Welpenerziehung: Wann Sie unbedingt Grenzen setzen sollten

Welpen wollen sich ausprobieren und machen viel Blödsinn. Das dürfen sie auch. Aber alles sollten Sie nicht dulden.
 

Welpe zieht an einem Taschenhenkel
© otsphoto/Shutterstock

Sobald sie sich in ihrem neuen Zuhause eingewöhnt haben, suchen die Hundekinder die Herausforderung. Sie knabbern die Stuhlbeine an, zerren an der Tischdecke und vollführen tollkühne Angriffe auf einen imaginären Feind. Es gibt viel zu lachen, wenn der junge Hund seine vier Wände genauestens untersucht. Aber genau wie es seine vierpfotige Familie tun würde, sollten Sie Grenzen setzen, wenn der Hund sich in Gefahr begibt, oder Ihre Regeln missachtet. Schnell haben sich schlechte Angewohnheiten eingeschlichen, die Sie ihm nur sehr mühevoll wieder abgewöhnen müssen.

Lass’ die Leine los

Zugegeben, es ist meganiedlich, wenn der junge Hund in die Leine beißt oder an ihr zerrt. Streng genommen ist es aber eine Unverschämtheit, denn dieses Bindeglied zwischen Ihnen und dem Hund ist kein Spielzeug und darf schon gar nicht angegriffen werden. Wenn’s doch so weit kommt, lösen Sie die Hundezähne sanft, aber bestimmt, ohne Kommentar von der Leine, nehmen diese wieder auf und gehen weiter. Lassen Sie sich auf keinen Fall auf ein Zerrspiel ein.

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Attacken auf Hände

Hundekinder erproben ihr Gebiss an allem, was ihnen vor die Zähne kommt, auch mal an den Händen, Armen, Beinen und Füßen ihrer Leute. Das geht gar nicht. Wenn der Welpe beißt, ziehen Sie den attackierten Körperteil sofort (!) weg, stehen auf und beenden dieses seltsame Spiel. Zusätzlich hilft ein lauter Aua-Quietscher.

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Kein Sturm auf die Haustür

Dass der Klingelton an der Türe einen Besucher ankündigt, kapieren die kleinen Schlaumeier ganz schnell. Also sausen sie los, um als Erste ans Haustür-Ziel zu kommen. Das unterbinden Sie von Anfang an, denn die Kontrolle über Ankömmlinge behalten Sie und kein Vierbeiner. Verstellen Sie dem Welpen den Weg, leinen Sie ihn notfalls an. Erst wenn Sie geschaut haben, wer kommt, darf der Hund seine Neugier befriedigen.

Proteste bleiben ungehört

Schlau, wie Hundekinder nun mal sind, erkennen sie bald, wie sie ihre Wünsche durchsetzen können. Es ist nicht nötig, jedem Betteln zu widerstehen – aber alles, was sie mit Gewalt durchsetzen wollen, bleibt unerfüllt. Wappnen Sie sich gegen das Weichwerden. Er muss lernen, dass nicht alles nach seinem Willen läuft. Denn nur so wird er später Frust ertragen.

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