Bernedoodle

Bernedoodles sind eine beliebte Mischung aus Berner Sennenhund und Pudel. Diese Hunderasse ist für ihr langes, wuscheliges Fell und ihren liebevollen, gutmütigen Charakter bekannt. Hier erfahren Sie alles über Herkunft, Charakter und Pflege des Bernedoodles.

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Der Bernedoodle im Steckbrief.© Stock.adobe.com/Madeleine

Der Bernedoodle ist ein Designerhund dessen Aussehen und Charakter stark von seinen Elternhunden abhängt. Beide Rassen bringen ihre Eigenheiten mit, gemixt ergeben sie einen intelligenten, gutmütigen Hund mit weichem Fell, der sich unter anderem gut für Familien eignet. Im folgenden Rasseprofil erfahren Sie alles über Aussehen, Charakter und Pflege des Bernedoodle.

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Wie sieht der Bernedoodle aus?

Der Bernedoodle ist eine beliebte Mischung aus dem Berner Sennenhund und dem Köngispudel und das Aussehen hängt stark davon ab, welche der beiden Hunderassen sich durchsetzt. Sein Fell vereint das mittellange bis lange Fell des Berner Sennenhundes und das lockige des Pudels.

Das Fell der Bernedoodle ist wuschelig, weich und kann in den verschiedensten Farben vorkommen. Die meisten Hunde haben ein schwarzes Fell mit weißen oder braunen Abzeichen. Die mittelgroßen Hunde der Rasse haben einen muskulösen, aber trotzdem eleganten Körperbau und relativ kleine Schlappohren.

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Das Fell des Bernedoodles hat oftmals die Felleigenschaften des Pudels, dessen Haarkleid weitgehend allergikerfreundlich ist.© Stock.adobe.com/Cavan

Was macht den Charakter des Bernedoodle aus?

Das Wesen des Bernedoodle lässt sich, anders als bei gefestigten Hunderassen bei diesem Designerdog nur eingeschränkt im Vorraus bestimmen. Es hängt hängt stark davon ab, welche Elternrasse sich mehr durchsetzt.

Der Pudel als intelligenter Jagdhund und der Berner Sennenhund als gutmütiger, aber auch eigensinniger Arbeitshund sorgen in ihrer Kombination für eine große Streuung beim Charakter des Bernedoodle.

Als Designerhund wird der Bernedoodle manchmal kritisiert, aber ihr liebevoller Charakter macht die Hunde zu einzigartigen, tollen Begleitern für Menschen. Die meisten Besitzer von Bernedoodles beschreiben die Hunde als liebevoll, verspielt und intelligent.

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Passt der Bernedoodle zu mir?

In der Regel eignen sich die Hunde der Rasse hervorragend als Familienhunde und sind gerne in der Nähe ihrer Menschen. Bernedoodles sind verspielt und lieben es, mit Kindern zu spielen, sind aber gleichzeitig ruhig und sanft genug, um auch eine gute Begleiter für ältere Menschen oder Haushalte mit kleinen Kindern zu sein.

Bernedoodles haben einen starken Bewegungsdrang und lieben Auslauf in der freien Natur, was sie von beiden Elternrassen haben. Ein aktiver, naturliebender Besitzer passt deshalb sehr gut zu ihm, weil der Hund ausreichend Aktivität braucht, um glücklich zu sein.

Diese Rasse ist außerdem bekannt dafür eine enge Bindung zu ihren Menschen zu brauchen, als Besitzer hat man in dem Hund also einen liebevollen und treuen Begleiter.

Trotzdem brauchen die Hunde konsequente Erziehung, am besten vom Welpenalter an. Bernedoodles lassen sich aber meist auch von Anfängern gut erziehen.

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Wesen und Aussehen des Bernedoodle hängen stark davon ab, welche der Elternrassen sich bei ihm mehr durchsetzt, weshalb sie durchaus stark variieren können.© Stock.adobe.com/Yuval Helfman

Was ist bei der Erziehung des Bernedoodles zu berücksichtigen?

Bernedoodles sind intelligente Hunde, die gerne auch geistig gefordert werden. Beide Rassevorfahren haben einen starken Charakter, der auch im Mix einen selbstbewussten Besitzer erfordert, der klare Anweisungen geben kann. Die Erziehung wird wie bei allen Hunden Zeit, Geduld und Konsequenz benötigen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Erziehung eines Bernedoodles ist die Sozialisierung. Bernedoodles sind normalerweise sehr soziale Hunde, es ist jedoch wichtig, sie von einem frühen Alter an an andere Hunde, Menschen und verschiedene Umgebungen zu gewöhnen. Auf diese Weise können sie lernen, sich in verschiedenen Situationen wohlzufühlen und sich anzupassen.

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Bei der Erziehung ist dem Bernedoodle eine enge Bindung zu seinem Menschen wichtig.© Stock.adobe.com/Cavan

Was ist bei der Pflege des Bernedoodles zu beachten?

Bernedoodles sind bei der Fellpflege etwas anspruchsvoller. Das Fell ist bei den meisten Tieren lang und lockig und sollte regelmäßig gebürstet werden muss, um Knoten und Verfilzungen zu vermeiden. Wahrscheinlich ist es auch notwendig das Fell gelegentlich zu trimmen. Das können Sie entweder selbst erledigen oder einen Hundefriseur besuchen.

Auch die Schlappohren sollten regelmäßig überprüft und gegebenenfalls gereinigt werden.

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Was ist bei der Gesundheit des Bernedoodles zu beachten?

Die Gesundheit hängt beim Bernedoodle von seinen Elterntieren ab. Professionelle Züchter lassen die Designerhunde auf Erbkrankheiten prüfen und versuchen diese durch Zucht aus gesunden Elterntieren zu vermeiden.

Beim Pudel-Elternteil sollte dabei auf Progressive Retina-Atrophie geachtet werden, beim Berner Sennenhund auf degenerative Myelopathie. Hüftdysplasien kommen bei beiden der Rassen vor, weshalb Züchter darauf achten sollten, dass die Elterntiere frei von diesen Krankheiten sind.

Aufgrund der unterschiedlichen Fellstrukturen der Elternrassen neigen einige Bernedoodles außerdem zu Hautproblemen.

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Woher kommt der Bernedoodle ursprünglich?

Der Bernedoodle ist als Designerhund eine Kreuzung aus einem reinrassigen Pudel und einem reinrassigen Berner Sennenhund. Diese Hunderasse ist noch relativ neu und wurde in den 1990er Jahren in den USA gezüchtet.

Der Bernedoodle ist einer von vielen Designerhunden, die durch eine Kreuzung mit dem wuscheligen Pudel entstand. Ursprünglich wollte der australische Züchter Wally Corons einen Blindenhund züchten, der für Allergiker geeignet ist. Dafür kreuzte er den Retriever, der ein ausgezeichneter Assistenzhund ist, mit einem Pudel, der als allergikerfreundlich gilt, um die gewünschten Eigenschaften zu vereinen. Dieser wurde “Labradoodle” genannt und es folgten daraufhin weitere derartige Mischlinge, wie auch der Bernedoodle.

Mittlerweile entstehen viele Bernedoodles auch bereits aus bereits gemixten Tieren, also F2 bis Fx-Generationen und es entwickelt sich mehr oder weniger eine neue Rasse. Das sorgt dafür, dass Wesen und Aussehen immer weniger vorhersagbar sind. Auch verbindliche Regeln und Standards gibt es bisher nicht.

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