Gefährliche Hundehaufen

Weg mit dem Dreck - Welche heimliche Gefahr von Hundehaufen ausgeht

Leider räumen noch immer nicht alle zuverlässig die Hinterlassenschaften ihrer Hunde weg. Doch was der Hundekot tatsächlich neben der stinkenden und ärgerlichen Verschmutzung von öffentlichen Wegen und Plätzen alles anrichten kann, weiß kaum jemand.

Kotbeutel in der Hand
Warum Hundekot gefährlich ist, wissen viele nicht.© adobestock.com/Yekatseryna

Bei dem Thema "Hundehäufchen" scheiden sich die Geister. Die meisten räumen ihrem Vierbeiner verantwortungsbewusst hinterher und entsorgen den vollen Beutel ordnungsgemäß im nächsten Mülleimer. Allerdings nicht jeder. Viel zu viele Hundebesitzer halten es für eine gute Idee, den Hundekot einfach liegen zu lassen - ganz ungeachtet der Tatsache, dass solches Verhalten strafbar ist. Und das aus gutem Grund: Hundekot ist nämlich gefährlicher, als es die meisten wissen.

Gesetzeslage bei Hundekot auf der Straße

Fakt ist, dass in allen Bundesländern Deutschlands eine Geldstrafe erfolgt, wenn Frauchen oder Herrchen den Hundehaufen an öffentlichen Plätzen liegen lässt. Die Höhe der Strafe schwankt je nach Bundesland zwischen zehn und beachtlichen 150 €. Wenn Hundehalter ihren Hund einen Kinderspielplatz als Toilette benutzen lassen, sind die Behörden besonders streng. Hier kann sogar Anzeige erstattet werden.

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Auch Spielplätze müssen frei von Hundekot bleiben.                     © adobestock.com/kerkezz

Schlechte Ausreden

Trotz der Strafen, gibt es leider Hundehalter, die sich um die ungeliebte Entsorgung "ihrer" Haufen drücken. Die Hundesteuer wird da gern als Rechtfertigung für das Liegenlassen des Häufchens genutzt. Schließlich werden die ca. 40 bis 100 €, die man jährlich für seinen Hund blechen muss, auch in die Beseitigung dessen Hinterlassenschaften investiert, oder? Nein, eben nicht. Wozu die Kommune die Einnahmen durch die Hundesteuer einsetzt, ist frei ihr überlassen. Das Geld ist jedoch auf keinen Fall dafür gedacht, um Hundewiesen anzulegen oder die Stadt von Hundedreck zu reinigen. Letzteres ist allein die Aufgabe der Hundebesitzer.

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Hundehaufen gehören in den Müll.                                        © adobestock.com/Francesco83

Warum die Haufen wegmüssen

Herumliegende Hundehaufen sorgen nicht nur für Verschmutzung, sondern auch für enormen Ärger. Besonders auf öffentlichen Wegen sind diese Tretminen einfach lästig. Der verzweifelte Versuch, nach dem Reintreten den Dreck im Gras abzuschmieren, rettet den Schuh nämlich meist auch nicht mehr.

Doch für wesentlich gravierendere Folgen sorgt der Irrglaube, Hundekot zergehe einfach in der Natur. Schafs-, Pferde- und Rindermist zerfallen tatsächlich unproblematisch, da bei der Verrottung des Kotes sehr hohe Temperaturen entstehen und damit schädliche Bestandteile abgetötet werden. Bei Hundedreck ist das allerdings nicht der Fall. Gefährliche Bakterien, wie Salmonellen oder die Eier von Band- und Fadenwürmern bleiben deswegen in den Ausscheidungen bestehen. Nicht nur andere Tiere, sondern auch Menschen können sich dann infizieren und erkranken - besonders gefährdet sind vor allem abwehrgeschwächte Erwachsene und Kinder.

An belebten Orten stellen die Hundehaufen also eine echte Bedrohung dar. Aber auch auf abgelegenen Wiesen und Feldern kann ein kleines Häufchen Großes anrichten: Erleichtert sich der Hund im Gras, kann potenzielles Kuhfutter mit dem Parasit Neospora caninum verseucht werden. Bei Rindern verursacht der Einzeller Fehlgeburten. Es spricht also alles dagegen, den Haufen einfach in der Natur oder auf dem Weg liegen zu lassen. Nicht nur um andere, sondern auch um unsere Vierbeiner und uns selbst zu schützen, müssen die Hundehaufen endgültig von den Straßen und Wiesen verschwinden. Und dafür ist nur einer verantwortlich: der Hundehalter.

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Ob Stadt oder Land - das Häufchen muss weg.                        © adobestock.com/Rick H.

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