu können, ist der Abschluss einer Hunde-OP-Versicherung eine gute Idee.

In diesem Text verwenden wir sogenannte Affiliate-Links. Produkte, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, können Sie käuflich erwerben. Kommt der Kauf zustande, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr zum Thema Affiliate finden Sie hier.

40 Jahre "Ein Herz für Tiere" – Die Jubiläums-Ausgabe jetzt am Kiosk
Aktuelle Meldungen aus der Tierwelt
Großer Haustierratgeber
Mensch & Tier
Wildes Tierleben
Spannende Unterhaltung
EHfT03_001.jpg